Dienstag, 26. Mai 2015

-BUCHVORSTELLUNG ZUM ERSTEN TEIL EINES SOZIALPROJEKTS DES KARINA VERLAGES.- Vergessene Flügel


                         
(Bild gesponsert von Toni Schiffgens)


Hallöchen und Willkommen in meinem Reich der facettenhaften Beiträge.  Denn immerhin steht mein Blog mit seinem NAMEN HANELTMANIA, MEIN FACETTENREICH- jedem zur Verfügung, der gerne facettenreich stöbert. Natürlich auch allen ANDEREN.

Es wieder einmal Zeit für eine Buchvorstellung

 Karin Pfolz hat es sich zur Aufgabe gemacht, als INHABERIN des Karina Verlags, und im Verbund mit Autoren/innen, Musikern und anderen Künstlern, diverse soziale Projekte zu unterstützen und mit den unterschiedlichsten Gemeinschaftswerken auch zu finanzieren. Der Name:
      -Respekt für dich-

Ein neues Projekt schwebte ihr vor. 60 Autoren/innen sollten gemeinschaftlich an einem Roman, mit jeweils einem Kapitel beteiligt, daran schreiben. Ein wirklich fast aussichtsloses Unterfangen. Jedoch nicht, wenn die Künstler an einem Strang ziehen und respektvoll miteinander umgehen. Den Zweiflern konnte sie das Gegenteil beweisen, denn der erste Teil des Romans ist bereits veröffentlicht und auf Amazon mit seinen 200 Seiten als Print zu bestellen.

http://www.amazon.de/Vergessene-Fl%C3%BCgel-Buch-Sechzig-Autoren/dp/3903056405/ref=sr_1_17?s=books&ie=UTF8&qid=1432638925&sr=1-17&keywords=Vergessene+Fl%C3%BCgel 

die ausstehenden 36 Autoren hauen inzwischen mächtig in die Tasten, um den zweiten Teil zu finalisieren und euch Lesern präsentieren zu dürfen. 

Danke auch an Karin Pfolz, den Lektoren/innen und teilnehmenden Künstlern/innen, für die wirklich immense Arbeit, die aber auch Spaß gemacht hat. Kinder sind und bleiben nun einmal unsere Zukunft. Dafür lohnt es sich immer. 

Unterstützt darum mit dem Kauf des Buches dieses Projekt, denn den Kindern soll noch eine entspannte, gesunde Zukunft bevorstehen. 

Eure Admina Marlies Hanelt

Samstag, 23. Mai 2015

-ES IST EINFACH DIE BESSERE TAKTIK...- Real Story aus der Familienchronik.


(Picture fro, Pixabay in Üublic Domain)

http://pixabay.com/ 


Willkommen in meinem Facettenreich, zu einer neuen REAL STORY aus den Familienchroniken



Es ist einfach die bessere Taktik…
…wenn einem die doch schon sehr geschrumpfte Familie, wieder einmal entsetzlich, fürchterlich mit ihren obskuren Ansichten drangsaliert und in den Rücken fällt. Denn mit Worten wehren hätte absolut keinen Sinn mehr, da sie in ihrer eigenen, zurechtgebastelten Welt leben. Auch konstruktive Kritik verhallt im Nirgendwo und wird noch nicht einmal ansatzweise angenommen. Wozu auch!. Ganz alte Menschen haben immer Recht, da sie es so für sich verinnerlicht haben und auch beanspruchen. Das Denken fällt bereits schon ziemlich schwer, und somit sollte man es tunlichst vermeiden, mit wilden Erklärungen daher zu kommen, obwohl diese durchaus angebracht sind. Demzufolge muss man sich Luft in anderer Richtung verschaffen. Eine Perspektive bietet sich immer. Das Fantasiereich ist voll von Gedanken, die den Menschen in solchen Situationen helfen, wieder nervlich runter zu kommen. Gepaart  mit der richtigen, dementsprechend passenden Mimik, erzeugt man ein inneres –Leck mich am Arsch Gefühl-. So soll es auch sein. Worte können verletzen, bis hin im metaphorischen Sinne tödlich wirken. Das habe ich alles durch und würde euch eine supertolle Taktik vorschlagen, wie ihr euch diesen fokussierten Machtspielchen auf einer anderen Ebene entziehen könnt.
Liebe Leser, ihr werdet schon bemerkt haben, dass ich von meiner kleinen Familie schreibe.  Genau zu diesem Thema hatte ich schon in einer Valentinsanthologie des Mondschein Corona Verlages etwas beigetragen. Biografisch authentisch. Titel: --Liebe ist, manchmal auch schmerzlich-.
Hier der passende Link, wer sich diese Anthologie bestellen möchte.
Es gibt Dinge, die sollten in einer intakten Familie einfach nicht geschehen. Wie gesagt, sollte!. Widrige und nicht vorhersehbare Umstände haben mich in eine untere Sozialschicht fallen lassen. Dann sollte die Familie helfen und tatkräftig einschreiten. Mit welchen Mitteln auch immer. Dies können einfach nur Zuspruch, in Form von Worten oder auch ZUHÖREN sein. Kostet ja nichts. Geldnöte kommen auch in guten Zeiten vor und nicht nur in SCHLECHTEN. Alles ist eben möglich. Eigentlich kein Thema, wenn doch genügend davon in dieser Familie vorhanden ist. Betteln und sich erniedrigen müssen, wäre da das Allerletzte. Jedoch habe ich mich noch kleiner gemacht, als ich schon bin. War quasi kaum noch zu sehen.
Telefonate folgten mit meiner Mutter, und auch der Lebensgefährte musste seinen destruktiven Schwachsinn dazu geben. Regelmäßig habe ich den Telefonhörer dann auf die Gabel geknallt, um weiteren Nonsens entgehen zu können. Ob ich mich rechtfertigen wollte oder nicht, stand nicht zur Debatte. Wie geschrieben, sie haben ja immer Recht. Inzwischen hat das GANZE auch noch auf meinen Sohn übergegriffen, der sich sehr individuell dagegen gewehrt hat. Ein Brief folgte von ihm, nachdem er sich ihren verbalen Angriffen seit Jahren ausgesetzt hatte. Immer wieder hatte er ihr Verhalten entschuldigt, was final nichts brachte. Ob ihnen das überhaupt bewusst ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Nun, das Fass ist definitiv übergelaufen. Eine Bombe wäre schon längst explodiert. Ins Detail zu gehen, würde hier den Rahmen sprengen und für einen neuen Roman sorgen. Titel: -Die bösen Familienchroniken und deren Folgen-. Muss jetzt einmal herzhaft lachen. Ein Zusammenkommen mit dieser mir noch verbliebenen Familie ist leider nicht mehr möglich, da mich vier chronische Erkrankungen täglich plagen. Darum schreibe ich mir auch die Seele frei, um ansatzweise überleben zu können.
Inzwischen habe ich eben mit dieser Familie gebrochen und mich ins illustere Reich der Fantasien begeben. Regelmäßig stelle ich mir vor, Mutter, Sohn, Lebensgefährte und ich, sitzen am Wohnzimmertisch, und der Lebensgefährte holt tüchtig mit Worten aus. Währenddessen hört meine  Mutter andächtig zu und bestätigt durch Kopfnicken seine verbalen, konfusen Ergüsse. Ein Schwall von nimmer enden wollenden Fluten, die mich fast einschlafen lassen. Bevor ich jedoch wegsacke, bauen sich vor meinem geistigen Auge zwei runde, wohlgeformte Po Backen, mit Augen, Nase und Mund auf. Fortwährend öffnet sich das ein oder andere Loch, um sich kräftig zu entleeren. Was für eine irre Vorstellung, denke ich und muss nun herzlich lachen. Meine dunklen, bösen Gefühle sind auf einmal wie weggeblasen und Wohlbefinden macht sich in meinem Inneren breit. Ein -Leck mich am Arsch- Lächeln huscht über mein Gesicht. Es gibt noch sehr viel mehr Taktiken, mit denen man sein negatives Sinnen überlagern, ja fast auslöschen kann. Denn, die Fantasien gehören EUCH. Lasst ihnen also freien Lauf.  
FAZIT
Hört Menschen, nicht nur in der Familie, erst einmal richtig zu, und dann antwortet. Falls eine Frage gestellt wurde. Zudem ist es wichtig, sich ansatzweise gut artikulieren zu können, da sonst Missverständnisse aufkommen. Nehmt eure/n Liebste/en auch ab und zu einmal in den Arm und redet nicht. Lasst diese zärtliche Geste für sich selbst wirken. Denn Liebe hat viele Sprachen, mit denen man sich ausdrücken kann. Negative Erlebnisse nicht einfach eurem Gegenüber aufs Auge drücken, sondern darüber reden. Auch Tränen des erschöpft seins oder nicht mehr weiter wissen, sind unabdingbar. Denn sie erleichtern unsere Seele und hernach den Körper.
Ich wünsche euch eine entspannte Zeit mir euren Lieben.
© Marlies Hanelt 23.Mai2015     

Samstag, 16. Mai 2015

-LEICHENSCHMAUS?-. Recycling der etwas absonderlichen Art. Surrealistik, Surrealistik, Surrealistik.

(Bild ohne Farben- und Textinhalt von Pixabay in Public Domain)
http://pixabay.com/

Momentan ist Bella Surrealistika angesagt. Ich habe mich des obskuren Themas -Leichenschmaus- angenommen. Natürlich wörtlich genommen. Denn man kann in der deutschen Sprache sehr VIELES metaphorisch betrachten. Einfach herrrrlich!.



Leichenschmaus?. Recycling der etwas absonderlichen Art
Heute ist Donnerstag, und Onkel Ariberts Beerdigung steht endlich bevor. Nach langer Krankheit, ohne Aussicht auf Heilung, hat ihn nun vor zwei Wochen das Schicksal erlöst, und seine Familie trauert um den Verstorbenen. Immerhin musste seine Leiche, nachdem sie obduziert, und ein natürlicher Tod auf dem Sektionsformular bestätigt wurde, vierzehn Tage auf Kühlung liegen. Erst dann hat man sie freigegeben. In dieser Zeit hat  sich der liebe Gott offensichtlich vieler Totgeweihter angenommen, denn die Kühlräume sind bis unter die Decke knacke voll. Kein Platz, um auch nur ansatzweise einen neuen Toten aufzunehmen. Das könnte die Gefahr bergen, dass man sich ihrer toten Körper anderweitig annehmen sollte.
Hierfür gibt es den allseits bekannten –Leichenschmaus-. Ein sehr probates, als auch konstruktiv durchdachtes Mittel, um den Körper auf eine Art Recycling Basis verarbeiten zu können. Zudem ist es die Billigste.
Onkel Aribert ist noch einmal gerade so daran vorbei geschliddert. Sein Kühl Fach ist das letzte, freie gewesen. Trotzdem, alle Hinterbliebenen haben sich diebisch auf das Festmahl gefreut Immerhin hatten die Angehörigen einen riesigen Grill  in einem Steakhouse bestellt. An diesem besonderen Tag sollte nur er gegrillt werden, denn Gäste dürften dieses Zeremoniell  nicht gut heißen. Nur geladene Mitglieder der engeren Familie sind hier erwünscht.
Alle Vorbereitungen sind im Keim erstickt worden, und die Familie ist nicht sonderlich entzückt darüber. Wut und Zorn macht sich unter ihnen breit. Da kommt der Neffe des Verstorbenen auf eine fantastische Idee, die seinesgleichen sucht. „Was haltet ihr davon, wenn wir uns einfach in die Kühlung des gerichtsmedizinischen Instituts schleichen und Onkel Aribert mitnehmen?. Gustav und ich klemmen ihn uns unter die Arme, und es sieht dann so aus, als würde er in unserer Mitte laufen. Keiner würde auch nur ansatzweise den Verdacht schöpfen, dass er eigentlich schon längere Zeit tot ist. Na ja, das bisschen Steifigkeit bekommen wir auch noch geregelt. Hatte er nicht auch Arthrose?. Das passt schon. Lasst uns  beide nur machen. Von mir bekommt er noch ne‘ Sonnenbrille auf den Nasenrücken gestülpt und eine brennende Zigarre in den Mundwinkel gestopft. Sieht wirklich echt und sehr natürlich aus“.
Die anderen Familienmitglieder sind einverstanden und nicken dazu wohlwollend mit ihren Köpfen. „Haben wir eigentlich Vegetarier in der Familie?̋, brüllt Gustav mit einem verschmitzten Lächeln auf dem Gesicht, in die Runde. Drei Typen erheben die Arme und melden sich. „Okay, ihr könnt dann die Restaurant Servietten grillen. Passt nur auf, dass sie nicht verbrennen. Also vorher schön satt mit Rum tränken, dann flambiert das Zeugs“. Sie sind total einverstanden und können es kaum erwarten, auch dabei sein zu dürfen. Ihnen läuft schon der Geifer aus den Mundwinkeln und benetzt den nackten, steinernen Boden.
Es ist Donnerstag, und die Familie sitzt vollzählig versammelt um einen großen Tisch herum. Gustav hat den Grill mit einem Fön angefacht, und Onkel Aribert steckt schon auf dem langen Spieß. Die Flammen sind so hoch, dass sein Körper beginnt, schwarz zu werden. „Teufel, so geht das nicht!̋, schreit Gustav. „Verkohlt ist er ungenießbar und innen noch roh. Geht gar nicht. Werfe mir doch jemand mal bitte ein kühles Bierchen rüber!“, blökt er in den Familienkreis. „Wie wäre es mit Stanniol, dass ich drumwickeln kann?̋. Ralle steht auf und wirft Gustav die gewünschten Dinge in Richtung Grill. Zwar gezielt, aber leider völlig daneben. Dementsprechend fällt die Bierflasche auf den Boden und zerplatzt in tausend Scherben. Der Inhalt ergießt sich über den Teppich und saugt sich voll. „Scheiße, was seid ihr mir nur für Nichtskönner!“, wettert Gustav, und seine Laune sinkt auf den Nullpunkt. Währenddessen dreht der tote Aribert weiter über dem Grillfeuer und entflammt. Sein Fleisch wird so stark geröstet, dass es qualmt und widerlich stinkt. Die Grill Bude entflammt und verglimmt, mit Ur Onkel, Großbutter, Butter und Zimt.

Nachwort
Gevatter TOD ist unausweichlich. Wird der Mensch geboren, ist er verdammt dazu, zu sterben. Nur wann, wie und wo, kann man nicht planen. Nimmt man ihn mit einem Lächeln und etwas Humor an, wirkt er nicht mehr so monströs, schwarz und beängstigend. Den inneren Schmerz, wenn ein geliebter Mensch, nach seinem Ableben, ins Universum fliegt, auf den weit ausgebreiteten Schwingen eines Todesvogels, kann man eventuell mit diesem Humor und einer anderen Sichtweise hierauf, besser verarbeiten. Wie sonst sollten wir weiterleben können, wenn wir uns von eben diesem Schmerz bis ans Ende unserer Tage beseelen lassen?. Unsere Gedanken an den geliebten Menschen tragen wir jedoch für immer in unseren Herzen und Köpfen. Dort werden sie verinnerlicht und abgespeichert. Je nach Bedarf, holen wir sie wieder herauf in unser Bewusstsein und erinnern uns. Für immer und ewig.
              -ENDE-
©Marlies Hanelt 16.Mai2015

Freitag, 15. Mai 2015

-KAMPFKÖRNER AUF DEM (B)-LECHFELD- Nicht nur für Fans der Surrealsitik


                         
(Logo mir Word und Paint gestaltet)


                -Willkommen-
Die SURREALISTIK hat wieder einmal kräftig zugeschlagen. Sie birgt jedoch, wie immer bei mir, einen tieferen Sinn. 



         Kampfkörner auf dem  (B)-Lechfeld
Einleitung
Was sind eigentlich Kampfkörner?. Nun, vom Grund her bezeichnet man  diese so, als Waffe gegen Schnecken im Garten. Also, kleinere Körnersaat, die man streut, um eben diese widerlichen, schleimigen Schnecken zu vernichten. Ob man ihnen Strychnin, Opium, Metamyzilsuccinat, Ortochlorbenzalmallondinitril oder auch ein anderes Gift beimischt, sei dahingestellt. Töten ist die oberste Devise. Das Mittel heiligt dann eben den Zweck. Zweckmäßig und konstruktiv wäre es auch, diese Körnchen nicht in Reichweite und gut sichtbar von Kleinkindern, auszulegen. Sie könnten unter Umständen die Körnersaat mit irgendwelchen Süßigkeiten verwechseln. Sehen auch verdammt, verblüffend ähnlich zum Verwechseln aus. Sie erinnern an den allseits bekannten Puffreis. Vorsicht ist also geboten. Wofür sind die Kampfkörner noch gedacht?.  Eigentlich für nichts weiter, außer…
Zwei angeblich befreundete, kleine Körner treffen sich, nachdem sie aus dem erholsamen Urlaub gekommen sind, in einer milieuähnlichen Seitenstraße von Berlin. Das eine Körnchen zieht den schwarzen Trilby und verneigt sich tief vor seinem Freund. Seine spinnenförmigen Ärmchen hat es vor dem aufgeplusterten Bauch verschränkt, und es grinst listig über den Rand der halb heruntergezogenen, schwarzen Sonnenbrille. „Sei mir gegrüßt, du mein holder Freund aus dem Rotlichtmilieu“, haucht es mit zartem Stimmchen, dem ein leichter, französischer Akzent inne wohnt. Das andere Körnchen, schon eher zu  einem Korn aufgequollen, verzieht das hochrote Gesicht. Es beginnt, sich über derart Redensweise und Slang dermaßen zu ärgern, dass es immer dicker wird und die Form eines Medizinballs annimmt. Immerhin vertickert es Drogen und zockt in Spielhallen mit Karten. Pokern ist eine seiner großen Leidenschaften. Zudem hängen an seinem breiten Ledergürtel diverse Folterinstrumente, wie Handschellen, Eierhandgranaten, Feuerwerfer, Fliegenfänger, Totschläger, Schlagringe, Knallerbsen und anderes unnützes Zeug. Man kann ja nie wissen, wofür und in welcher Situation es zum Einsatz kommt.
An den dicken, wulstigen Fleischfingern prangen Skullringe, die nicht von schlechten  Eltern sind. Totenköpfe in unterschiedlicher Konfiguration und Farbe. Ein Street Fighter der besonderen Klasse. Eben erste Sahne, aber ohne Häubchen. Inzwischen hat das Korn, vor lauter Zorn, (reimt sich nur zufällig), einen monströsen Umfang angenommen und droht zu platzen. „Pass nur auf, was du sagst, mein Freund!“, dröhnt es mit gewaltiger Donnerstimme und entblößt die spitzen, dolchartigen, kaum noch vorhandenen Zähne. Sie blitzen in der Mittagssonne und wirken nicht gerade einladend auf das Auge des Betrachters. Erschrocken weicht das französisch quatschende Körnchen einige Schritte zurück. Stolpert und landet mit dem Rücken prompt auf einem Metallbrett. Ein Aufschrei des Schmerzes durchzuckt seinen winzigen, leichten Körper. Da liegt es nun und kann sich nicht aufrichten. Abwehrreaktionen sind nicht möglich, denn das größere, aufgequollene Korn wirft sich auf ihn und hämmert mit den Skullringen so lange auf das schwache Körnchen ein, bis es blutend vor ihm liegt. Die letzten Worte, die es kaum noch formulieren kann, bis es letztendlich  in das große Universum fliegt, sind. „Du bist ja gar nicht mein Freund. Ich habe dich wohl nur mit einem Doppelgänger verwechselt. Kannst du mir verzeihen?“. Das dicke Korn knurrt, „Das kann ja jeder behaupten, du Drecksack!“. Diese letzte Aussage kann das Körnchen nicht mehr hören….
© Marlies Hanelt 15.Mai2015
BE MY FRIEND!!! 
       

Mittwoch, 13. Mai 2015

-ÖFFENTLICHER NAH- UND FERNVERKEHR, IST UND BLEIBT VULGÄR?.- Metapher Story mit erotisch, vulgärem Hintergrund.


               
(Foto von mir geschossen.)

Hallöchen, meine Lieben Bloganwesenden

Eine neue Story wartet auf euch. Nun, surrealistisch würde ich diese nicht benennen, denn jedem ist dies vielleicht schon einmal passiert. Zumindest dümpelt es mehr oder weniger in euren Köpfen herum?. Jetzt mal ehrlich, und Hand aufs Herz. Auch derart Fantasien wollen  einmal öffentlich umgesetzt werden. Gehört diese Geschichte in den Genrebereich Real-Stories oder doch eher in die Surrealistik?. Lasst euren Bauch und den Kopf entscheiden. Denn Beides sollte gefragt werden, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Falls es eine gibt. Zwinker mal. 

   Öffentlicher  Nah- und Fernverkehr, ist und bleibt vulgär?

 Wer sich inzwischen meiner Geschichten lesenstechnisch angenommen hat, weiß um die skurrilen, illusteren Fantasien in Richtung Metaphern. Sind es doch die abgefahrenen Stories, die mein Hirn beseelen und euer Interesse wecken sollen. Ich denke, das ist mir bis jetzt zweifelsohne auch gelungen. Nicht dass ihr jetzt glaubt, ich möchte euch den öffentlichen Nah- und Fernverkehr erklären. Also, die An- und Abfahrtzeiten von Bussen, Bahnen und Trams. Ganz im Gegenteil. Hier geht es um die Erotik, im weitesten Sinne. Natürlich. Denn dieses Genre bietet mir eine facettenreiche Palette, um die Fantasien schweben zu lassen. Aber, was soll ich euch lange schreiben, lest es selbst.
                  


 (Alle Bilder von mir geschossen. Hehe.) Wer sie kopieren möchte, kann dies gerne machen. Mit ausdrücklicher Genehmigung meinerseits. Also demzufolge ohne Lizenzen.
Das verspricht ein durchaus erholsamer Tag zu werden, denn die blaue Weingeistsäule des Thermometers zeigt schon des Morgens 18 Grad plus auf der Skala an. Der Radiomoderator mit der Wettervorhersage weissagt heiße Temperaturen und gibt den väterlichen Rat, sich reichlich mit Getränken einzudecken. Schwitzen ist demzufolge angesagt und das reichlich.
Julia ist gerade dem Bett entstiegen und vernimmt, noch schläfrig in Augen und Gliedern, die durchaus konstruktive Ansage des Sprechers, der jeden Tag, um dieselbe Uhrzeit, sein lustiges Gelaber über den Äther haucht. Sie wankt in die Küche und will sich einen Schluck –Blubberwasser- genehmigen. Also Mineralwasser ohne –Blubber-. Einfach Wasser ohne ALLES. Einmal richtig angesetzt, und die Flasche wird von Julia in einem Zug geleert. Also nicht in einem Zug, sondern in der Küche, ohne die Flasche auch nur einmal abzusetzen. „So, das war es für heute. Genug Flüssigkeit im Körper, damit ich reichlich transpirieren kann̋, nimmt sich Julia vor. Inzwischen ist der Radiosprecher zu einem anderen Thema gewechselt, und zwar dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Umleitungen durch Baustellen, Ausfälle bei der Fernbahn durch Saboteure, die irgendwelche Gegenstände auf die Gleise gelegt haben, nebst sich selbst. Auch Streiks haben zur Folge, dass Busse und Bahnen im Berliner Nahverkehr auf Sparflamme fahren. Von alldem Gesülze bekommt Julia natürlich nichts mit, da sie schon an der zweiten Flasche nuckelt. „Himmel, habe ich einen höllischen Brand!. Das Chili Con Carne war  gestern Abend doch etwas zu Knoblauch lastig und überwürzt̋. Schon ist die zweite Flasche leer, und sie macht sich über die Dritte her. Nicht aus dem Kühlschrank und eiseskalt, sondern aus der Speisekammer und pisswarm.
Das tut der Menge jedoch keinen Abbruch. Wasser ist und bleibt Flüssigkeitszufuhr in rauen Mengen, die auch irgendwann einmal hinaus wollen. Fragt sich nur, wann?.  So, nur noch schnell die Klamotten übergestreift, und ab geht es ins Straßen Gewühle der Stadt. Passanten laufen kreuz und quer über den Bürgersteig und scheinen keine Notiz von ihr zu nehmen, denn pausenlos wird sie angerempelt. Habe ich wohl vergessen, die Tarnkappe abzunehmen, überlegt Julia und muss in sich hinein lächeln. An der Straßenkreuzung bleibt sie stehen, um sich zu vergewissern, dass kein Fahrzeug von rechts und links vorbeirollt. „Prima, alles frei!̋. Schnurstracks rennt Julia über den Fahrdamm, denn sie verspürt einen vehementen Druck im unteren Bereich ihres Leibes. Auf der anderen Straßenseite erhebt sich ein kleines, rundes, backsteinernes Klohäuschen und lädt zum Verweilen ein. Dauergäste sind hier allerdings nicht wirklich erwünscht, denn jeder muss ja schließlich irgendwann einmal müssen. Immerhin hat man dieses für –Männer- und –Frauen- unterteilt, damit sich jeder  in Ruhe und außer Sichtweite eines Nebenbuhlers, erleichtern kann. Rettung naht für Julia in letzter Sekunde. Doch, oh weh, was sehen ihre hellblauen Augen mit Erstaunen und gleichzeitigem Entsetzen?.
Auf einem kleinen, weißen Metallschild prangt nur eine ÖFFNUNGSZEIT. Von sieben bis zwanzig Uhr. Wer davor oder auch danach ein  dringendes Bedürfnis verspürt, hat eben eine Arschkarte gezogen. Julia blickt auf ihre Armbanduhr, und ihr wird schwindelig. Es ist sechs Uhr in der Frühe. Definitiv noch eine Stunde zu warten, wäre fatal, denn das vorab getrunkene  Blubberwasser meldet sich jetzt ziemlich rigoros und will raus. „Scheiße!̋, blökt sie mit hochrotem Gesicht und zieht sich einfach den Schlüpfer herunter, macht die Beine breit und beginnt mit wollüstigem Gesicht, da wo sie gerade steht, sich zu entleeren. Einige Fußgänger bleiben stehen und müssen zu diesem Bild ihren eigenen Wort Senf dazugeben, was Julia nicht im Geringsten stört. In diesem Moment schlendert ein Typ mit einem riesigen, runden, metallenen Ring, an dem tausende Schlüssel zu hängen scheinen, ans Klohäuschen, um die zwei Türen aufzuschließen. Konsterniert, als auch entzückt, blickt er auf das Geschehen und wittert eine Chance für sich. Julia hat sich gebückt, um den Schlüpfer hoch zu ziehen, und ihr kurzes Röckchen entblößt einen wohlgeformten Hintern, der zu illusteren Spielchen geradezu einlädt.
Menschliche Bedürfnisse, in jedweder Richtung, sind eben stärker, als die Scham und Moral in dieser Mainstream Gesellschaft. Völlig außer Rand und Band entblößt der –Kerkermeister- sein monströses Nudelschwert und sticht zu. Anal, selbstverständlich. Er bohrt es so tief hinein, dass Julia glaubt, auf einer Folterbank zu sitzen. Aber, es fühlt sich trotzdem irgendwie erotisch an. Genussvoll stochert er weiter, und niemand kann ihn darin hindern, seiner Tätigkeit, bis zur Vollendung, zu frönen. Einige Zuschauer klatschen dazu im Takt und nehmen an diesem Schauspiel teil, denn es scheint sie ziemlich anzutörnen. Kann man doch einmal sehen, dass es offensichtlich noch mehr Menschen gibt, die den öffentlichen –Nahverkehr- ebenfalls gerne praktizieren würden.
                  --ENDE—
© Marlies Hanelt 13.Mai2015