Donnerstag, 20. November 2014

-KNALLFROSCH- Ein Schelm, wer sich überhaupt etwas dabei denkt... SURREALISTISCHE BELLETRISTIK




                         

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                                Knallfrosch 
Ein Schelm, wer sich überhaupt etwas dabei denkt…
Ich werfe mal eine Frage in die Userrunde. „Was ist ein Knallfrosch?“. „Nun, das ist ganz einfach“, werdet ihr antworten. „Das Ding sieht nicht wirklich aus wie ein Frosch, aber veranstaltet einen höllischen Lärm, wenn man die Lunte anzündet und dieses Teil hernach explodiert“. „Wird überwiegend in der Sylvester Zeit genutzt, um böse Geister zu vertreiben“. „Richtig!“, gebe ich euch zur Antwort. „Aber weshalb eigentlich …Frosch?“. Die Erklärung hierzu kommt, prompt. Der Knallfrosch explodiert nicht nur, sondern hüpft einige Male in großem Bogen über das Terrain. Machen Frösche doch auch oder?. Wer jetzt also in dieser Zeit  mit kürzerer Bekleidung durch die Gegend wandelt, kann diesen Knallfrosch durchaus bis tief in seine Genitalien herein katapultiert bekommen und auch spüren.
Wer also in diesem Bereich sehr empfindsam ist, kann das durchaus für sich nutzen oder streift einfach lange Hosen über, um diese Problematik auszuschließen. Nun ja, explodieren sollte der Knallfrosch nicht wirklich, denn der Effekt wäre, dass er alles zerreißt, was sich in seinem näheren Umfeld befindet. Große Löcher entstünden als auch zerfetzte, molluske Gemächte, deren Herkunft nicht mehr zu erkennen ist.
Völlig aus ihrer Form gehoben,
sie in Windeseile zerstoben.
Nie wieder zusammengesetzt,
kommen sie daher und zwar zerfetzt.
Sind nicht mehr zu erkennen,
darum kann man diese nicht wirklich benennen.

Ansatzweise nur empfehlenswert für perfide veranlagte Menschen, denen es nach einem bestimmten KICK gelüstet. Sollte darum der KNALLFROSCH nun ganzjährig zu kaufen sein?.  Eine Überlegung ist es aber wert oder?.
Liebe Leute, dies soll keine Empfehlung von mir für diese Gruppe von illustren Menschen sein, sondern ist nur ein abgefahrener Gedanke in meinem Gehirn. Nachahmungen nicht wünschenswert. Ich rate tunlichst davon ab, denn wer möchte schon ohne Unterleib herumlaufen.
© Marlies Hanelt 20.November2014   
Eure ADMINA Marlies Hanelt  
MIT GÜTEZEICHEN   

                 
  
                       

Samstag, 15. November 2014

-Was geschieht, wenn Lebensmittel mit einem reden?- Skurrile Alltagsgeschichten und Wahnsinn.




                      
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        Hallöchen, meine lieben Blogleser

Es ist wieder einmal soweit. Eine neue Geschichte aus den -alltäglichen, skurrilen Alltagsgeschichten- möchte von euch gelesen werden.
Ich identifiziere mich total mit dem Inhalt, da ich dieses Problem, durch meinen Diabetes bedingt, leider nur allzu gut kenne. Ich habe sie natürlich mit Humor gewürzt, denn anders kann man diesem Problem nicht Herr werden. Manchmal geschieht es aber auch so.......



Was geschieht, wenn Lebensmittel mit einem reden?

Gitte hat sich vorgenommen, ein paar Kilos abzunehmen. Eigentlich kein Problem, denn wirklich verzichten muss sie ohnehin nicht. Es gibt sehr viele Lebensmittel, die ihr nicht wirklich munden, eher einen Ekel in ihr erzeugen. Wenn man sich die Inhaltsangaben der einzelnen Produkte anschaut, kann einem schon übel werden. Manchmal lesen sich diese wie die Wirkstoffe auf Medikamentenpackungen. Carbonate sind da noch normal, da es sich um Kohlenhydrate handelt. Maltodextrose ist ein Zuckeraustauschstoff, Sorbit ein abführender Zuckerersatzstoff, wenn man ihn in größerer Menge verzehrt. Nur, wer ließt sich schon das Kleingedruckte durch?.  Gitte jedenfalls nicht. Ach ja, da gibt es noch diese Nitrite und Nitrate, die ein Lebensmittel haltbar machen sollen und leicht rosa einfärben. Auf grausige Chemiekeulen verzichten, dürfte darum wirklich kein Thema sein. Aber was Gitte definitiv höllisch schwer fällt, ist der Verzicht auf ihre heißgeliebten Nudeln, Milchcremeschokoladen und Keksmischungen. Die gibt es sogar für ziemlich wenig Euros, wenn man ein Billigprodukt eines Supermarktes wählt, welches so sonderbare Namen trägt wie, -Kauf ich doch- oder –Die Schwarzen- und auch –Geil und lecker-. (Namen sind von mir leicht abgeändert).
Wenn Gitte sich etwas vornimmt, zieht sie das auch bis zum bitteren Ende durch und zwar knallhart sich selbst gegenüber. Immerhin soll der Abnahmeprozess ja von Erfolg gekrönt sein. Erst einmal heißt es einkaufen gehen und die geliebten Lebensmittel in den Regalen zu umschiffen. Bedeutet, ignorieren und daran vorbeilaufen. Sie wirft sich ihren Wintermantel über, setzt die Wollmütze auf und zieht sich die schwarzen Lederstiefel an. Schnell noch die kleine, schwarze Einkaufstasche geschnappt, in der vorsorglich das Portemonnaie und die Schlüssel liegen. Dann geht es auf zum Supermarkt um die Ecke. Diesmal trällert sie kein Liedchen vor sich hin, sondern setzt eine verbitterte Mimik auf. Irgendwie ärgert sie dieser banale Einkauf schon jetzt. Darum heißt die Taktik,- Rein, Einkaufswagen schnappen, vier fettreduzierte Lebensmittel wählen, zur Kasse und raus in die Freiheit.
Jedoch kommt es ersten anders, als man zweitens denkt.
Langsam schlurft Gitte, den Einkaufswagen gelangweilt vor sich herschiebend, durch die Gänge des Supermarktes. Verflucht, denkt sie sich. Warum müssen die Spacken jedes mal die Waren woanders deponieren?.  Ein Gefühl von –Ich werde alle  meucheln, die nur ein Lebensmittel mehr im Wagen  haben als ich- macht sich in ihrem Inneren breit. Trägt logischerweise nicht gerade dazu bei, die ganze Aktion locker zu sehen. Ja wie auch. Selbstzweifel machen sich in ihrem malträtierten Gehirn breit, und Gitte ist sich nicht sicher, ob sie diese Abnahmeprozedur nicht auf nächstes Jahr verlegen soll. „Nein, das ziehe ich jetzt volles Rohr durch, komme was da wolle!“, bölkt sie durch den Gang des Supermarktes. Erschrocken drehen sich ein paar gut gepolsterte Menschen um und wissen nicht so recht mit dieser Aussage etwas anzufangen. Einige lächeln wider Willen. Andere blicken wiederum fassungslos in ihre Richtung und tippen sich mit dem Zeigefinger an die Schläfe, so als wollten sie ihren Gedanken damit mehr Ausdruck verleihen.
In diesem Moment bleibt Gitte an den Regalen mit den Kekstüten wie angewurzelt stehen. Bunte Verpackungen, auf denen der Inhalt demonstrativ abgebildet ist, fordern Gitte auf, einen Dialog mit ihnen zu führen. „Hallo Gitte, schau mal wie wir uns präsentieren!“. „Du magst uns doch oder etwa nicht?“. Ein Regal weiter unten beginnt eine riesige Kekspackung zu schwafeln. „Ich bin für dich wie gemacht, Gitte!“. „Kaufe lieber mich, denn ich verspreche dir Genuss pur!“. Ein Regal weiter reihen sich die Nudeln in dieses absonderliche Gespräch ein und turteln was die Tüte hergibt. Eine übergroße Vollkornnudelpackung mischt sich ein und lächelt dabei provokativ.  Ihre Stimme klingt zwar obszön, aber dennoch weich und anheimelnd. „Hallooooooo Gitte, willkommen im Nudelreich!“, wispert diese förmlich vor sich hin. „Ich verspreche dir Glückseligkeit und Wohlbefinden!“. „Nimm mich, krall mich und mache mich zu deinen Lieblingsnudeln!“, fordert sie Gitte auf. Gitte glaubt ihren Ohren einfach nicht trauen zu können und hält kurz inne. „Das kann nicht sein!“, poltert sie unwillkürlich heraus. „Ihr seid wohl des Wahnsinns kesse Beute!“, legt sie noch einen drauf, und kleine, salzige Schweißperlen beginnen ihr vor Angst die Stirn herunter zu rollen und final auf dem Mantel zu zerplatzen.
„Wisst ihr was, das geht mir an einem ganz bestimmten Körperteil vorbei!“. Ihr Timbre nimmt jetzt an Intensität zu, und Gittes Gesicht beginnt sich vor lauter Rage rot einzufärben. Hastig greift sie nach der bunten Kekspackung und der Nudeltüte. Hält sie nur für einige Sekunden in den Händen und stellt sie wieder ins Regal zurück. „Gitte, das kannst du mit uns nicht machen wollen!“, schreien die Kekse als auch die Nudeltüte. „Sofort stellst du uns in den Einkaufswagen!“, kommt der drohende Befehl. „Pah, nix da!, ihr bleibt wo ihr seid!“. „Ich komme ganz gewiss ohne euch aus!“. „Ich bin stark!“. Kekspackungen und Nudeltüten beginnen höhnisch zu lachen und halten sich ihre Tüten Bäuche. „Wers glaubt wird seelig!“, rufen die Verpackungen und Tüten, so als hätten sie sich diesen Satz abgesprochen.
„Ihr seid alle doof, ist euch das bewusst?“, dröhnt Gittes Frage durch den Gang und verhallt letztendlich an der Kasse. Erleichtert legt Gitte nur zwei Produkte auf das Band. Glaubt sie zumindest. Die Kassiererin zieht Magerquark, Magermilch, eine Packung Brot light, zwei Kekspackungen und drei Tüten Nudeln über den Scanner…………
                             --ENDE—
Eigentlich sollte von mir final eine Moral zu dieser Geschichte kommen. Vielleicht fällt euch eine ein?...
© Marlies Hanelt 15.November2014    

Eure Admina Marlies Hanelt                
  
                       

 

Samstag, 8. November 2014

-Nur ein Schredder Automat oder doch eine Häckselmaschine?- Surrealistic für Fortgeschrittene


                        
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Hallöchen in meinem Reich der unendlichen
                  - Fantasien -
                 der Surrealistic
 Seid mir Herzlich gegrüßt. Ich lade euch wieder einmal ein, diesen zu folgen. Viel Vergnügen. Der Wahnsinn lauert auf meinem Blog in jeder story.




Nur ein Schredder Automat  oder doch eine

                       Häckselmaschine?
Wolf blickt wie immer mit böser Mimik auf einen DINA4 Wisch, den er wie jedes Jahr von seinem Finanzamt zugeschickt bekommt. Diese blöden als auch sinnlosen Beamtensätze, in denen es immer wieder ans persönliche Eingemachte geht, nerven ihn und reizen seine ohnehin gestressten Nerven bis zum Äußersten, bis sie zerbersten. Ein Hauptsatz und fünf Nebensätze werden immer unlogischer, je öfter man sie sich reinzieht. Dadurch wirken diese Bandwürmer von Verschachtelungssätzen ziemlich konfus. Das ist natürlich Absicht dieser geldgierigen Behörde, damit man sein Kreuz an der eventuell verkehrten Stelle einer Frage setzt. Pro Frage gibt es meistens mehrere Optionen, die man zur Auswahl hat. Ist man dann final mit dem Fragebogen fertig, muss man dann mit seiner Unterschrift bestätigen, dass man alles wahrheitsgemäß angekreuzt hat. Wer kennt diesen Satz  nicht?. –Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen von mir ausgefüllt wurden-.   
Manchmal wird man dann etwas unsicher, weil die Fänge des Finanzamts eventuell zugreifen könnten, wenn sich ein nicht beabsichtigter Fehler eingeschlichen hat, von dem man noch nicht einmal ansatzweise weiß, dass er existiert. Eigentlich ist Wolf ein ziemlich intelligenter Mensch. Aber wenn es ums Ausfüllen von Behördenanträgen oder anderen Formularen geht, eine totale Niete. Da sich für ihn die Logik dieser bescheuerten Fragen nicht erschließt, kreuzt er einfach irgendein Kästchen an. Fühlt sich an, als würde er einen Lottoschein ausfüllen, auf dem es natürlich keinen Gewinn gibt, sondern eventuell eine Arschkarte gezogen wird. Setzt seinen Kaiser Wilhelm und das Datum ordnungsgemäß darunter und tütet das Formular ein. Die können mich mal, denkt er sich und legt den Umschlag erst einmal beiseite, um sich einen Kaffee zu kochen. Dazu gibt es natürlich auch den von ihm heißgeliebten Keksschichtkuchen, den er genüsslich mit diesem  tollen Heißgetränk verzehrt. Ein stiller Genießer wie er es ist, nimmt sich gerne nach dieser anstrengenden Kopfarbeit eine kleine Auszeit, um sich von den behördlichen Strapazen zu erholen und die Nerven zu regenerieren.
Plötzlich klingelt unerwartet das Telefon. Nein nicht klingeln, sondern ein Muezzin ruft von seiner Mosche. Ein neuer Klingelton, den sich Wolf von Deledom heruntergeladen hat. Man glaubt wirklich, sich in anderen Gefilden zu befinden. Wolf drückt den kleinen, grünen Hörer seines uralten Handys und meldet sich mit „Moin!“. Keine Reaktion am anderen Ende der offenen Leitung. Nur ein lautes Gnazen und Rattern mit einem abschließenden Niiiiek ertönt.  Dann ist Funkstille. Wolf klopft mit seinem Zeigefinger demonstrativ an das kleine Sprecheingangsloch unterhalb des Handys und wartet ab, ob etwas geschieht. Plötzlich setzt dieses Geräusch erneut ein und zwar so höllisch laut, dass ihm fast das Trommelfell droht zu zerplatzen. „Was soll das?“, schreit er empört zurück und fuchtelt dabei wie wild mit seinem rechten Arm herum, so als könne ihn Jemand sehen. Sehr sinnvoll….. Ein leichtes Kribbeln und anschließendes Reißen lässt seinen Körper vor Schmerzen aufbäumen, denn aus seinem Handy formt sich eine riesige Häckselmaschine, um Wolf in seine Einzelteile zu zerfetzen. Literweise Blut, Knochen und Gewebeteile spritzen auf den modernen Chinateppich und decken ihn fast zu, so dass man das ursprüngliche Muster nicht mehr erkennen kann. Eigentlich hatte Wolf vor, den beiseite gelegten Umschlag durch einen Schredder Automaten zu jagen, um ihn der Vernichtung anheim fallen zu lassen. Das hat sich wohl jetzt erledigt. Dem Finanzamt wird es freuen, denn sie haben nun keine Arbeit mehr mit dem Überprüfen des Formulars, ob alles richtig angekreuzt wurde.
Wolf erwacht aus einem Albtraum, und Schweiß perlt ihm den gesamten Körper herunter. „Himmel und Hölle, war das gruselig“, bölkt er in sein neu gestaltetes Wohnzimmer und muss erst einmal seine Gedanken ordnen. Der Umschlag liegt immer noch separat auf einem anderen Tisch und langweilt sich dort. Selbst der Kaffee inklusive Kekskuchen steht da und wird bereits von Fliegen besiedelt. „Habe ich doch zu lange geschlafen?“, fragt er sich und streicht über seine langen, weißen Haare, die ihm bereits bis zum Hinterteil reichen.
Die Moral von der Geschicht‘: fülle gleich das Formular aus und schlafe nur so  lange nicht.
© Marlies Hanelt 8.November2014  
                       



 

Mittwoch, 5. November 2014

-EINEM KURIOSEN GEHEIMNIS AUF DER SPUR- Wo ist meine Batman Espressokanne?. SURREALISTIK

                 -Surrealistische Belletristik-
                   
     


Willkommen in meinem BLOGREICH zu einer weiteren fantastischen Surrealistik Geschichte.

So kann es wirklich mal passieren oder nicht?.


 

        Einem kuriosen Geheimnis auf der Spur
        Wo ist meine Batman Espressokanne?
Ein kalter, windiger Herbsttag neigt sich dem Ende zu, und ich möchte ihn mit einem kräftigen Espresso aus meiner Espressokanne abrunden und ausklingen lassen. Ein schwarzgelbes Batman Motiv ziert das Äußere. Der Griff ist passend zu den Flügeln des Flattermanns spitzwinkelig geformt. Die Büchse mit dem gemahlenen, aromatischen Espresso besitzt ein ebensolches Logo. Auch der Kaffeelöffel lässt nichts anderes zu. Alles ist eben völlig im Batman Design gestaltet. Dazu fällt mir noch ein, dass ich irgendwo ein Batman Kostüm herumzuhängen habe. Oder ist es etwa den Weg alles Irdischen gegangen?. Bei mir ist nichts unmöglich. Was soll es, im Moment interessiert mich nur mein leckerer Espresso und sonst weiter nichts. Demzufolge schreite ich lustvoll  in die Küche, um mir die Kanne vorzunehmen und den Boden mit Wasser zu füllen. Bin mit meinen Gedanken schon ein Stück weiter, da ich mir vorgenommen habe, zu lesen. Ein passendes Buch dazu sollte alles kongruent wirken lassen. Natürlich geht es in diesem Werk um Batman. Um wen sonst. Das Gewohnheitsprinzip setzt ein, denn ich weiß ja, wo die Kanne steht. Jedoch greift meine Hand ins Leere. Irritiert starre ich in die Richtung, wo die Kanne eigentlich immer stehen sollte. Macht sie aber nicht. Auch mein Blick fällt in die Leere. Alles ist leer. Na ja, sagen wir mal, halbleer.
¸Teufel noch mal, was geht hier eigentlich vor sich?“, wettere ich in die leere Küche. Noch nicht einmal der Herd ist vorhanden. Wo sonst der Kühlschrank steht, klafft ein großes Loch der Leere. Bin ich jetzt vom großen Nichts umzingelt oder hat mir irgendjemand nur einen Streich gespielt?, sinniere ich vor mir hin. Eventuell bin ich auch etwas erschöpft und mein übermüdetes Gehirn spielt mir einen grenzenlosen Possen, den ich in meiner Lage nicht gewillt bin zu akzeptieren. Offensichtlich befinde ich mich in einer zweiten Dimension, während meine Küche in der Realität weilt. Versuche alle Optionen abzuklappern, jedoch wollen die Gedanken nicht enden und setzen mich dementsprechend körperlich außer Gefecht. Muskelstarre macht sich breit, und ich fühle mich wie ein hartes, einbetoniertes Brett,  das man nur zum Bügeln benutzen kann. In diesem Moment vernehme ich ein Rascheln und dumpfe, langsame  Schritte nähern sich meiner Wenigkeit von Hinten. Das kann jetzt nicht sein, denke ich, und versuche mit großer Anstrengung meinen Kopf zu drehen. Pochende Schmerzen ziehen durch meinen gesamten Körper und manifestieren sich darin.  Gott, tut das höllisch weh!. Was ich jetzt mit weitaufgerissenen Augen erblicke, entbehrt sämtlicher, menschlicher Logik. Ein Bild von einem Mann steht da und hält einen beschrieben Zettel in der Hand, den er an seinem von sich gestreckten Arm hochhält.  Zwangsläufig frage ich mich, ob es ein Wunschtraum ist oder sich doch die Realität vor mir aufbaut?.  Jetzt beginnt er auch noch mit mir zu reden und zwar in einem ziemlich sonoren, tiefen Timbre in der Stimme, wie ich sie nur von Barry White kenne. ¸Gute Frau, lesen sie sich bitte den Text auf diesem Zettel durch“, bittet er mich höflich und setzt noch eins drauf. „Vor einiger Zeit haben sie mal diesen Wisch signiert“. „Es handelt sich hier um eine Abtretungserklärung für meinen Klon“. „Wenn sie nicht in der Lage sind, die bei mir vor einigen Jahren  aufgenommenen zweihundert Euro zurück zu zahlen, dann  kann er sich an ihren Küchengeräten nach Gutdünken bedienen“. „Ist das nun ihre Unterschrift oder hat die etwa ihr Klon geleistet?“, brüllt er mich jetzt ziemlich unhöflich an, während er im Takt mit dem Zeigefinger pausenlosauf dem Wisch herum tippelt. Seine Mimik wirkt so urkomisch, dass ich einfach schallend lachen muss. Da steht er nun und schaut mich fassungslos an. Das erzeugt in mir einen derart monströsen Lachkrampf, der mich von meiner Körperstarre erlöst und wieder einigermaßen bewegen lässt.
Zwar bin ich meine elementaren, heiß geliebten Geräte  los, habe aber einen guten Freund dazugewonnen. Wozu benötige ich noch die Batman Espressokanne, den Kühlschrank und die passenden Batman Löffel, inklusive Herd, wenn er mir ab jetzt den Kaffee kredenzen wird. Leider hat die Sache einen widerlichen Haken. Dieser smarte Mann schnippt mit dem Finger, und ich erwache aus einem Tagtraum, der es wirklich in sich hat. Irgendwie erfrischt blicke ich mich in der Küche um und entdecke, dass alles an Ort und Stelle steht. Ob ich nun doch endlich zu meinem Espresso aus der Batman Kanne komme?. Wer weiß, alles ist möglich oder auch nicht.
© Marlies Hanelt 5. November 2014