Freitag, 5. September 2014

-Technische Weltpremiere auf der IFA Berlin-. Surrealistische Belletristikgeschichte


                       
(Logo gefertigt mit WORD)


Hallöchen, und herzlich Willkommen in meinem BLOGREICH. Rechtzeitig zur IFA MESSE in BERLIN in den MESSEHALLEN am FUNKTURM, habe ich mir eine surrealistische Belletristikgeschichte einfallen lassen. 

So oder so ähnlich kann es ablaufen, wenn man seine Fantasien zu WORD bringt. Lest selbst, was mir mein GEHIRN diesmal vorgesponnen hat. 



Technische Weltpremiere auf der IFA Berlin
Für Menschen geeignet, die sich dem ständigen Denken in Eigenregie nicht mehr hingeben möchten
Schon wieder wird ein neuer Tag durch die aufgehende Sonne eingeläutet, deren wärmende, intensive Strahlen bereits schon morgens durch mein geschlossenes Schlafzimmerfenster dringen. Sie kitzeln die Nasenspitze, und blenden meine noch halb geschlossenen Augen. Bin ziemlich genervt, da ich vor habe, noch etwas zu schlafen. Leider wird daraus nichts. Also, aufgestanden und dem Tag ins Auge geschaut. Das Radio wird angestellt, und der Moderator quakt sofort los. „Liebe Hörer, heute hat die IFA in Berlin ihre Pforten geöffnet, bis einschließlich Mittwoch nächster Woche“. „Wir verlosen noch drei Freikarten, wenn sie sofort unter der Nummer 0335123456 anrufen und uns diese Frage beantworten“. Die Frage ist mir definitiv unwichtig, denn ich habe vor, selbst zu bezahlen. Wer weiß, ob ich überhaupt durchkomme, wenn ich dort anrufe, geht nur kurz ein Gedanke durch mein immer noch etwas müdes Gehirn.
Nachdem die alltäglichen Vorgänge wie waschen, kämmen, Zähne putzen, Kaffee kochen erledigt sind, kontaktiere ich die telefonische Tickethotline der IFA, und bekomme auch gleich eine Verbindung. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. „Einen schönen guten Morgen, hier ist die IFA Tickethotline. Was kann ich für sie tun?“. Blöde Frage, denke ich. Was wird sie schon für mich tun können, außer Tickets verkaufen und an meine Anschrift schicken. Muss daraufhin in mich hinein grinsen. Immer dieselben, monotonen Call-Center Fragen. Obwohl, die Dame scheint nett, aber nicht übertrieben höflich. Also gebe ich ihr meinen Ticketwunsch nebst Anschrift durchs Horcherohr. „Sie können ihr Ticket auch abholen, dann geht es schneller“, gibt sie mir die hochinteressante Info durch die Sprechmuschel. „Da haben sie total Recht. Ich komme dann noch heute zur Ticketkasse am Funkturm“, antworte ich, schon etwas wacher im Körper. Der Kaffee entwickelt bereits seine volle Wirkung.
Nachdem ich mich mit der U-Bahn und dem in diese Richtung fahrenden Bus dort hin gequält habe, stehe ich völlig belanglos an einer langen Schlange von Menschen an, die offensichtlich den gleichen Gedanken hegen, die Messe zu besuchen. Nach ungefähr einer Stunde bin ich an der Reihe. Kaufe mir ein Billet und betrete die Messehallen am Funkturm. Himmel, was für ein Gewühle. Technikfreaks und Interessierte quälen sich mit hochroten Gesichtern durch den breiten Gang, an dem rechts und links die Firmen mit ihren Neuheiten die Stände positioniert haben. Plakate mit Werbesprüchen und Logos überfallen quasi jeden Messebesucher, und er hat keine Chance sich denen zu entziehen, was er ja auch eigentlich nicht möchte. Jeder Anbieter will ja sein Produkt möglichst unter die Menge bringen und auch verkaufen. Natürlich. Also muss er Interesse wecken und das Augenmerk auf sein Produkt lenken. Technische neue Geräte sind auf den Theken so platziert, dass man einfach nicht anders kann, um sie zu bestaunen. Zudem sind diese noch von Spotlampen so angestrahlt, dass sie dadurch besser zur Geltung kommen.  Ich laufe einige Stände weiter und bleibe abrupt stehen. Hier wird eine Weltneuheit auf dem Elektronikmarkt angeboten, die es in sich hat. Ein ziemlich kleines Gerät mit unzähligen Buttons und einem Display, was man sich mit einem eingezogenen Lederband ums Handgelenk binden kann. Ein Klettverschluss sorgt für sicheren und einfachen Halt. Das muss ich mir unbedingt näher ansehen und auch erklären lassen.
Also frage ich den Typen hinter der Standtheke, was dieses DING so alles drauf hat. Seine Antwort ist einleuchtend. „Die Handhabung ist simpel“. „Es funktioniert per Menüführung“, gibt mir der smart gekleidete Typ zu verstehen. „Sie haben diverse Möglichkeiten“, setzt er seine Info fort. „Menüebene eins misst ihren Blutdruck“. „Ebene zwei ihren Blutzucker“. „Ebene drei speichert die Kilometer, die sie während des Tages laufen“. „Die vier stellt fest, ob sie zu viel Cholesterin im Blut haben“. „Jetzt kommt der Hammer“. Der Verkäufer setzt dabei eine ernste Mimik auf und hebt zugleich seine Augenbrauen. Er drückt die Ebene fünf in der Menüführung, und auf dem Display erscheint –Name, Vorname – vollständige Anschrift, Geburtsdatum, Telefonnummer -. „Jetzt geben sie ihre persönlichen Daten mit dem Auswahlkreuz ein und springen von Eingabe zu Eingabe“. „Bestätigen sie mit OK, und schon können sie im Notfall ihre Angaben abrufen“. Fasziniert von seiner konstruktiven Erklärung blickt er mich fragend an. „Was halten sie davon?“. „Ist doch ne‘ tolle Erfindung, wenn man mal nicht mehr weiß, wer man ist, wo man wohnt und…..“. Warte den Rest erst gar nicht ab und unterbreche unsanft seinen Redeschwall. „Um Himmels Willen, ist das blöd“. „Diese Daten trage ich doch immer bei mir, nämlich auf meinem Personalausweis. Die Telefonnummer steht in meinem Diabetikertagebuch, das ich ständig bei mir habe“. „Was soll der Unfug?“. „Das ist doch keine Weltneuheit, sondern läuft auf Abzocke hinaus“, entgegne ich etwas wütend und genervt. Schamesröte überzieht sein Gesicht, und kein weiterer Ton kommt über seine Lippen. „Äh, ja, hm“, gibt er kleinlaut von sich. „Mehr fällt ihnen dazu nicht ein?“, frage ich mit lauter Stimme. „Was soll denn diese angebliche Weltneuheit kosten?“, hake ich nach. Mit einem verzweifelten Blick schaut er mich an und räuspert sich. „Sie kostet dreihundert Euro“, gibt er ohne Umschweife kleinlaut zu. „Waaaaaas!“, schreie ich darauf spontan, so dass es alle um mich Herumstehenden mitbekommen. „Wissen sie was, binden sie sich diese angebliche, schwachsinnige  Technikspielzeugneuheit um ihren Hintern“. „Vielleicht kann sie auf einer weiteren Ebene ihre Furz Intensität messen“.
Die Messebesucher prusten vor Lachen. Das Ding hat gesessen. Plötzlich bemerke ich einen riesigen, dunklen Fleck an seinem Hosenbein, aus dem Flüssigkeit langsam zu Boden tropft. Hat der Typ sich doch vor lauter Verlegenheit in die Hosen gemacht. Belustigt über diesen faux pas setze ich meinen Messerundgang weiter fort, und hoffe auf eine wirkliche, sensationelle, technische Weltneuheit. Immerhin habe ich sehr viel Geld für dieses Ticket investieren müssen.
© Marlies Hanelt 5.September2014         

 

Donnerstag, 4. September 2014

Abgefahrenes, alltägliches Volk. Aus meinem Bloggenre ,,Skurrile Alltagsgeschichten,,.


                             
(Bild, entworfen mit WORD)


Hallöchen meine lieben Blogleser. 
Willkommen in meinem REICH.

Diesmal gibt es eine skurrile Alltagsgeschichte. Es sind doch die alltäglichen Verhaltensmuster, die sich Menschen in der Öffentlichkeit stricken. Hat doch schon jeder von euch mehr oder weniger erlebt, oder?

Ich sehe diese Faux pas als positiv an, da sie mich immer wieder zum Schreiben verleiten, um euch damit zu versorgen. LEST SELBST...




                     Abgefahrenes, alltägliches Volk
Erneut beginnt für mich ein Tag mit seinem Alltagsgeschehen. Quasi monotone Aufeinanderfolge von immer wiederkehrenden Abläufen. Wer kennt das nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, das sich noch etwas Besonderes entwickeln wird. Bin mir fast sicher. Erst stehe ich, wieder einmal schmerzgeplagt auf, um mich hernach einer ausführlichen Morgentoilette zu widmen. Jaaaa, das fühlt sich schon viel besser an. Noch kurz in den Spiegel geschaut, um das vollkommene Resultat zu bewundern. Perfekt.  Jetzt kann der Wahnsinn losgehen. Schnappe mir nur noch die Einkaufstasche, in der sich ein prallgefülltes Portemonnaie befindet, und laufe schwungvoll die drei Treppen hinunter. Na ja, zumindest was ich dafür empfinde. Komme auch tatsächlich unbeschadet unten im Hausflur an. Was für ein Hochgefühl. Das ist jedoch nicht immer so. Darum schreite ich fast unbeschwert den kopfsteingepflasterten Bürgersteig entlang, im Kopf natürlich mein Wunschziel, --Einkaufsarkaden Neukölln--.
Kommt mir doch tatsächlich ein Radfahrer entgegen. Nicht dass er seinen Drahtesel schieben würde, NEIN, er sitzt drauf. Fast wäre ich mit ihm kollidiert. Konnte gerade noch rechtzeitig ausweichen, sonst würde das für den Radfahrer ein Verstoß gegen die Regeln in der StVo sein. Ob der diese überhaupt jemals gelesen hat?, frage ich mich. Ganz bestimmt nicht. Rufe dem weiterfahrenen, ignoranten Typen noch einen Satz hinterher. „He, Blödmann, hast du Schiete auf deine Glubschen?“. Nur kurz dreht er sich um und lächelt. War das jetzt die mimische Antwort auf meine Frage?. Kann nur so sein. Also bestätigt er eben mit dieser, dass ich richtig liege. Dreck auf den Augen, damit sie zu nichts weiter taugen. Meine fröhliche Stimmung ist jetzt nicht mehr ganz auf dem Zenit. Hoffe, dass irgendein Umstand diese nicht weiter absinken lässt. Jedoch, hoffen und harren hält manchen zum Narren.
Setze meinen Einkaufsspaziergang weiter fort, und bleibe an einer Ampel stehen, um den gelben Schalter zu drücken, da diese auf rot steht. Ist doch logisch oder?. Warte ziemlich lange auf das grüne Signal. In diesem Moment läuft ein zeitungslesender Passant über die Kreuzung. Wirklich, er ließt, während er bei rot die Straße überquert. Völlig unbeeindruckt davon, ob noch ein PKW folgt oder nicht. Rufe dem Typen meine Meinung hinterher. „Dir sollte man den Arsch abfahren, damit du in deinem Bett stehen musst!“. Nichts, keine Reaktion. Ja wie auch, wenn er in seine Zeitung vertieft ist. Derart Volk lebt offensichtlich in einer Parallelwelt, die mit der Realität nichts zu tun hat. Betrunkenen und sehr alten Menschen wohnt dieses Phänomen auch inne. Ihnen geschieht einfach nichts, noch nicht einmal einen Kratzer bekommen sie ab. WAHNSINN!.
Bis zu meinen Einkaufsarkaden Neukölln ist es nicht mehr weit, und ich freue mich schon jetzt diebisch auf das dortige Volk mit seinen selbst gestrickten Verhaltensmustern. Es sind immer dieselben, nur dass es andere Menschen sind. Was soll es, auf ins Getümmel und ablästern. Meine inzwischen aufgestaute Wut sollte ein Ventil haben, da ich eine gewisse Anspannung in mir fühle. Komme auch Tatsache ohne Weiteres dort an, und bewege mich mit der Rolltreppe abwärts ins Einkaufsparadies. Stecke den Chip in den dafür vorgesehenen Schlitz, der sich in einem Plastikteil befindet. Die Kette des Einkaufswagens löst sich, und ich ziehe ihn heraus. Ab durch das Drehkreuz, und schon beginnt das Spiel. Auch dort sollte es Verkehrsregeln geben. Leider sieht die Realität anders aus. Es befindet sich dort  ein Hauptgang mit abgehenden Gängen, die mit meterhohen Regalen links und rechts bestückt sind. Überwiegend wird durcheinander gelaufen, und sehr viele Kunden stellen einfach ihre Wagen ab, um sich einem Kaffekränzchen zu widmen. Der Effekt, ich komme nicht durch. Soll ich jetzt dieses Geschwätz unterbrechen?, frage ich mich und blicke etwas belustigt drein. „Tuuut, trööööt, Sirene in Bewegung setz“, gebe ich laut und sehr eindrucksvoll von mir. Nichts, null Reaktion. Jetzt wird es mir zu bunt. „Soll ich über sie hinweg springen oder wollen sie das für mich machen?“, töne ich lauthals, und mache meinem Unmut Luft. „Für sie kann ich natürlich die Tarnkappe absetzen, wenn es gewünscht wird“, setze ich hinzu. Erst jetzt blicken sie mich verwirrt an, so als würden diese Kunden ebenfalls in einer anderen Welt sein.           
Ohne eine Antwort zu formulieren, rollen sie ihre Wagen zur Seite, und ich kann passieren. Nur schnell zwei oder drei Kleinigkeiten eingepackt und ab zur Kasse. Dort stehen schon viele Kunden Schlange, während einige dabei sind, ihre Lebensmittel auf das Band zu legen. Ihre riesigen, rollenden Drahtkörbe sind vollgepackt. Himmel, das kann dauern, denke ich. Meine Stimmung sinkt bis fast auf den Nullpunkt, und ich beginne vor Wut und mit hochrotem Gesicht tief durchzuatmen. „Kann mich mal Jemand bitte vor lassen?“, blöke ich in die Menge. „Ich habe nur die paar Sachen“, füge ich wutentbrannt hinzu. Nichts geschieht, wie gewohnt. Um nicht zu explodieren, versuche ich mich in Geduld zu üben. Was bleibt mir weiter übrig. Es dauert noch eine gefühlte halbe Stunde, und auch ich komme endlich an die Reihe. Bezahle meine Lebensmittel und lege diese zurück in meinen Wagen, während mir die freundliche Kassiererin einige eigentlich unnütze Fragen stellt. „Haben sie auch alles bekommen?“. „Haben sie einen Parkschein?“. Als wenn man bei diesem Überangebot nichts bekommen würde!. „Nein, einen Parkschein habe ich nicht“. „Die drei Sachen kann ich noch per Pedes nach Hause befördern“, antworte ich ihr und setze ein lustiges Grinsen auf, wobei ich ihr zuzwinkere. Darauf muss selbst die Kassiererin etwas lächeln, da diese Antwort nicht einer gewissen Logik entbehrt. Na bitte, geht doch.
Die Moral von der Geschicht‘, gehe ohne einen gewissen Humor zum Einkaufen nicht.
©Marlies Hanelt 4.September2014   






 
 

Dienstag, 2. September 2014

-Körper Update- Teil 2 Surrealistische Belletristik


                             
(Logo made by Word)


Hallöchen und Willkommen in meinem Reich. Der Wahnsinn geht weiter. 
Ein neues Körper Update hat bei mir stattgefunden. Worum es geht?. Lest einfach selbst. Vorab solltet ihr euch jedoch den ersten Teil reinziehen, damit ihr wisst, wie es angefangen hat. Darum hier der Link. Bitte schön...
http://hanelt.blogspot.de/2014/08/korper-update-surrealistische.html 

                                    




                         Körper Update Teil 2

Ende des ersten Teils.       …Zu mehr bin ich nicht fähig, denn mein Body fühlt sich an, als wäre er ein steifes Bügelbrett. Kann man an diesem Zustand wirklich noch etwas updaten?.....Natürlich, da geht bestimmt noch etwas. Fragt sich nur was?.  
Der mechanische Wecker hat schon längst sein lautes, unüberhörbares Rappeln von sich gegeben, und mein bügelbrettsteifer Körper fühlt sich immer noch bewegungsunfähig an. Die Zeit drängt, denn der heutige Tag verspricht sehr arbeitsintensiv zu werden. Also beginne ich langsam die Gliedmaßen zu strecken. Knick, knack, krach, brenn, stich, wollen mir meine Gelenke in Kurzform, quasi Stenogesülze erzählen. Eine Sprache, die ich einfach nicht verstehen will. Verächtlich ignoriere ich das eventuell aufkommende Gespräch, und versuche einige Bewegungen zu vollführen. Totales Körperversagen ist die Folge. Eine gewisse Ohnmacht meinem Body gegenüber, muss ich wohl oder übel lernen zu akzeptieren. Jedoch bin ich nicht gewillt, diese gerade am heutigen Tag hinzunehmen.
Augenblicklich materialisiert sich mein -Schwarzer Schmerz- und steht einfach nur so da. „Das trifft sich jetzt aber wirklich gut, mein Lieber“, spreche ich ihn mit zärtlicher Stimme an, obwohl mir überhaupt nicht danach ist. Vielleicht kann ich ihn eventuell damit zu einem positiven Update verleiten oder sogar verführen?.  „Ich leide nach deinem ersten Körperupdate unsägliche Qualen“. „Das reicht fürs Erste“. „Bitte installiere nur heute etwas, womit ich diesen Tag ansatzweise überlebe“, versuche ich mich bei ihm einzuschmeicheln und setze mein laszivstes Lächeln auf, um meinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen. „Was hast du denn im Angebot?“, frage ich mit leisem Timbre. Er antwortet einfach nicht. Stattdessen verschwindet die mir schon vertraut gewordene schwarze Gestalt, und ich fühle mich irgendwie veräppelt. Hätte er mir doch wenigstens antworten können, denke ich total genervt und verzweifelt. Was jetzt?. Völlig in anderen Gedanken versunken, lege ich meine Arme unter den Kopf und lasse mich einfach treiben. Bemerke erst gar nicht, dass sie sich fast schmerzfrei bewegen lassen. Ziehe die Beine zu einem rechten Winkel an den Körper heran, und auch diese geben keinen Knacklaut von sich.
Erst jetzt realisiere ich den neuen Umstand. Ein Aufschrei von Glücksempfindungen entfleucht meinem oralen Speisezimmer, und ich will spontan aufstehen, um meine Beine samt Körper auf den Boden zu stellen. In diesem Moment sacke ich zusammen, als wäre der Body aus Gummi. Toll, denke ich mir. Da liegt nun meine Person zwar schmerzfrei, jedoch mit augenscheinlich ebenso unbeweglichem Körper flach auf dem Teppich. Was soll das?. Wenn das ein neues Körper Update von meinem Schwarzen Schmerz war, kann es sich nur um ein falsches handeln. Muss ich mich damit zufrieden geben oder lässt sich mein Typ doch noch einmal bei mir blicken?.  Ich kann es nur hoffen.
Die Moral von der Geschicht‘, Schmerz Updates zum Aussuchen gibt es einfach nicht. Sie kommen in ihrer komplexen Weise, und gehen im Körper auf eigene Reise.
©Marlies Hanelt 2.September2014      
WEITERE UPDATES SOLLTE ICH AUF ALLE FÄLLE NOCH INSTALLIEREN. WER WEIß, WELCHE SICH MEIN -SCHWARZER SCHMERZ- EINFALLEN LÄSST, DA ICH MIR OFFENSICHTLICH KEINE WÜNSCHEN KANN. BIN JETZT SCHON GESPANNT....
EURE ADMINA MARLES HANELT      
 

Montag, 1. September 2014

-Bildchen gefällig?- Surrealistische Belletristik


                           
(Bildchen made by Word)

Hallo und ein Herzliches Willkommen in meinem Blogreich zu einer neuen surrealistischen, belletristischen Geschichte. Gerade frisch aus meiner Feder geflossen und aufn Blog gegossen. Laach. Das soll sich auch reimen, da mir gerade so war.

Wer kennst nicht diese virtuellen Chatrooms mit ihren absonderlichen Aktivitäten?. Lest selbst, was mir dazu eingefallen ist. So könnte es unter Umständen wirklich sein. Viel Vergnügen beim Lesen.




                     Bildchen gefällig?
Heute ist wieder einmal so ein Tag, an dem ich einfach die Sau raus lassen möchte. Nicht dass ich immer so drauf bin, mitnichten. Ab und zu muss es eben sein. Also begebe ich mich in die virtuelle Welt und zwar in einen dementsprechenden Chatroom für Gleichgesinnte. Hier dreht sich alles um das Thema SEX. Hat man jemanden gefunden, mit dem man einigermaßen kompatibel ist, öffnet man ein privates Chatfenster und kann sich auf höchstem Niveau austoben und amüsieren. Manch einer bietet sich auch an, über Webcam alles herzugeben, womit ihn Mutter Natur beschlagen hat. Mehr oder weniger. Eigentlich möchte man gleich zupacken und das Ding abreißen, nur weil einem danach ist. Schade, leider geht das nicht. Immerhin liegen eine Menge Telefonleitungskabel und ein Monitor dazwischen.
Ich logge mich also ein und das Sexportal öffnet sich. Gebe einen Nickname ein und drücke die Entertaste. Schon kann ich meinen abgefucktesten Fantasien freien Lauf lassen und schreibe wülstige Sätze. Den virtuellen Dartpfeil habe ich abgeschossen, der auch voll im metaphorischen Sinne ins Bullauge trifft. Ein Typ mit Namen –Geiler Hengst- springt sofort darauf an. Na sieh mal einer an, grinse ich in mich hinein. „Na warte Bürschchen, dich mache ich fertig“, spreche ich ihn an, obwohl er mich Gott sei Dank nicht verstehen kann. Das sind eben die Vorzüge eines virtuellen Chatgespräches. Er kommt sofort ohne Umschweife zur Sache. So soll es sein. Zeit ist knapp, denn ich habe heute noch etwas Besseres vor.
Dieser Dödelspacke fragt mich nur kurz nach meinem Nickname.  Sugarlady, schreibe ich gegen und verspüre den unwiderstehlichen Drang, noch etwas hinzuzusetzen. Ich bin achtzig Jahre alt und gehe an Krücken, da ich nur ein Bein habe. Sendepause im Chat. Ich merke förmlich, wie dieser Blödmann überlegt, was er mir darauf schreiben soll. Was er nach einigen Minuten des Wartens eingibt, lässt mich doch ziemlich erstaunen. Das macht nichts, deine Beine brauche ich nicht, und dein Alter ist mir auch egal. Was meint er mit Alter?, überlege ich für einen Moment und stutze. Mein Alter hat heute Ausgang. Was hat der damit zu tun?. In diesem Moment fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Was der braucht, ist definitiv nur ein einsames Loch, um sich virtuell daran aufzugeilen. Kann nur so sein. Das  Drumherum zählt einfach nicht. „Okay, das kannst du haben“, rede ich etwas zynisch mit mir selbst, und mache dies klar und unmissverständlich mit einer dementsprechenden Mimik deutlich.  Also setze ich mich daran, auf einem Stück Papier ein Loch mit Haaren drum herum zu pinseln. Bestimmt wird er mich gleich über Webcam kontaktieren wollen. Als wenn ich es geahnt habe, öffnet sich plötzlich ein Webcam Fenster, und besagte Kamera ist voll auf seinen Phallus gerichtet. Dem Himmel sei Dank, dass ich den Spackus dazu nicht sehen muss. Wer weiß, wie der aussieht, wenn schon sein Krummsäbel ziemlich komische Konturen zeigt. Nun, man sollte zwar niemals Rückschlüsse vom Penis auf den dazugehörigen Mann ziehen, jedoch kann ich mich dieses belustigenden Gedankens einfach nicht erwehren. Spaß muss sein, denn den habe ich mir heute total und ganz echt verdient. Sind doch selbst schuld, wenn sie sich für so etwas hergeben, denke ich bei mir und lache wie wahnsinnig.
Jetzt kommt der Hammer, obwohl er eigentlich schon längst vor mir hängt, ähem steht. Ich stelle jetzt meine Webcam auch an, und es öffnet sich mein Cam Fenster, quasi parallel zu seinem. Halte jetzt das Stück Papier mit dem aufgepinselten Mösenloch direkt vor die Kamera und warte ab, wie er wohl reagieren wird. Er muss es sehen können, denn er hat ja  seine  Cam nur auf sein eigenes, monströses Krumm Teil gerichtet. Nichts passiert. Ja, verdammt noch mal, merkt der Typ einfach nicht, dass ich ihn verarsche?, frage ich mich erstaunt. In diesem Moment öffnet sich das private Chatfenster, und eine Frage von diesem dämlichen Typen lässt sich mir fast die Fußnägel aufrollen.  Bist du das?, schreibt er. Darf ich mal sehen, wie dein Busen aussieht?, hakt er nach. Du bist so schön weiß untenherum. Ja, ich bins, und meinen alabasterfarbenen Busen haue ich dir gleich um die Ohren, dass dir Hören und Sehen vergeht. Für mich gibt es nichts Besseres zu tun, als auch diesen besagten Busen ebenso auf ein Stück Papier zu zeichnen. Schön voluminös und mit riesigen Nippeln. Halte das Bildchen vor die Cam, und beginne dazu ein Liedchen zu trällern.
Plötzlich wölbt sich mein Monitor, und ein ziemlich wohlgeformter Mund drängt in Richtung des aufgemalten Busens. Wird groß und immer größer. Will sich in den Nippeln festbeißen, was natürlich nicht möglich ist. Nur ein Schmatzen und Knistern ist zu vernehmen. Will der doch tatsächlich meinen schönen auf Papier aufgetragen Busen vernaschen!. Es dauert keine zwei Minuten, bis eben jener weg ist. Verschlungen von dem Monstermund. Ich höre nur noch so etwas wie ein zufriedenes Rülpsen. Langsam zieht sich das monströse Ding in die weiten Welten des WORLD WIDE WEB zurück, und mein Monitor zeigt wieder den herkömmlichen Status Quo, Chatroom auf höchstem Niveau. Jetzt wissen wir auch, warum man vernaschen sagt, wenn man mit Jemandem SEX haben will. Es geht auch anders, wie ich euch gerade beschrieben habe. Alles ist möglich oder nicht?.
Die Moral von der Geschicht‘, chatte niemals in derart Räumen nicht. Gerade wenn man zu viel Fantasie mit hineinbringt.
© Marlies Hanelt 1.September2014
Eure Admina Marlies Hanelt