Montag, 15. September 2014

--Verkäuferversion klassisch-- Surrealistisches Gedicht


                             
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Hallöchen ihr Lieben

Mein BLOGREICH steht JEDEM offen, der auch gewillt ist, in meine FANTASIEWELT mit abzutauchen.

Diesmal habe ich mich an einem surrealistischen Gedicht versucht und gesponnen was das Zeugs hält. Bien ca vas.

 


          VERKÄUFERVERSION  KLASSISCH
             SURREALISTISCHES GEDICHT
Einst kam er daher, auf des Verkäufers Rappen.
Bepackt mit ledernen, überdimensionalen Mappen.
Gefüllt mit ,,Mehr,, na bitte sehr.
Stieg wohl ab von des Pferdes Thron,
hinauf die Treppen,
da kam er schon.
Viel zu früh, wie ich dachte
Und zwar sachte.  
Klopfte an meine Tür.
Himmel, der konnte wohl nichts dafür.
Schwafelte mir die Birne voll, nicht so toll,
denn offensichtlich hatte er die Hosen gestrichen voll.
Mit was auch immer,
jedoch kam es noch viel schlimmer.
Jetzt hub er an zu einem grandiosen Gewimmer,
sie müssen mir glauben, ich verkaufe wirklich nur Dimmer!.
Unnützes Zeugs, brülle ich ihm entgegen, von wegen!.
Die Dimmer bringen mir auch nicht den erwünschten Segen.
Ja mein Gott im Himmel, was wollen sie dann?,
und sah mich mit seinen blitzenden Augen an.
Erwartungsvoll, ihr werdets kaum glauben,
aus meinem Schädel flogen nun weiße Friedenstauben.
Als ungläubiger Thomas steht er wie einbetoniert
und sinniert.
Wo kommen nur diese Viecher her?,
Bestimmt aus ihrem Gedankenmeer?.
Zweifelnd und von den Socken,
so tät er nun vor mir hocken.
Nebst ledernen, genoppten Mappen,
die er genommen von seinem Rappen.
Will auch nicht wissen, was da drin,
für mich macht das nämlich keinen wirklichen Sinn.
Es war heiß, die Erscheinung begann zu schmelzen wie Eis in der Sonne,
Das verschaffte mir Entspannung als auch Wonne.

Wohin nur mit den ledernen Mappen?,
natürlich in die hauseigene Tonne.
So, ihr lieben Leute,
hätte diese nicht schon jemand entwendet,
lägen sie da noch heute.
Müll zu Müll, so Gott will.
Die Gestalt hatte sich aufgelöst, der Rappe nun alleine in der glühendheißen Sonne döst.
So abgefahren das auch klingt,
er sich ein fröhlich Liedchen trällerte und singt.
Pfiff dazu noch eine alte, weise Mähr,
inmitten von diesem ledernen Mappen Meer.
Hättet ihr diesen Rappen auch gesehen,
könntet ihr mich durchaus besser verstehen.
Ausgeflippt wie ich nun mal bin,
ergab das für mich einen tieferen Sinn.
Ein Verkäufer auf einem uralten Rappen,
verkaufte nämlich keine Mappen,
sondern nur Hüte und Lederkappen…
© Marlies Hanelt 15.September2014


 

 

Sonntag, 14. September 2014

WORTE SIND MEIN LEBEN... --ARTIKEL--


                             
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Hallöchen, und herzlich Willkommen in meinem BLOGREICH

Diesmal habe ich einen Artikel für euch. Es geht hierbei um WORTE, deren Wirkung auf Menschen und das Ziel, was man mit eben diesen erreichen möchte oder manchmal muss.



     Worte sind mein Leben…
Jetzt wird sich der ein oder andere fragen, wie können Worte ihr Leben sein?. Das Leben besteht doch nun wirklich aus ganz anderen Dingen. Natürlich, gebe ich dem fragenden Leser zur Antwort. Jedoch sind diese für mich als Bloggerin und Hobbyschreiberin, wie ich mich derzeit tituliere, das Ausdrucksmittel schlechthin. Örtlichkeiten, Situationen, Gefühle und Protagonisten bekommen von mir ein sehr spezielles LEBEN eingehaucht, um sie lebendig werden zu lassen. Man kann im hypothetischen Sinn morden, lieben, vernichten, psychopathisch als auch in einer anderen Art alles herauslassen, was das Gehirn eines Autors quasi beseelt. Das hängt davon ab, wie ich selbst gerade drauf bin. Darum schreibe ich niemals in einem speziellen Genre, sondern bevorzuge einen Mix aus allen. Dadurch wird eine große Facettenwelt abgedeckt, in der man sich tummeln als auch ausleben kann. Sie gibt einfach mehr her.  
Meine Gedanken und Gefühle werden mit denen der Protagonisten deckungsgleich. Das hat zur Folge, dass ALLES quasi LEBT. Ich möchte den Leser/in mit einbeziehen und eintauchen lassen in meine WELT, so dass er glaubt, mittendrin zu sein. Erst dann habe ich mein Autorenziel erreicht.
WAS SIND WORTE UND WIE FÜGT MAN DIESE ZU INDIVIDUELLEN, WIRKUNGSVOLLEN SÄTZEN ZUSAMMEN
Worte finden wir im DUDEN oder LEXIKON. Anwendbar zum Beispiel für die Grammatik als auch Etymologie. Es sind vom Grund her einfach nur Worte, nach deren richtiger Schreibweise, Herkunft und Zuordnung wir suchen. Das Wortgeschlecht ist wichtig. Männlich/der, weiblich/sie oder sächlich/es. Singular und Plural sind ebenfalls nicht immer banal umzusetzen. Auch die Gross- und Kleinschreibung hat es definitiv in sich. Damit stehe ich immer noch etwas auf Kriegsfuß. Beispiel: FALSCH: Atlas>Atlässe. RICHTIG: ATLAS>ATLANTEN. USW. Die deutsche Sprache ist selbst für uns Autoren/innen meist immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, die es gilt zu entschlüsseln. Man lernt darum niemals aus. Immer wieder muss ich mir den virtuellen DUDEN vornehmen, um erneut über die DEUTSCHE SPRACHE fasziniert zu sein. Der sogenannte Aha-Effekt bleibt nie aus. Was also erwarten wir eigentlich von anders sprachigen Menschen, die sich der DEUTSCHEN SPRACHE annehmen möchten oder sollen?. Ist es nicht Wert, darüber einmal kurz nachzudenken?. Natürlich ist es das.
Fügen wir nun spontan irgendwelche Worte zu Sätzen zusammen, werden diese erst einmal keinen Sinn ergeben. Völlig logisch. Es fehlen einfach die sogenannten BRÜCKEN zu diesen. SPO. Subjekt, Prädikat, Objekt. Diese REIHENFOLGE sollte unbedingt eingehalten werden, damit ein vollständiger und verständiger Satz daraus wird. Die Anzahl der SPOs bestimmt jeder selbst. Man gibt dem Satz eine gewisse GRUNDFARBE und fügt noch GRAUZONEN hinzu. ADJEKTIVE zum Beispiel. Diese sind so individuell, wie der/die schreibende Autor/in es jeweils möchte. Es entsteht ein sehr eigener und eigenwilliger SCHREIBSTIL, den man durchaus immer noch optimieren und weiterentwickeln kann. Der/die Leser/in wird ihn annehmen oder auch nicht. Man muss mit diesem nicht unbedingt jedem gefallen. Damit selektiert man dann aus dem Kreise der lesenden Zunft. Erschafft  sich quasi einen Stammleserkreis.
Ich bin der Meinung, dass JEDER in der LAGE ist, diese FÄHIGKEITEN zu entwickeln. Man beginnt zunächst einfach drauf loszuschreiben. Schließt das virtuelle Manuskript, um es an einem anderen Tag erneut zu öffnen und durchzulesen. Schon merkt man, dass gewisse WORTE umgestellt werden sollten, da sie einem so nicht mehr gefallen. Ein neuer Satz konfiguriert sich, dessen Sinn jedoch immer noch vorhanden ist. Dies ist eine HOHE KUNST, die einem Lektor/in gleich kommt. Quasi das Überarbeiten eines TEXTES ohne den tieferen Sinn zu verfälschen. Der HANDLUNGSSTRANG (Wie ein roter, sich durch die Geschichte ziehender Faden), muss unbedingt nachvollziehbar und logisch sein. Die Phase des Entwickelns eines eigenen Schreibstils wird eingeläutet. Erst schleichend, dann immer mehr exzessiv wachsend und fordernd. Ich bin heute immer noch nicht richtig zufrieden mit meinem Stil. Vielleicht auch deswegen, weil ich hundertprozentig sein möchte. Kann man eigentlich hundertprozentig sein oder auch manchmal nur achtzig- oder fünfzigprozentig?. Vielleicht entwickelt sich ja irgendwann einmal eine Art Wohlwollens und annehmen desselben.
Vielleicht habe sie dazu animieren können, das auch einmal zu versuchen. Meine Weisheit: ,,Wer es nicht versucht, kann auch nicht wissen, ob etwas geht. Ziemlich logisch oder?.  Darum, niemals aufgeben, sondern ständig weitermachen. Sie werden von ihren eigenen Ergebnissen entzückt sein. Ein Hochgefühl macht sich hernach im Körper als auch in der Seele breit. Ziele verfolgen, deren Wegbeschreitung vielfältig sein kann, denn viele Wege führen nach ROM. Wichtig: Der Weg ist das Ziel.
WORTE, DEREN BEDEUTUNG UND ZIEL
Worte tragen zu unserer Kommunikation bei. Schriftlich als auch verbal. Ohne diese könnten sich Menschen logischerweise nicht mitteilen. (Hier nehme ich die Gebärdensprache von aus. Eine höchst konstruktive, gestikulierende Möglichkeit, derer sich Menschen ohne Stimmenvermögen bedienen, um sich verständigen zu können.)
Worte entstehen nicht einfach so. Sie werden ab dem Babyalter gelernt. Die ersten Worte sind oft, MAMA, PAPA, wenn man Glück hat. Die Eltern sind es, die ihrem NEUGEBORENEN erst einmal ein GRUNDVOKABULAR beibringen. Im Laufe des wachsenden und älterwerdenden Menschen baut sich dieses anhand von Informationen durch lesen von Büchern, zuhören in diversen Gruppen, usw. auf. Familienmitglieder und GUTE FREUNDE sind eine Art von geistigem Potential. Darum sollte man auch keine Babysprache verwenden, sondern generell alles sprachlich richtig formulieren. Babys lernen schon früh, wie etwas richtig ausgedrückt wird. Beispiel: Bale für>Banane. Könnte hier endlos weiterführen.
Zudem ist es ganz wichtig, zu antworten, wenn die eigenen Kinder viel fragen. Waruuum?. Kennt doch jeder oder?  Die BEDEUTUNG und ERKLÄRUNG sollte schon noch dem Alter des fragenden Kindes angepasst sein, damit es verstehen kann. Keine komplizierten Worte benutzen, sondern einfache. Versetzen sie sich einfach mal in die Lage ihres Sprösslings, dann klappt das auch.
Hat der Mensch, je nach Alter, erst einmal einen gewissen Wortschatz für sich entwickelt, besitzt er die Möglichkeit sich allen Widrigkeiten gegenüber, verbal und schriftlich wehren zu können. Mit welchem Nachdruck er das macht, obliegt jedem Einzelnen selbst. Immerhin verfolgt man damit ein bestimmtes Ziel. Hat man dieses erreicht, offenbart sich einem eine Welt, die sich sehr eigenständig  anfühlt. Der WILLE ist also auch das Ziel und nicht nur der WEG.
Wie und in welcher Form setze ich meine Worte eigentlich ein?.
Der WORTSCHATZ entwickelt sich natürlich. Bei einigen Menschen ins Negative, bei anderen wiederum ins Positive. Es werden grundsätzlich positive Worte bevorzugt, denn negative können TÖTEN, im metaphorischen Sinne. Sie zerstören eine Freundschaft, Ehe und Partnerschaft. Richtige KOMMUNIKATION ist hierfür das ZAUBERWORT. Probleme können sich in NICHTS auflösen, wenn man sie ausspricht. ZAUBERN sie darum ein LÄCHELN auf das Gesicht ihres Gegenübers. Man wird ganz anders wahrgenommen, wenn man sich richtig artikulieren kann.
Ich wünsche ihnen ein facettenreiches, kommunikatives Miteinander mit ihren LIEBEN.
© Marlies Hanelt 14.September2014


  


    
  







 
 









 

 

Freitag, 12. September 2014

VIDEOLESUNG von und mit ELSA RIEGER. LEKTORIN/INDIE-AUTORIN


                           
(Bild: made by WORD)  

Hallöchen und Willkommen in meinem REICH des HUMORS und SKURRILEN Dingen des ALLTAGS...

Ich möchte euch dieses Video einfach nicht vorenthalten, da die LEKTORIN als auch 
INDIE-AUTORIN ELSA RIEGER ihre eigenen Werke mimisch und verbal sehr gut rüberbringt.

 
 Das muß jetzt einfach mal sein. Eine Videolesung von und mit unserer ELSA RIEGER (ADMINA der fb-Gruppe ,,Find ich gut Bücherladen,,. DANKE ELSA FÜR DIESE HOHE KUNST DES VORTRAGENS.

Hallo meine Lieben

Diese Lesung von und mit ELSA RIEGER ist einfach ein Hochgenuss. Die Betonung an den richtigen Stellen, genau so wie die Ruhepausen, um alles besser wirken zu lassen. Dazu die passende Mimik. Waaahnsinn. Da macht sich doch die Schauspielerausbildung bezahlt, die ELSA vor Jahrzehnten absolviert hat. Quasi dient diese Lesung als leuchtendes Beispiel für alle Autoren/innen, wie man seine Texte kunstvoll in Szene setzen kann, damit das Publikum mitgerissen wird. Unschwer zu hören, an den Lachanfällen desselben. Hört einfach mal rein.

http://www.youtube.com/attribution_link?a=OMOc-_knw6Y&u=%2Fwatch%3Fv%3D1LaNXjqaYjg%26feature%3Dshare



Wünsche euch viel Vergnügen.
Eure Admina Marlies Hanelt

 

Donnerstag, 11. September 2014

-DUOCARNS- DIE FANTASTISCHEN STERNENKRIEGER


                      

Hallöchen und Willkommen  in meinem      
                          BLOGREICH

Ich stelle euch den BLOG von
           PAT MC CRAW 
                   vor

-DUOCARNS-  DIE FANTASTISCHEN
                          STERNENKRIEGER 
                             GAY ROMANCE

Hier findet ihr die gesamte Serie dieser
                     HELDEN

Der Bloglink:

http://www.patmccraw.com/ 

Zusätzlich habe ich den Blog von PAT MC CRAW als Permalink auf der rechten Seite meines eigenen Blogs fixiert. Wer also ständig Zugriff auf diese site wünscht, einfach HANELTMANIA auf GOOGLE oder einer anderen SUCHMASCHINE eingeben, klicken und diverse andere PERMABLOGLINKS auf meinem BLOG besuchen. Die BlOGBEITRÄGE werden automatisch aktualisiert, wenn der BLOGGER etwas NEUES einstellt. Damit ihr immer auf dem LAUFENDEN bleibt. ZWINKER

So, ich  kann euch nur viel Spass beim LESEN wünschen. Darum, auf ins BLOG-LESEPARADIES.

Eure ADMINA  Marlies Hanelt



 



 

Sonntag, 7. September 2014

-Selbstschüsse mit weit-reichenden Folgen- aus meiner surrealistischen Belletristikkiste


                            
  SURREALISTISCHE    BELLETRISTIK

Hallöchen, meine lieben Fans des Surrealistischen.

        WILLKOMMEN IN MEINEM BLOGREICH

Für alle diejenigen, welche dem zugeneigt sind, gibt es ein weiteres Schmankerl aus meiner Fantasiewelt.



           Selbstschüsse mit weit-reichenden Folgen
Irgendwann im Laufe des Tages erhalte ich einen ziemlich negativen Anruf vom Finanzamt. Mir wird von einem monoton und sachlich sprechenden Behördenhengst mitgeteilt, dass ich Steuern nachzuzahlen habe. Übel, übel, denke ich zwangsläufig. Hake gleich nach, und frage wie hoch die Summe wäre. „1600 Euro, Frau Hanelt“, ist die prompte Antwort, die mich fast vom Sessel haut. „Wie bitte, 1600 Euro!“, schreie ich förmlich aufgelöst durch den Draht. „Da hat sich doch das Finanzamt bestimmt verrechnet oder?“, kommt von mir die eigentlich blöde Frage. Der Fiskus vertut sich niemals. „Nein, Frau Hanelt, laut ihrer Bezüge Nachweise vom Arbeitgeber haben wir alles richtig berechnet“. „Leider haben  sie Nebeneinkünfte erwirtschaftet, die ebenfalls steuerlich anzuzeigen sind“. „Sieh mal einer an, hätte ich ein Schweizer Konto, wäret ihr niemals dahinter gekommen oder?“, frage ich den Finanzbeamten mit einer gewissen Belustigung. „Haben sie denn ein Konto in der Schweiz?“, haut er gleich hinterher. „Natürlich, dort horte ich meine Millionen“. Versuche meinen aufkeimenden Lachanfall zu unterdrücken und korrekt zu wirken.
„Tatsächlich?“. In diesem Moment baut sich vor meinem geistigen Auge das verdutzte Gesicht des Amtsmenschen auf. Sehe quasi seine grauen, knochigen Gesichtszüge. Haare frisch gegelt, die mit einem korrekt gezogenen Mittelscheitel ziemlich albern wirken. Eine kleine, runde Metallbrille auf dem Nasenrücken, über dessen Rand er trostlos und trübe daher schaut. Eben ein zeitgenössischer Beamte, wie ihn jeder schon einmal gesehen hat. Jetzt gibt es kein Halten mehr für mich. Ich pruste los vor Lachen. Es hört sich an, als würden Hunderte von Hühnern gackern. Die 1600 Euro sind mir egal, da ich sie ohnehin nicht gleich bezahlen kann. Vielleicht sollte ich um Ratenzahlung bitten, kommt mir ein Gedanke durch mein gestresstes Gehirn.
Zwangsläufig folgt darauf die sehr konstruktive Frage, ob ich den Betrag auch in zwanzig Euro Raten abstottern kann. Funkstille am anderen Ende der Leitung. Merke, wie sich förmlich virtuelle Fragezeichen über dem Scheitel des Beamten aufbauen. Daraufhin brülle ich erneut in schallendes Gelächter aus. Muss sich der Typ doch ziemlich veräppelt vorkommen. Ich meine es aber total Ernst. Trotzdem lache ich wie verrückt, und kann einfach nicht mehr aufhören. Die Folge ist ein höllischer Lachflash vom Feinsten. Jedoch bleibt der Finanzjockey sehr sachlich, was mich zusätzlich anfacht. Ein Mensch ohne Humor geht eigentlich gar nicht, denke ich. Ist eben ein totaler, hundertprozentiger Beamte. Ja nee, ist klar.
„Ratenzahlung ist gesetzlich nicht vorgesehen“, setzt er das eigenartige Gespräch fort. „Sind sie des Wahnsinns kesse Beute, Mann?“, brülle ich durch den Hörer. „Mir ist es einfach nicht gegeben, die Knete einfach so rüber zu reichen“. „Mein Konto ist ohnehin schon weit in den Miesen“.
Wieder Stille in der Leitung. Plötzlich vernehme ich mehrere Knallgeräusche, peng, peng, peng. Sie lassen mir fast den Festnetzhörer aus der Hand fallen. Zudem höre ich nichts mehr. Kein Ton meines sonst so lauten Umfeldes dringt an mein Trommelfell, da es von dem lauten Getöse der Waffe zerfetzt worden ist. Nur noch ein Gedanke in meinen Gehirnwindungen, und die völlig abstruse Frage, Selbstmord mit drei Schüssen?.
Habe kein Geld, einen Haufen Schulden beim Finanzamt, und zusätzlich kein Gehör mehr. Ich ziehe die obere Schublade meines Schreibtisches auf, und will ihr die ständig geladene Walter PP entnehmen. Meine Augen blicken ins Leere. Also hebe ich meinen linken Arm, halte den Zeigefinger gegen die Schläfe und drücke ab. Der Fingerkuppe entweicht die Kugel, und rauscht mit hohem Tempo an meinen Augen knapp vorbei. Bleibt in der Wand stecken, und versaut mir die Tapete mit einem großen Loch, an deren Rand sich Schmauchränder bilden. Es qualmt fürchterlich. Noch nicht einmal richtig zielen und treffen kann ich. Klar, die Brille liegt ja auch im Schubfach, da wo sonst eigentlich die Walter PP Unterschlupf findet.  Hätte sie die Brille aufgesetzt, wäre die Frau jetzt wohl zerfetzt.
©Marlies Hanelt 7.September2014