Dienstag, 2. September 2014

-Körper Update- Teil 2 Surrealistische Belletristik


                             
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Hallöchen und Willkommen in meinem Reich. Der Wahnsinn geht weiter. 
Ein neues Körper Update hat bei mir stattgefunden. Worum es geht?. Lest einfach selbst. Vorab solltet ihr euch jedoch den ersten Teil reinziehen, damit ihr wisst, wie es angefangen hat. Darum hier der Link. Bitte schön...
http://hanelt.blogspot.de/2014/08/korper-update-surrealistische.html 

                                    




                         Körper Update Teil 2

Ende des ersten Teils.       …Zu mehr bin ich nicht fähig, denn mein Body fühlt sich an, als wäre er ein steifes Bügelbrett. Kann man an diesem Zustand wirklich noch etwas updaten?.....Natürlich, da geht bestimmt noch etwas. Fragt sich nur was?.  
Der mechanische Wecker hat schon längst sein lautes, unüberhörbares Rappeln von sich gegeben, und mein bügelbrettsteifer Körper fühlt sich immer noch bewegungsunfähig an. Die Zeit drängt, denn der heutige Tag verspricht sehr arbeitsintensiv zu werden. Also beginne ich langsam die Gliedmaßen zu strecken. Knick, knack, krach, brenn, stich, wollen mir meine Gelenke in Kurzform, quasi Stenogesülze erzählen. Eine Sprache, die ich einfach nicht verstehen will. Verächtlich ignoriere ich das eventuell aufkommende Gespräch, und versuche einige Bewegungen zu vollführen. Totales Körperversagen ist die Folge. Eine gewisse Ohnmacht meinem Body gegenüber, muss ich wohl oder übel lernen zu akzeptieren. Jedoch bin ich nicht gewillt, diese gerade am heutigen Tag hinzunehmen.
Augenblicklich materialisiert sich mein -Schwarzer Schmerz- und steht einfach nur so da. „Das trifft sich jetzt aber wirklich gut, mein Lieber“, spreche ich ihn mit zärtlicher Stimme an, obwohl mir überhaupt nicht danach ist. Vielleicht kann ich ihn eventuell damit zu einem positiven Update verleiten oder sogar verführen?.  „Ich leide nach deinem ersten Körperupdate unsägliche Qualen“. „Das reicht fürs Erste“. „Bitte installiere nur heute etwas, womit ich diesen Tag ansatzweise überlebe“, versuche ich mich bei ihm einzuschmeicheln und setze mein laszivstes Lächeln auf, um meinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen. „Was hast du denn im Angebot?“, frage ich mit leisem Timbre. Er antwortet einfach nicht. Stattdessen verschwindet die mir schon vertraut gewordene schwarze Gestalt, und ich fühle mich irgendwie veräppelt. Hätte er mir doch wenigstens antworten können, denke ich total genervt und verzweifelt. Was jetzt?. Völlig in anderen Gedanken versunken, lege ich meine Arme unter den Kopf und lasse mich einfach treiben. Bemerke erst gar nicht, dass sie sich fast schmerzfrei bewegen lassen. Ziehe die Beine zu einem rechten Winkel an den Körper heran, und auch diese geben keinen Knacklaut von sich.
Erst jetzt realisiere ich den neuen Umstand. Ein Aufschrei von Glücksempfindungen entfleucht meinem oralen Speisezimmer, und ich will spontan aufstehen, um meine Beine samt Körper auf den Boden zu stellen. In diesem Moment sacke ich zusammen, als wäre der Body aus Gummi. Toll, denke ich mir. Da liegt nun meine Person zwar schmerzfrei, jedoch mit augenscheinlich ebenso unbeweglichem Körper flach auf dem Teppich. Was soll das?. Wenn das ein neues Körper Update von meinem Schwarzen Schmerz war, kann es sich nur um ein falsches handeln. Muss ich mich damit zufrieden geben oder lässt sich mein Typ doch noch einmal bei mir blicken?.  Ich kann es nur hoffen.
Die Moral von der Geschicht‘, Schmerz Updates zum Aussuchen gibt es einfach nicht. Sie kommen in ihrer komplexen Weise, und gehen im Körper auf eigene Reise.
©Marlies Hanelt 2.September2014      
WEITERE UPDATES SOLLTE ICH AUF ALLE FÄLLE NOCH INSTALLIEREN. WER WEIß, WELCHE SICH MEIN -SCHWARZER SCHMERZ- EINFALLEN LÄSST, DA ICH MIR OFFENSICHTLICH KEINE WÜNSCHEN KANN. BIN JETZT SCHON GESPANNT....
EURE ADMINA MARLES HANELT      
 

Montag, 1. September 2014

-Bildchen gefällig?- Surrealistische Belletristik


                           
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Hallo und ein Herzliches Willkommen in meinem Blogreich zu einer neuen surrealistischen, belletristischen Geschichte. Gerade frisch aus meiner Feder geflossen und aufn Blog gegossen. Laach. Das soll sich auch reimen, da mir gerade so war.

Wer kennst nicht diese virtuellen Chatrooms mit ihren absonderlichen Aktivitäten?. Lest selbst, was mir dazu eingefallen ist. So könnte es unter Umständen wirklich sein. Viel Vergnügen beim Lesen.




                     Bildchen gefällig?
Heute ist wieder einmal so ein Tag, an dem ich einfach die Sau raus lassen möchte. Nicht dass ich immer so drauf bin, mitnichten. Ab und zu muss es eben sein. Also begebe ich mich in die virtuelle Welt und zwar in einen dementsprechenden Chatroom für Gleichgesinnte. Hier dreht sich alles um das Thema SEX. Hat man jemanden gefunden, mit dem man einigermaßen kompatibel ist, öffnet man ein privates Chatfenster und kann sich auf höchstem Niveau austoben und amüsieren. Manch einer bietet sich auch an, über Webcam alles herzugeben, womit ihn Mutter Natur beschlagen hat. Mehr oder weniger. Eigentlich möchte man gleich zupacken und das Ding abreißen, nur weil einem danach ist. Schade, leider geht das nicht. Immerhin liegen eine Menge Telefonleitungskabel und ein Monitor dazwischen.
Ich logge mich also ein und das Sexportal öffnet sich. Gebe einen Nickname ein und drücke die Entertaste. Schon kann ich meinen abgefucktesten Fantasien freien Lauf lassen und schreibe wülstige Sätze. Den virtuellen Dartpfeil habe ich abgeschossen, der auch voll im metaphorischen Sinne ins Bullauge trifft. Ein Typ mit Namen –Geiler Hengst- springt sofort darauf an. Na sieh mal einer an, grinse ich in mich hinein. „Na warte Bürschchen, dich mache ich fertig“, spreche ich ihn an, obwohl er mich Gott sei Dank nicht verstehen kann. Das sind eben die Vorzüge eines virtuellen Chatgespräches. Er kommt sofort ohne Umschweife zur Sache. So soll es sein. Zeit ist knapp, denn ich habe heute noch etwas Besseres vor.
Dieser Dödelspacke fragt mich nur kurz nach meinem Nickname.  Sugarlady, schreibe ich gegen und verspüre den unwiderstehlichen Drang, noch etwas hinzuzusetzen. Ich bin achtzig Jahre alt und gehe an Krücken, da ich nur ein Bein habe. Sendepause im Chat. Ich merke förmlich, wie dieser Blödmann überlegt, was er mir darauf schreiben soll. Was er nach einigen Minuten des Wartens eingibt, lässt mich doch ziemlich erstaunen. Das macht nichts, deine Beine brauche ich nicht, und dein Alter ist mir auch egal. Was meint er mit Alter?, überlege ich für einen Moment und stutze. Mein Alter hat heute Ausgang. Was hat der damit zu tun?. In diesem Moment fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Was der braucht, ist definitiv nur ein einsames Loch, um sich virtuell daran aufzugeilen. Kann nur so sein. Das  Drumherum zählt einfach nicht. „Okay, das kannst du haben“, rede ich etwas zynisch mit mir selbst, und mache dies klar und unmissverständlich mit einer dementsprechenden Mimik deutlich.  Also setze ich mich daran, auf einem Stück Papier ein Loch mit Haaren drum herum zu pinseln. Bestimmt wird er mich gleich über Webcam kontaktieren wollen. Als wenn ich es geahnt habe, öffnet sich plötzlich ein Webcam Fenster, und besagte Kamera ist voll auf seinen Phallus gerichtet. Dem Himmel sei Dank, dass ich den Spackus dazu nicht sehen muss. Wer weiß, wie der aussieht, wenn schon sein Krummsäbel ziemlich komische Konturen zeigt. Nun, man sollte zwar niemals Rückschlüsse vom Penis auf den dazugehörigen Mann ziehen, jedoch kann ich mich dieses belustigenden Gedankens einfach nicht erwehren. Spaß muss sein, denn den habe ich mir heute total und ganz echt verdient. Sind doch selbst schuld, wenn sie sich für so etwas hergeben, denke ich bei mir und lache wie wahnsinnig.
Jetzt kommt der Hammer, obwohl er eigentlich schon längst vor mir hängt, ähem steht. Ich stelle jetzt meine Webcam auch an, und es öffnet sich mein Cam Fenster, quasi parallel zu seinem. Halte jetzt das Stück Papier mit dem aufgepinselten Mösenloch direkt vor die Kamera und warte ab, wie er wohl reagieren wird. Er muss es sehen können, denn er hat ja  seine  Cam nur auf sein eigenes, monströses Krumm Teil gerichtet. Nichts passiert. Ja, verdammt noch mal, merkt der Typ einfach nicht, dass ich ihn verarsche?, frage ich mich erstaunt. In diesem Moment öffnet sich das private Chatfenster, und eine Frage von diesem dämlichen Typen lässt sich mir fast die Fußnägel aufrollen.  Bist du das?, schreibt er. Darf ich mal sehen, wie dein Busen aussieht?, hakt er nach. Du bist so schön weiß untenherum. Ja, ich bins, und meinen alabasterfarbenen Busen haue ich dir gleich um die Ohren, dass dir Hören und Sehen vergeht. Für mich gibt es nichts Besseres zu tun, als auch diesen besagten Busen ebenso auf ein Stück Papier zu zeichnen. Schön voluminös und mit riesigen Nippeln. Halte das Bildchen vor die Cam, und beginne dazu ein Liedchen zu trällern.
Plötzlich wölbt sich mein Monitor, und ein ziemlich wohlgeformter Mund drängt in Richtung des aufgemalten Busens. Wird groß und immer größer. Will sich in den Nippeln festbeißen, was natürlich nicht möglich ist. Nur ein Schmatzen und Knistern ist zu vernehmen. Will der doch tatsächlich meinen schönen auf Papier aufgetragen Busen vernaschen!. Es dauert keine zwei Minuten, bis eben jener weg ist. Verschlungen von dem Monstermund. Ich höre nur noch so etwas wie ein zufriedenes Rülpsen. Langsam zieht sich das monströse Ding in die weiten Welten des WORLD WIDE WEB zurück, und mein Monitor zeigt wieder den herkömmlichen Status Quo, Chatroom auf höchstem Niveau. Jetzt wissen wir auch, warum man vernaschen sagt, wenn man mit Jemandem SEX haben will. Es geht auch anders, wie ich euch gerade beschrieben habe. Alles ist möglich oder nicht?.
Die Moral von der Geschicht‘, chatte niemals in derart Räumen nicht. Gerade wenn man zu viel Fantasie mit hineinbringt.
© Marlies Hanelt 1.September2014
Eure Admina Marlies Hanelt 

 

Sonntag, 31. August 2014

-Angela Voss Mütterhilfe- Buchvorstellung v. ,,Ausgekotzt und aufgewischt,,.


                               
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Herzlich Willkommen in meinem Blogreich. 

Diesmal habe ich eine neue Buchvorstellung für euch. Derart Themenproblematiken liegen mir einfach am Herzen. Man kann einfach nicht genug darauf hinweisen. 

Das Buch mit dem Titel:
          -- AUSGEKOTZT UND AUFGEWISCHT -- 
                                  Von
                          ANGELA VOSS
                            



kann ich nur jedem wärmstens ans Herz legen. Es sind  REAL LIFE GESCHICHTEN von Menschen, die sich durch das Niederschreiben ihrer Lebensgeschichten nicht nur die Seele erleichtern wollen, sondern auch die Öffentlichkeit mit einbinden möchten. Quasi wie eine Art von Aufklärung, die einfach in unserer ignorierenden Gesellschaft bitter Not tut. Wer kennt nicht den Spruch, was nicht sein darf, hat nicht zu sein?. Die Realität sieht anders aus. Nicht wegschauen, sondern hinsehen oder sich einfach in dieses Buch hineinlesen.  

Hier der Bestellink:
Kindle Edition: 4,67€
Taschenbuch:   14,73€  
http://www.amazon.de/Ausgekotzt-aufgewischt-Biografie-Angel-V-ebook/dp/B00MGW04K6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1408941709&sr=8-1&keywords=ausgekotzt+und+aufgewischt 

Mehr Realität geht nun wirklich nicht. 
Vorab bedanke ich mich bei den zukünftigen Lesern, die sich dieses Buches annehmen werden.  
Eure Admina Marlies Hanelt 

Freitag, 29. August 2014

-Obszöne Anrufe- Surrealistische Belletristikgeschichte


                                  
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Hallo und herzlich Willkommen in meinem Blogreich. Unschwer am Logo zu erkennen, dass es wieder eine wahnsinnige, surrealistische Belletristikgeschichte gibt.

OBSZÖNE ANRUFE hat jeder bestimmt schon einmal gehabt.  Dazu ist mir natürlich etwas ganz VERRÜCKTES eingefallen. Aber, lest einfach selbst. 

               -- VIEL VERGNÜGEN --




                   OBSZÖNE ANRUFE

Ein herrliches Gefühl, wenn man sich endlich aufraffen kann, irgendeine Tätigkeit im Haushalt in Angriff zu nehmen. Ist man erst einmal dabei, flutscht alles eigenartigerweise. Man muss nur den eigenen Schweinehund besiegen. Man erfährt quasi eine Art von Hochgefühl, was sich definitiv erotisch anfühlt. Mitten im Geschehen klingelt mein Telefon. Eigentlich möchte ich nicht rangehen, da ich sonst den Arbeitsfaden verliere. Ach was, denke ich bei mir, ein kurzes Gespräch wird schon nicht so schlimm sein. Unter Umständen tut es mir sogar gut. Bringt etwas Kurzweil in das monotone Haushaltsgewusel.
Also unterbreche ich den Putzvorgang und hüpfe gut gelaunt an mein Festnetztelefon, um sofort den Hörer galant hochzunehmen und mich mit meinem Namen zu melden. Nichts ist zu hören, reineweg gar nichts. Etwas genervt frage ich nach, wer dort ist. Wieder nichts, obwohl die Leitung eindeutig frei ist. Dementsprechend müsste Jemand am anderen Ende der Leitung sein. Eigentlich verspüre ich große Lust aufzulegen. Da ich jedoch gute Laune habe, weil im Hintergrund das Radio zu meinen Putzaktivitäten plärrt, starte ich ein kleines Spielchen mit dem offensichtlich nicht vorhandenen Telefongegenüber. Will ihn quasi aus der Reserve locken. Sollte das nicht klappen, kann ich immer noch auflegen, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann. Darauf reagiert so ziemlich jeder Hallodri. „Hallo Schnuckelchen, hast du heute schon was vor?“, hauche ich mit einer ziemlich leisen, lasziven Stimme, die mich selbst etwas antörnt. Jetzt komme ich in Fahrt und merke, wie die Sätze nur so aus meinem Hirn sprudeln. In diesem Moment kommt die erste Reaktion des Anrufers. Es muss ein Mann sein, der Stimme nach zu urteilen. Nein, keine Worte, sondern nur ein Hauchen und Stöhnen ist zu vernehmen. Na bitte, der Anfang wäre gemacht.
Jetzt frage ich einfach  weiter. „He, du Drecksack, rede mit mir, sonst stecke ich dir ne‘ Knute in deinen voluminösen Hintern“. Wieder Funkstille. Plötzlich höre ich etwas, was sich wie ein Klappern anhört. „Ist dir jetzt der Löffel heruntergefallen, mit dem du eigentlich deine Eier stützen willst?“. Puh, der Einfallsreichtum meiner Sätze ist ziemlich geistreich. Es folgt ein Knarren, so als würde eine nicht geölte Tür geöffnet werden. Verdammt, was geht da vor sich?, frage ich mich etwas irritiert.
Ich kann die Situation nicht abschätzen, und mir fallen einfach keine Fragen mehr ein, da ich sowieso keine Antworten darauf bekomme. Immer noch halte ich den Hörer dicht an mein Ohr, in der Hoffnung, dass noch etwas kommt. Nur ein Geräusch, so als reißt sich jemand die Klamotten vom Körper. Hört sich an wie ein, -raaaaaaatsch-. Hat der Typ doch wohl tatsächlich sich seine ganze Kleidung herunter gefetzt?. Kann nur so sein. Leider kann ich ihn nicht sehen, würde aber gerne. Muss ziemlich dämlich aussehen oder auch nicht?. Hm, keine Ahnung, was ich damit anfangen soll. Virtuelle Fragezeichen bauen sich über meinem Haupt auf.
Genau in diesem Moment verspüre ich einen vehementen, heftigen Druck auf meinem Ohr, der mich den Hörer etwas weiter abhalten lässt. Was ich da sehe, ringt mir Faszination als auch ein gewissen Grinsen ab. Eigentlich ist das nicht möglich. Ein dicker, wulstiger Penis versucht sich den Weg durch den Hörer zu bohren. Hilfe, ein Traum oder Realität?. Nein, das kann einfach nicht sein, denn dieser riesenhafte Phallus dringt immer weiter durch die Muschel. Ihm folgen zwei wohlgeformte Eier und einige dunkle Schamhaare. Es knistert förmlich, bis auch diese voll zu sehen sind. Perfekt, denke ich mir. Wenn jetzt noch der passende Typ dazu folgt, wäre ich im siebenten Himmel. Jedoch geschieht weiter nichts, außer dass mein Ohr und die ganze linke Gesichtshälfte nass werden. Irgendeine Flüssigkeit rinnt mir bis auf mein T-Shirt hinunter und durchnässt es völlig. Es klebt entsetzlich und fühlt sich irgendwie ekelhaft an. Meine Brille muss auch etwas abbekommen haben, denn ich kann nichts mehr sehen. Das geht mir jetzt doch etwas zu weit, und ich will den Hörer abrupt auflegen. Geht nicht, denn der noch vorhandene Penis verhindert dies. Am anderen Ende vernehme ich nur einen schrillen Schmerzensschrei. Habe ich den Typen jetzt kastriert?. Egal, ich verwahre diesen besonderen Phallus bis heute in einem Glas mit Formalin, als Erinnerung an diesen obszönen Anruf. Noch mehr solcher absonderlichen Telefonate, und ich kann mir bald ein privates Panoptikum einrichten.
Sind solche obszönen Anrufe nun positiv oder negativ zu bewerten oder habe ich euch nur einen Bären aufgebunden?.  Wartets ab, der nächste Anruf ist vorprogrammiert und wird euch ebenso illustre Dinge bescheren.
© Marlies Hanelt 29.August 2014

   

Donnerstag, 28. August 2014

Hoppe, hoppe Pferdchen. Sechste Episode aus meinen sati(e)rischen Geschichten


                         



Hallöchen und herzlich Willkommen auf meinem Blog. Dem REICH der skurrilen Geschichten für JEDERMANN als auch FRAU. 

Es gibt Nachschub aus meinen sati(e)rischen Geschichten. Episode sechs steht in den Startlöchern und möchte von euch gelesen werden.

Diese Geschichten sollen auch nachdenklich machen. Tiere benötigen unsere ganze Aufmerksamkeit. Ihre Seelen sind genau so empfindich wie die unsrigen.






       Hoppe, hoppe, Pferdchen  
           Sechste Episode
D
ie Ränge der Pferderennbahn Hoppegarten sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen mit ihren überdimensionalen, kreativen, auf höchstem Niveau angefertigten Hüten heben lasziv die goldenen Ferngläser an ihre Augen, die ebenfalls von faszinierenden Riesenbrillen geziert sind. Noch stehen die Pferde nervös nebeneinander, getrennt  durch die Holzwände der Start Box und warten darauf, dass diese hochgezogen wird. Endlich ist es soweit. Die Hengste mit den grazilen Jockeys auf ihren Rücken galoppieren los. An erster Stelle liegen momentan Botox und Apollo, zwei miteinander befreundete Tiere. Mit jeder Sekunde werden sie schneller, und ihre Körper beginnen vor Schweiß zu glänzen. Damit Botox das Rennen gewinnen soll, weil auf ihn eine hohe Gewinnpämie ausgesetzt ist, setzt Jockey Call die Lederpeitsche ein. Ununterbrochen drischt er auf das Hinterteil des Tieres ein.
Als wenn dies nicht schon schmerzhaft genug für Botox ist, nimmt Call zusätzlich die von ihm speziell entwickelten Rädchen Sporen, die der Hengst in den Leib gerammt bekommt. Blut tropft aus kleinen Wunden, für das Publikum jedoch nicht zu sehen, da es zu weit weg sitzt und die Ferngläser daran auch nichts ändern. Oder ignorieren sie es, weil diese Art von Pferdesport geil und blind macht?. Botox wird wütend und sprintet umso schneller. Natürlich, das ist ja auch der Sinn eines Rennens, aus dem Botox als Gewinner hervorgehen muss. Botox hat nicht im Mindesten Interesse an einem Sieg. Die Rennleitung bestimmt, wer siegen darf und wer nicht. Viel Geld ist notwendig, um die Rennbosse zu bestechen. Der Meistzahlende bekommt den Siegerzuschlag. Die Pferde sind nur Mittel zum Zweck.
Botox fühlt sich schon jetzt ausgelaugt, hat aber noch eine ziemliche Strecke zu bewältigen. Er versucht sich zusammenzureißen und wendet seine letzten Kräfte auf. Irgendwie schafft er es vor allen Anderen ins Ziel zu laufen. Apollo folgt als Zweiter und bleibt neben Botox stehen, nachdem Beide langsam zum Stillstand gekommen sind. Ihre Augen  sind weit geöffnet, und sie hecheln, völlig außer Atem nach Luft ringend.
Nur gut, dass ihnen jetzt der Stallbursche Jim Decken über ihre stark erhitzten Körper legt, damit sie sich nicht erkälten. Immerhin sind Pferde sehr empfindlich. Fast zärtlich greift er ihre Zügel und führt sie in die Stallboxen, um sie mit Wasser und Futter zu versorgen. Währenddessen streichelt er ihnen sanft über die Nüstern und den Nasenrücken. Jim ist ein Tierliebhaber ersten Ranges. Darum haben ihn nicht nur Botox und Apollo ins Herz geschlossen, sondern auch die anderen Rennpferde, für die er verantwortlich ist. Leider sieht das die Rennleitung etwas anders. Sie möchten nicht, dass die Tiere dermaßen verwöhnt werden. Der Tierarzt, welcher die Pferde dopt und ebenfalls bestochen ist, hält sie in Form. Die Seelen der Tiere sind ihnen definitiv egal. Nur die Leistung zählt, egal mit welchen illegalen oder legalen Mitteln. Einen Tag zuvor hat Botox eine Injektion vom Tierdoktor bekommen. Die Spritze war gefüllt mit Dimethylsulfoxid, welches die perkutane Resorption erhöhen soll. Leider ist Botox allergisch auf dieses ,,Medikament,,. Konnte oder wollte der Tierarzt das nicht wissen?.
Botox und Apollo stehen immer noch etwas echauffiert in ihren Boxen, die sich nebeneinander befinden. Plötzlich beginnt Botox zu zucken und kann sich nicht mehr auf den Beinen halten. Er sackt zusammen, kippt zur Seite und liegt auf dem mit Stroh ausgelegten Betonboden. Das dumpfe Geräusch des Aufpralls lässt Apollo aufhorchen. Instinktiv reckt er seinen Kopf über die Holztrennwand der Box, um nach seinem besten Freund zu sehen. „Himmel, Botox, stehe auf!“. „Das kannst du mir nicht antun!“. Nichts geschieht. Botox hat aufgehört zu atmen, und seine Seele schwebt bereits ins große Pferdeuniversum, auf der Suche nach einem besseren Leben, als er es hier auf der Erde hatte. Apollo realisiert in diesem Moment noch nicht die Situation. Wie versteinert steht er nur einfach da und blickt auf seinen toten Freund. Es vergehen viele Minuten, als in Apollo unsägliche Wut hochkriecht. „Diese Banditen und Mörder“, schreit er aus purer Verzweiflung. „Haben sie es endlich geschafft, dich zu töten“. „Das schreit förmlich nach Rache, für dich und alle Anderen, die schon vor dir sterben mussten“. Apollo ist so außer sich, dass er vor Hass zu zittern beginnt. „Na wartet, ich werde euch zeigen, was es bedeutet, geritten zu werden“. Mit diesem letzten Satz verlässt Apollo erhobenen Hauptes die Box und trabt majestätisch zu den Pausenräumen der Jockeys. Die haben es sich inzwischen gemütlich gemacht, trinken Sekt auf den Sieg, und dreschen einen Skat. Dieser Anblick lässt Apollo nur noch wütender werden. Was sind das nur für Sadisten, denkt er sich, und seine Pupillen beginnen sich zu verengen. „So, meine Lieben, ich rede jetzt mal Tacheles mit euch“, beginnt Apollo mit deutlich lauter, sonorer Stimme zu reden. Call blickt von seinem Skatblatt auf und glaubt seinen Ohren nicht zu trauen. „Wie kann es sein, dass du mit uns redest?“, spricht er ihn fassungslos an und schüttelt dabei verständnislos seinen Kopf. Automatisch muss Call an die Serie ,,Mr. Edd, das sprechende Pferd,, denken und beginnt darauf schallend, fast wiehernd, zu lachen. „Passe nur auf, du widerliches Subjekt“, blökt Apollo weiter. „Du wirst mit mir in die Stallungen kommen“. „Ich lege dir das Zaumzeug um und werde den Sattel auf deinen Buckel packen“. „Auf geht’s, bewege deinen Arsch und beeile dich“. „Das Rennen musst du gewinnen, sonst geht es dir schlecht“.
Apollo stupst Call vom Stuhl und schiebt ihn vor sich her, bis sich Beide in den Stallungen befinden. Call wird von Apollo aufgezäumt und muss sich gefallen lassen, dass er noch den Sattel auf seinen Rücken geschmissen bekommt. „So, das hätten wir geschafft“. „Das Pferdchen ist bereit für ein phänomenales Rennen“. Apollo setzt ein verschmitztes Lächeln auf und treibt Call zur Rennbahn. „So, mein Lieber, jetzt werde ich dich besteigen, und du rennst um dein Leben, bis ihr dir sage, dass es genug ist“. Zu dem illustren Rennen kommt es jedoch nicht mehr, da Call schon vorher unter dem Gewicht von Apollo zusammensackt, der auf ihm zum Liegen kommt. Jetzt ist Call platt wie eine Briefmarke und mausetot. Seine Seele ist nun im Universum bei Botox. Wird er ihn da auch drangsalieren?.
Apollo richtet sich auf, steht erhaben und triumphierend auf seinen vier Beinen. Er blickt siegessicher auf Call hinunter und reibt sich seine zwei Vorderhufe. Apollo hat nur das getan, was er tun musste. Rache für Botox. Mit einer gewissen Zufriedenheit schreitet er zu seiner Box, um sich erst einmal zu stärken.
Nachwort
Was du willst, das man dir nicht tu‘, füg‘ auch keinem Anderen zu.
© Marlies Hanelt 28.August2014