Samstag, 8. November 2014

-Nur ein Schredder Automat oder doch eine Häckselmaschine?- Surrealistic für Fortgeschrittene


                        
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Hallöchen in meinem Reich der unendlichen
                  - Fantasien -
                 der Surrealistic
 Seid mir Herzlich gegrüßt. Ich lade euch wieder einmal ein, diesen zu folgen. Viel Vergnügen. Der Wahnsinn lauert auf meinem Blog in jeder story.




Nur ein Schredder Automat  oder doch eine

                       Häckselmaschine?
Wolf blickt wie immer mit böser Mimik auf einen DINA4 Wisch, den er wie jedes Jahr von seinem Finanzamt zugeschickt bekommt. Diese blöden als auch sinnlosen Beamtensätze, in denen es immer wieder ans persönliche Eingemachte geht, nerven ihn und reizen seine ohnehin gestressten Nerven bis zum Äußersten, bis sie zerbersten. Ein Hauptsatz und fünf Nebensätze werden immer unlogischer, je öfter man sie sich reinzieht. Dadurch wirken diese Bandwürmer von Verschachtelungssätzen ziemlich konfus. Das ist natürlich Absicht dieser geldgierigen Behörde, damit man sein Kreuz an der eventuell verkehrten Stelle einer Frage setzt. Pro Frage gibt es meistens mehrere Optionen, die man zur Auswahl hat. Ist man dann final mit dem Fragebogen fertig, muss man dann mit seiner Unterschrift bestätigen, dass man alles wahrheitsgemäß angekreuzt hat. Wer kennt diesen Satz  nicht?. –Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen von mir ausgefüllt wurden-.   
Manchmal wird man dann etwas unsicher, weil die Fänge des Finanzamts eventuell zugreifen könnten, wenn sich ein nicht beabsichtigter Fehler eingeschlichen hat, von dem man noch nicht einmal ansatzweise weiß, dass er existiert. Eigentlich ist Wolf ein ziemlich intelligenter Mensch. Aber wenn es ums Ausfüllen von Behördenanträgen oder anderen Formularen geht, eine totale Niete. Da sich für ihn die Logik dieser bescheuerten Fragen nicht erschließt, kreuzt er einfach irgendein Kästchen an. Fühlt sich an, als würde er einen Lottoschein ausfüllen, auf dem es natürlich keinen Gewinn gibt, sondern eventuell eine Arschkarte gezogen wird. Setzt seinen Kaiser Wilhelm und das Datum ordnungsgemäß darunter und tütet das Formular ein. Die können mich mal, denkt er sich und legt den Umschlag erst einmal beiseite, um sich einen Kaffee zu kochen. Dazu gibt es natürlich auch den von ihm heißgeliebten Keksschichtkuchen, den er genüsslich mit diesem  tollen Heißgetränk verzehrt. Ein stiller Genießer wie er es ist, nimmt sich gerne nach dieser anstrengenden Kopfarbeit eine kleine Auszeit, um sich von den behördlichen Strapazen zu erholen und die Nerven zu regenerieren.
Plötzlich klingelt unerwartet das Telefon. Nein nicht klingeln, sondern ein Muezzin ruft von seiner Mosche. Ein neuer Klingelton, den sich Wolf von Deledom heruntergeladen hat. Man glaubt wirklich, sich in anderen Gefilden zu befinden. Wolf drückt den kleinen, grünen Hörer seines uralten Handys und meldet sich mit „Moin!“. Keine Reaktion am anderen Ende der offenen Leitung. Nur ein lautes Gnazen und Rattern mit einem abschließenden Niiiiek ertönt.  Dann ist Funkstille. Wolf klopft mit seinem Zeigefinger demonstrativ an das kleine Sprecheingangsloch unterhalb des Handys und wartet ab, ob etwas geschieht. Plötzlich setzt dieses Geräusch erneut ein und zwar so höllisch laut, dass ihm fast das Trommelfell droht zu zerplatzen. „Was soll das?“, schreit er empört zurück und fuchtelt dabei wie wild mit seinem rechten Arm herum, so als könne ihn Jemand sehen. Sehr sinnvoll….. Ein leichtes Kribbeln und anschließendes Reißen lässt seinen Körper vor Schmerzen aufbäumen, denn aus seinem Handy formt sich eine riesige Häckselmaschine, um Wolf in seine Einzelteile zu zerfetzen. Literweise Blut, Knochen und Gewebeteile spritzen auf den modernen Chinateppich und decken ihn fast zu, so dass man das ursprüngliche Muster nicht mehr erkennen kann. Eigentlich hatte Wolf vor, den beiseite gelegten Umschlag durch einen Schredder Automaten zu jagen, um ihn der Vernichtung anheim fallen zu lassen. Das hat sich wohl jetzt erledigt. Dem Finanzamt wird es freuen, denn sie haben nun keine Arbeit mehr mit dem Überprüfen des Formulars, ob alles richtig angekreuzt wurde.
Wolf erwacht aus einem Albtraum, und Schweiß perlt ihm den gesamten Körper herunter. „Himmel und Hölle, war das gruselig“, bölkt er in sein neu gestaltetes Wohnzimmer und muss erst einmal seine Gedanken ordnen. Der Umschlag liegt immer noch separat auf einem anderen Tisch und langweilt sich dort. Selbst der Kaffee inklusive Kekskuchen steht da und wird bereits von Fliegen besiedelt. „Habe ich doch zu lange geschlafen?“, fragt er sich und streicht über seine langen, weißen Haare, die ihm bereits bis zum Hinterteil reichen.
Die Moral von der Geschicht‘: fülle gleich das Formular aus und schlafe nur so  lange nicht.
© Marlies Hanelt 8.November2014  
                       



 

Mittwoch, 5. November 2014

-EINEM KURIOSEN GEHEIMNIS AUF DER SPUR- Wo ist meine Batman Espressokanne?. SURREALISTIK

                 -Surrealistische Belletristik-
                   
     


Willkommen in meinem BLOGREICH zu einer weiteren fantastischen Surrealistik Geschichte.

So kann es wirklich mal passieren oder nicht?.


 

        Einem kuriosen Geheimnis auf der Spur
        Wo ist meine Batman Espressokanne?
Ein kalter, windiger Herbsttag neigt sich dem Ende zu, und ich möchte ihn mit einem kräftigen Espresso aus meiner Espressokanne abrunden und ausklingen lassen. Ein schwarzgelbes Batman Motiv ziert das Äußere. Der Griff ist passend zu den Flügeln des Flattermanns spitzwinkelig geformt. Die Büchse mit dem gemahlenen, aromatischen Espresso besitzt ein ebensolches Logo. Auch der Kaffeelöffel lässt nichts anderes zu. Alles ist eben völlig im Batman Design gestaltet. Dazu fällt mir noch ein, dass ich irgendwo ein Batman Kostüm herumzuhängen habe. Oder ist es etwa den Weg alles Irdischen gegangen?. Bei mir ist nichts unmöglich. Was soll es, im Moment interessiert mich nur mein leckerer Espresso und sonst weiter nichts. Demzufolge schreite ich lustvoll  in die Küche, um mir die Kanne vorzunehmen und den Boden mit Wasser zu füllen. Bin mit meinen Gedanken schon ein Stück weiter, da ich mir vorgenommen habe, zu lesen. Ein passendes Buch dazu sollte alles kongruent wirken lassen. Natürlich geht es in diesem Werk um Batman. Um wen sonst. Das Gewohnheitsprinzip setzt ein, denn ich weiß ja, wo die Kanne steht. Jedoch greift meine Hand ins Leere. Irritiert starre ich in die Richtung, wo die Kanne eigentlich immer stehen sollte. Macht sie aber nicht. Auch mein Blick fällt in die Leere. Alles ist leer. Na ja, sagen wir mal, halbleer.
¸Teufel noch mal, was geht hier eigentlich vor sich?“, wettere ich in die leere Küche. Noch nicht einmal der Herd ist vorhanden. Wo sonst der Kühlschrank steht, klafft ein großes Loch der Leere. Bin ich jetzt vom großen Nichts umzingelt oder hat mir irgendjemand nur einen Streich gespielt?, sinniere ich vor mir hin. Eventuell bin ich auch etwas erschöpft und mein übermüdetes Gehirn spielt mir einen grenzenlosen Possen, den ich in meiner Lage nicht gewillt bin zu akzeptieren. Offensichtlich befinde ich mich in einer zweiten Dimension, während meine Küche in der Realität weilt. Versuche alle Optionen abzuklappern, jedoch wollen die Gedanken nicht enden und setzen mich dementsprechend körperlich außer Gefecht. Muskelstarre macht sich breit, und ich fühle mich wie ein hartes, einbetoniertes Brett,  das man nur zum Bügeln benutzen kann. In diesem Moment vernehme ich ein Rascheln und dumpfe, langsame  Schritte nähern sich meiner Wenigkeit von Hinten. Das kann jetzt nicht sein, denke ich, und versuche mit großer Anstrengung meinen Kopf zu drehen. Pochende Schmerzen ziehen durch meinen gesamten Körper und manifestieren sich darin.  Gott, tut das höllisch weh!. Was ich jetzt mit weitaufgerissenen Augen erblicke, entbehrt sämtlicher, menschlicher Logik. Ein Bild von einem Mann steht da und hält einen beschrieben Zettel in der Hand, den er an seinem von sich gestreckten Arm hochhält.  Zwangsläufig frage ich mich, ob es ein Wunschtraum ist oder sich doch die Realität vor mir aufbaut?.  Jetzt beginnt er auch noch mit mir zu reden und zwar in einem ziemlich sonoren, tiefen Timbre in der Stimme, wie ich sie nur von Barry White kenne. ¸Gute Frau, lesen sie sich bitte den Text auf diesem Zettel durch“, bittet er mich höflich und setzt noch eins drauf. „Vor einiger Zeit haben sie mal diesen Wisch signiert“. „Es handelt sich hier um eine Abtretungserklärung für meinen Klon“. „Wenn sie nicht in der Lage sind, die bei mir vor einigen Jahren  aufgenommenen zweihundert Euro zurück zu zahlen, dann  kann er sich an ihren Küchengeräten nach Gutdünken bedienen“. „Ist das nun ihre Unterschrift oder hat die etwa ihr Klon geleistet?“, brüllt er mich jetzt ziemlich unhöflich an, während er im Takt mit dem Zeigefinger pausenlosauf dem Wisch herum tippelt. Seine Mimik wirkt so urkomisch, dass ich einfach schallend lachen muss. Da steht er nun und schaut mich fassungslos an. Das erzeugt in mir einen derart monströsen Lachkrampf, der mich von meiner Körperstarre erlöst und wieder einigermaßen bewegen lässt.
Zwar bin ich meine elementaren, heiß geliebten Geräte  los, habe aber einen guten Freund dazugewonnen. Wozu benötige ich noch die Batman Espressokanne, den Kühlschrank und die passenden Batman Löffel, inklusive Herd, wenn er mir ab jetzt den Kaffee kredenzen wird. Leider hat die Sache einen widerlichen Haken. Dieser smarte Mann schnippt mit dem Finger, und ich erwache aus einem Tagtraum, der es wirklich in sich hat. Irgendwie erfrischt blicke ich mich in der Küche um und entdecke, dass alles an Ort und Stelle steht. Ob ich nun doch endlich zu meinem Espresso aus der Batman Kanne komme?. Wer weiß, alles ist möglich oder auch nicht.
© Marlies Hanelt 5. November 2014          
 
   

Dienstag, 4. November 2014

--Bolzen Setzgerät oder Nagelpistole--. Neues aus meiner surrealistischen Birne...


                         
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Hallöchen meine lieben Blogleser, und ein Herzliches Willkommen auf meinem faccettenreichen Blog

                 
                    





Eine neue Geschichte aus meinem surrealistisch denkenden Gehirn hat den Weg hierhin gefunden. Unglaubliche Dinge geschehen manchmal mit gewissen Werkzeugen.
       So kann es eventuell funktionieren oder auch nicht>>>>




          Bolzen Setzgerät oder Nagelpistole?

                  Das ist hier die Frage 
Bei Lehmanns ist heute die Renovierung der gesamten Wohnung angesagt. Immerhin gilt es nicht nur die Wände zu tapezieren und die Decke farblich etwas zu verändern, sondern auch neue Küchenmöbel, Regale als auch Schränke bedürfen des Zusammenbaues. Vater Lehmann hat schon einmal vorab alle Teile aus den Kartons gezogen und auf dem Boden platziert. Nicht etwa geordnet, sondern einfach nur wirr auf dem rohen Holzboden verteilt. „Wo sind denn die Schrauben und Drehgewinde mit den Winkeleisen?“, bölkt er mit düsterer Miene durch die Gegend und wühlt dabei hektisch in den Pappkartons herum. Außer Styropor Platten, die als Stoßdämpfer dienen sollen, kann Vater Lehmann jedoch nichts weiter finden. „Zur Hölle!“, schreit er fassungslos. „Was denkt sich die Firma AKIA eigentlich dabei, mir solch einen Schrott zu schicken?“, setzt er das Wutszenario fort und bekommt sofort erhöhten Blutdruck, der sein Gesicht dunkelrot einfärbt. „Ist wenigstens die Aufbauanleitung dabei?“,  stellt er sich die logische Frage und kämpft wutentbrannt gegen drastisch einsetzende Blähungen an. So ist das eben mit Vater Lehmann. Immer wenn er sich dermaßen ärgert, beginnt sein Reizkolon das obszöne, windige Spiel.
„Muuuuutter!“, schreit er in Richtung Küche. „Bring mir bitte meine Antiblähtabletten und ein Glas Wasser, aber schnell!“. „Hast du irgendwo die Aufbauanleitung gesehen?“, wirft Vater Lehmann gleich die unlogische Frage hinterher. Wie könnte sie das!. Denn immerhin hat er ja die vielen Platten heraus genommen. Nichts geschieht. Keine Antwort, keine Tabletten und kein Wasser in Sicht. „Muuuuutter, wo bist du?“. „Schiet, alles muss man hier alleine machen!“. „Kann mir mal bitte Jemand behilflich sein und seinen gottverdammten Hintern ins Wohnzimmer bewegen!“, geifert er nun völlig außer sich, was diese schmerzenden, stechenden Blähungen auch nicht gerade besser macht. Inzwischen sieht Vater Lehmann wie ein Gasballon aus, der im Begriff ist zu platzen. Genau in diesem Moment fällt sein Blick auf ein kleines, weißes Heftchen, was sich zwischen den Holzplatten anscheinend verkrümelt hat. „Gott sei Dank, puh“, gibt er erleichtert mit einem Seufzer der Zufriedenheit von sich. Hoffnungsvoll blättert er in dieser Anleitung und beginnt die deutsche Version zu lesen. Darin steht folgendes.
-Danke, dass sie sich für unsere Möbel der Firma AKIA entschieden haben. Es handelt sich um futuristische Modelle, zu denen es weder Schrauben noch Nägel, Winkel und Drehgewinde gibt-. –Sie benötigen hierfür nur ein Bolzen Setzgerät und eine Nagelpistole-. –Sollten sie diese Geräte nicht in ihrem Haushalt verfügbar haben, können sie sich an unsere Hotline wenden und diese nachbestellen. Lieferung erfolgt dann spätestens in einer Woche, nach Eingang der Rechnung-. –Kreditkarten und Onlinebanking sind leider nicht möglich-. –Cash geht nur über eine Zusatzhardware, die sie ebenfalls bei uns bestellen können.-  -Sie erreichen uns tagsüber unter 0190999999, bis achtzehn Uhr-. (Legion 2,40€ im Minutentakt)–. -Danach steht für sie unser Automat unter derselben Rufnummer zur Verfügung und nimmt sehr gerne ihre Bestellungen entgegen-. –Bitte sprechen sie dort deutlich und langsam-.  –Wir wünschen ihnen noch viel Spaß mit unseren neuen, futuristischen Möbeln-.      IHRE FIRMA AKIA  KUNDENBERATUNG
Nun völlig aus der Fasson geraten, gibt es einen ohrenbetäubenden Knall und Vater Lehmanns hinteres Bolzen Setzgerät schleudert sämtliche gewünschten Schrauben, Drehgewinde und Winkeleisen hinaus, die sich in die Wand bohren und dort stecken bleiben. Erleichtert dreht er sich um, und auch die Nägel donnern mit hoher Geschwindigkeit aus seiner Nagelpistole. Zwar sind die Möbel immer noch nicht aufgebaut, aber wenigstens haften die Tapeten und können sich Jahrzehnte lang dort halten. Zudem sorgt das Dübel Dekor für illustre Heiterkeit, was man keineswegs verachten sollte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht kriecht Vater Lehmann auf allen Vieren durch die Wohnung und sucht seine Frau. Wäre er nicht inzwischen verstorben, müsste der gute Mann noch heute suchen.
Die Moral von der Geschicht‘. Kaufe deine Möbel bei AKIA nicht. Unter Umständen wird die nachfolgende Pein, deine sein.
©Marlies Hanelt 4.November2014      

Sonntag, 2. November 2014

(R)Einfalls-(r)Reich Nur eine Falltür oder was?. Surrelistische Belletristik aus meiner hölzernen Gehirnkiste.

                         
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Hallöchen und Willkommen in meinem aussergewöhnlichen Reich des Facettenhaften.

Eine ziemlich kreative als auch bescheuerte Geschichte wartet auf euch. Herrrlich, diese Surrealistik.Einfallsreich oder das Reinfalls Reich?. Das ist hier die Frage. Viel Vergnügen.




                   (R)Einfalls-(r)Reich?
                 Nur eine Falltür oder was?
Der Tag beginnt des Morgens mit einem ausgiebigen Frühstück, zu dem ich in keinster Weise gestört werden möchte. Der vorab aufgebrühte Kaffee dampft in der Tasse und verbreitet  sein intensives Aroma im gesamten Wohnzimmer. Herrrrrlich!. Entspannung pur, auf die ich nicht wirklich verzichten kann. Der Duft von frisch getoasteten Brötchen weckt die Sinne in mir. Halbfettmargarine, Käse und Johannisbeer Marmelade komplettieren dieses opulente Menü in seiner vollendeten Kreativität. Zumindest empfinde ich es so. Ich schaue völlig entspannt und genüsslich kauend auf meine Wanduhr.  Der kleine Zeiger steht auf der Acht und der große auf Zwölf. Demzufolge ist es Acht Uhr. Wow, dass ich schon am Morgen klar denken kann, lässt den Tag einfach gut werden.  
Mit Hochgenuss widme ich mich meinem sensationellen Frühstück und bemerke nicht wirklich, dass die Zeit vergeht und ich noch viele Dinge zu erledigen habe. Immerhin liegt der ganze Tag noch vor mir. Irgendwann bin ich fertig, erhebe mich gedankenverloren von meinem bequemen Ohrenledersessel  und will den Tisch abräumen. Rein zufällig fällt mein Blick auf die antike Wanduhr. Das Ziffernblatt besitzt ein Matt Gold schimmerndes Design in exklusiver Optik, was noch von einer schwarzen, verschnörkelten Holzeinrahmung getoppt wird. Dieses klassische Ding hebt sich definitiv vom Wohnzimmermobiliar extrem ab. Das ganze Ambiente drückt  irgendwie meine innere Befindlichkeit aus. –Durcheinander-.
Es ist immer noch Acht Uhr. Wie kann das sein?, denke ich und beginne heftig zu zweifeln. Ist die Batterie leer oder will mir Jemand nur einen Schabernack spielen?.   Niemand ist in der Wohnung, außer meine Wenigkeit. Somit ergibt das Alles keinen Sinn. In diesem Moment schellt es an der Wohnungstür. Noch immer verwirrt schlendere ich, nur bekleidet mit Morgenmantel und Hausschuhen zur besagten Tür, um sie zu öffnen. Niemand steht auf dem Podest. Also schließe ich diese, um mich hernach über den Abwasch her zu machen. Diese heutigen, blöden Spülmittel sind auch nicht mehr das was sie einmal waren, denke ich beiläufig, denn es bildet sich einfach kein Schaum. Also schütte ich noch etwas nach. Nichts geschieht. Das Spülwasser ist und bleibt klar. Es hätte wohl wenig Sinn den restlichen Inhalt der Flasche hinein zu kippen. Also wird es tunlichst unterlassen, entscheide ich spontan. Plötzlich gibt die Türklingel wieder diesen schrecklich lauten, anhaltenden Ton von sich, woraufhin ich entnervt zur Tür eile und sie zögerlich einen Spalt breit öffne. Wieder steht Niemand davor. „Ja zum Teufel, wer will da was von mir?“, bölke ich aus voller Kehle in die eiskalte Luft des Hauspodestes. Der ist so weiträumig, dass ein Echo erzeugt wird. „Was von mir, mir, …ir!“, schallt es zurück.
Als ich die Tür wieder schließen will, knarrt es erbärmlich und mir läuft ein Schauer über den Rücken, der meine kleinen Härchen aufrecht stehen lässt. Es hört sich an, als würde Irgendjemand eine eiserne, verrostete Klappe öffnen. Ein Horror Streifen könnte nicht gruseliger sein, als sich vor der Wohnungstür der Boden wölbt und wirklich eine rechteckige Klappe mit intensiviertem Geräusch formt und langsam öffnet. Ihr entsteigen zwei dunkel gekleidete Gestalten, deren Klamotten eine gewisse Ähnlichkeit mit der Uniform eines allseits bekannten Paketdienstes besitzen. Nicht wirklich oder?, frage ich mich und beginne an meinem Verstand zu zweifeln. „Wer sind sie?“, stelle ich die ziemlich bescheuerte Frage, weil mir nichts anderes dazu einfällt. Tatsache bekomme ich eine Antwort, unglaublich. „Liebe Frau Hanelt“, eröffnet der eine Typ das Gespräch. „Sie haben zu ihrer normalen Klingel noch einen eisernen Löwenknauf an der Tür montiert, unter dem ein Hinweis auf Papier angepinnt ist“. „Darauf  steht, -Hier klopfen-“. „Habe ich auch getan, nur leider öffnet sich eine Klappe  am Fußboden und hat uns verschlungen“. „Ist das jetzt ihr neuer Einfall zu der Version Falltür?“, schreit er mich zornig an. Was soll ich nur darauf antworten?.  „Wer sonst, wenn nicht ich, guter Mann!“, entgegne ich in meiner amüsanten, lässigen Art. „Ich beuge der Einfältigkeit vor, indem immer wieder neue Ideen für Makabres mein Hirn durchströmen und auch umgesetzt werden wollen“. Ein hämisches, listiges Grinsen fliegt für einen kurzen Moment über mein Gesicht und lässt es teuflisch wirken. Ob diese Paketzusteller jemals noch einmal hier klopfen und auch klingeln werden, steht in den Sternen. Wer weiß, was ich als nächstes aushecke?.   Niemand ist vor mir sicher. Vielleicht kommt demnächst eine Faust auf einer Feder durch das kleine Guckloch, was man als Spion bezeichnet?. Könnte durchaus sein.  
© Marlies Hanelt 2.November2014
    
   



Dienstag, 28. Oktober 2014

-Ekliger Madeneierbefall- Mein neues GENRE Surrealistischer Horrorekel

                           
(Bild von Pixabay in Public Domain, ohne Text)
http://pixabay.com/


Hallo und Willkommen auf meinem Blog
               --Haneltmania--

zu einer neuen Geschichte im Genre 
      Surrealistischer Horrorekel

Die surrealistische Belletristik bietet mir die Möglichkeit, euch immer wieder mit neuen Ideen zu versorgen. Ich sage immer: nichts ist so beständig wie der Wechsel. Darum lasst euch von mir erneut in eine facettenreiche, surrealistische Welt entführen.


                   MADENEIERBEFALL
So gar kein prickelndes Gefühl, wenn im Spätherbst das Wetter nicht einmal ansatzweise weiß, wie es sich zu benehmen hat. Es ist unstet und schwankt permanent. Mal ist es noch warm, dann am nächsten Tag wieder etwas kälter. Temperaturschwankungen von fünf Grad sind da keine Seltenheit. Manchmal scheint auch die Sonne, und dann gießt es plötzlich wie aus Mollen, so als würde Petrus eine Blasenentzündung haben. Diese Wetterphänomene sind oft begleitet von eiskalten Stürmen, die einem draußen das Laufen ziemlich erschweren. Eingemummelt in warme Kleidung fühlt es sich an, als täte jemand von hinten schieben. Also gehe ich erst gar nicht ins Freie. Bleibe einfach in meinem warmen Nest, schließe die Fenster und lasse es mir gut gehen. Tödliche Stille beginnt sich in diesem Moment aufzubauen, die nichts Gutes ahnen lässt. Ach was, denke ich mir und ignoriere dieses Gefühl von Beklommenheit. Was gibt es da Besseres, als sich etwas Müsli mit Milch zuzubereiten. Natürlich darf auch der Nachmittagskaffee nicht fehlen, der alles komplettiert. Der Duft von frisch gemahlenem Bohnenkaffee, den ich bewusst durch meine weitgeöffneten Nasenlöcher inhaliere, breitet sich in der gesamten Wohnung aus, und ich bin im Gleichgewicht mit Seele und Körper.
Minuten später sitze ich auf meiner bequemen, schwarzen Ledercouch im modernen, geradlinigen Design. Blättermuster in der Farbe maute ziert die extrem weiche Oberfläche. Jetzt gönne ich mir erst einmal mein supertolles, geiles Menü. Völlig versunken in diese Aktivität, vernehme ich plötzlich ein leises Geräusch, was sich wie trappeln anhört. Seltsam, denke ich, bin doch alleine. Über den Rand meiner heruntergezogenen Brille erspähe ich für einige Sekunden eine schemenhafte, kleine Gestalt mit einem gezackten Schwanz, als sie auch schon wieder verschwindet. Abrupt hört das Geräusch auf und wird von einem Piepsen abgelöst. Irritiert schüttele ich den Kopf, so als hätte meine Wahrnehmungsfähigkeit gelitten und esse ruhig weiter. Vielleicht bin ich auch nur etwas überarbeitet?, denke ich beiläufig.