Sonntag, 19. Oktober 2014

EPISODE ACHT aus meinen sati(e)rischen Geschichten. -Foto Safari mit tödlichen Folgen-


                       

(Fotosponsering by Toni Schiffgens)
Danke dir, Toni. 

      Ein Herzliches Willkommen in meinem
                           -BLOGREICH-

Meine sati(e)rischen Geschichten haben Zuwachs bekommen. Episode ACHT steht in den Startlöchern, um von euch genossen zu werden. Nachdenklich soll diese story ebenfalls machen, denn jedesmal steckt ein tieferer Sinn dahinter. 
AUF GEHTS.



              EPISODE ACHT
       Foto-Safari mit tödlichen Folgen
K
arin und Peter feiern heute ihr zehnjähriges Beisammensein und wollen dieses mit etwas Besonderem krönen. Peter hat sich vorab vom Reisebüro einen Katalog besorgt, um die darin befindlichen Vorschläge mit Karin zu besprechen. Immerhin haben sie alles miteinander diskutiert, wenn es um Gemeinsamkeiten geht. „Wie findest du das?“, fragt Peter und deutet mit dem Zeigefinger auf ein Hotel in der Schweiz. „Davos ist zwar nicht ganz billig, aber wird unseren Vorstellungen von Extravagantem sehr gerecht“. „Was meinst du?“. Karin findet den Vorschlag nicht so gut und versucht abzuwehren, ohne es sich mit ihrem Göttergatten zu verscherzen. Sie setzt ein smartes Lächeln auf und gibt ihm vorsichtshalber einen Kuss auf die Wange. „Wäre das nicht ein bisschen zu teuer, Schmusipusi?“, haucht sie ihm ins Ohr und hofft inständig, dass er ihren Vorschlag für eine Foto-Safari in Afrika annehmen wird. Karin blättert einfach weiter bis zu der Seite,  wo Fotoshootings mit Tigern in freier Wildbahn lebend angeboten werden. „Sieh mal, das ist doch hochinteressant!“, haucht sie und deutet auf ein dementsprechendes Bild. „Der Preis ist auch annehmbar“. „Zudem -all inclusive-“.
„Hm, was bekommen wir eigentlich für –all inclusive-?“, fragt Peter. „Frühstück, Mittag- und Abendessen oder was?“. „Keine Ahnung“, entgegnet Karin. „Ist doch egal, Hauptsache alles inklusive“. Peter kann Karin nicht wirklich etwas abschlagen, wenn sie ihn so erotisch anlächelt und willigt schließlich ein. Das ist und wird wohl immer so sein. Nicht dass er klein beigäbe. Nein, er liebt Karin eben abgöttisch, und das macht seine jedweden Entscheidungen leichter. Sie ist da, nur das alleine zählt.
„Weißt du was?, wir buchen online auf der Seite des Anbieters und sichern uns auch gleich die –all inclusive- Angebote“, schmunzelt Peter und drückt zärtlich Karins Hand. „Etwas tiefer steht nämlich, dass diese auch ein Abschießen beinhalten“. Peter ist plötzlich Feuer und Flamme und kann seine Aufregung kaum verbergen. „Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit einen Tiger zu erlegen“. „Flinte und Ausrüstung, sowie passende Bekleidung gehören ebenfalls dazu“. „Aha, das meinen die also mit –all inclusive-!“. Karin ist ziemlich erschrocken, lässt es sich jedoch nicht anmerken. „Wir bezahlen mit Hin- und Rückflug, nebst Safari, sagenhafte zweitausendfünfhundert Euro“. „Ein Schnäppchen, wenn du mich fragst“. Peter ist jetzt hellauf begeistert und klickt alles an was benötigt wird, um den Kauf abzuschließen. „Man kann sogar mit Bankeinzug bezahlen, einfach genial“. „Die Tickets werden am Flugschalter drei von AIR  AFRICA hinterlegt, steht hier noch“.
Karin beginnt sofort die Koffer zu packen und vergisst auch nicht die Sonnenbrillen nebst Tans mit Faktor vierzig und höher hineinzulegen. „So, das wäre erledigt“. „Morgen in der Frühe geht es los“. Das Pärchen begibt sich zur Ruhe und träumt von AFRIKA mit seinen wilden Tigern.
         AFRIKA WIR KOMMEN… 
Peter und Karin stehen am frühen Morgen in der Passagierhalle des Flughafens Frankfurt/Main am Schalter drei der Linie AIR AFRICA, um sich die Flugtickets geben zu lassen. Gate fünf wird ausgerufen. „Schatz, das sind wir!“, ruft Peter und zeigt durch das riesige Panoramafenster in Richtung Flieger, der noch aufgetankt wird. Karin und Peter nehmen ihre angewiesenen Plätze ein und schnallen sich an. Der Flugkapitän gibt erste Anweisungen, die er auf eine humoristische Weise durchsagt. Eine Stewardess bietet inzwischen Getränke und Snacks an. Peter und Karin sitzen am Fenster, das während des Fluges einen Blick auf die Wolken unter ihnen zulässt. Es wirkt wie ein Gleiten auf riesigen Schneebergen.
Nach einigen Stunden landet das Flugzeug auf der Rollbahn des Amsterdamer Flughafens, damit die Passagiere in den Flieger Richtung Nairobi Wilson international umsteigen können.
Diesmal sitzen Karin und Peter, eingezwängt zwischen anderen Passagieren, in der Mittelreihe. Peter stöpselt das vor ihm hängende Head Set in den Port des kleinen Fernsehmonitors, um sich einen  Film anzusehen. –message in a bottle-. Karin bevorzugt eher etwas leise Musik und lässt sich von dieser genüsslich beschallen. Somit vergeht die Zeit quasi wie im Fluge.
Unsägliche Stunden fließen dahin, als der Flieger auf dem Flugfeld des Nairobi Wilson international Flughafens kaum fühlbar aufsetzt. Nur ein leichtes Ruckeln zeugt davon. Karin und Peter steigen, noch etwas unbeweglich in den Gliedern, die Gangway hinunter und werden von dem dortigen heißen Klima empfangen. Schweiß perlt sofort ihre Körper herunter und durchtränkt fast völlig die Kleidung. Erschöpft wanken Beide in Richtung Ausgang, wo sie bereits von einem Kleinbus der Firma –Safarian Style- sehnsüchtig erwartet werden. Ohne Wortwechsel mit dem Fahrer und kurzem Zwischenstopp geht es ab in die Wildnis. Vorort haben sich bereits sechs Touristen eingefunden und lauschen intensiv mit hochroten Gesichtern den Anordnungen des Safariführers. Der versucht sein bestes deutsch heraushängen zu lassen und kommt ziemlich ins Stocken.
„Liebe Safariteilnehmer“, beginnt er mit lauter, sonorer Stimme. „Welcome hier im Outback von Nairobi“. „Please wechseln sie ihre Kleidung und streifen sich die in dem kleinen Paket befindlichen, especially Sachen über“. „The Hut will schütz you from the Sonne“. „Hose, boots und jacket will give you Sicherheit gegen Anopheles Mücken“. „You know, Malaria?“.  Der Typ greift in einen Stoff Sack und fördert dazu noch mehrere Flinten zutage. „Es sind einfache Gewehre, sie können nichts wrong machen“, sabbelt er weiter. „Only one shot für jeden Einzelnen, nicht mehr please“. Alle Teilnehmer nicken zustimmend, so als hätten sie die Infos verstanden. „Please setzen sie sich in den Jeep“, fordert er die Leute auf. Das Gefährt rollt langsam los und gemach ziehen sie vorbei an schlafenden Tigern, die gerade in der brütendheißen Mittagssonne ein Nickerchen unter knorrigen, vereinzelt stehenden Bäumen halten, um ihre Beute zu verdauen. Alles wirkt friedlich.
Peter wittert eine Chance und drückt sich umständlich die bereits geladene Flinte gegen das linke Schulterblatt. Er hat nur einen Schuss frei und versucht möglichst gut zu zielen, indem er das rechte Auge zukneift und durch das Linke blinzelt, da die Sonne im Zenit steht und die Augen schmerzen lässt. Der Jeep rumpelt über die etwas unebene Sandfläche und wirbelt Staub auf, der es fast unmöglich macht, etwas genau erblicken zu können. Plötzlich hält der Wagen abrupt an, und Peter drückt dadurch aus Versehen den Hahn durch. Ein Schuss löst sich, und die Patrone trifft Karin, die vor ihm Platz genommen hat. Blutüberströmt sackt sie zusammen und bleibt gekrümmt auf dem Boden des Jeeps liegen, beide Hände reflexartig über der Bauchwunde platziert. Der rote Saft sickert durch ihre Finger und bildet eine riesige Blutlache auf der Bodenmatte des Jeeps.
Peter lässt sofort die Waffe fallen und blickt  mit weitgeöffneten Augen und Mund fassungslos auf seine geliebte Karin. Zärtlich hebt er ihren Kopf hoch und drückt ihn an sich, um ihr einen letzten Kuss zu geben. Peter beginnt zu schluchzen und Tränen rinnen in Strömen über seine fülligen Wangen, um Karins totes Gesicht zu nässen. Niemand kann ihr mehr helfen, denn ihre Seele ist bereits dabei ins Universum zu fliegen. Ein Flug der Ewigkeit.
Die Tiger sind inzwischen erwacht und begeben sich erneut auf Beutezug. Ihr Leben blieb verschont, jedoch ein Menschliches ist an ihrer Stelle gegangen.
NACHWORT
Auch einfache Waffen bergen eine gewisse Gefahr, wenn man mit ihnen nicht richtig umgehen kann. Wer sich dessen bewusst wird, nimmt erst gar keine in die Hand, um eventuell sich und Andere damit zu gefährden.
© Marlies Hanelt 19.Oktober2014        
      
   
     

     


     



       
          






 

Dienstag, 14. Oktober 2014

WENN ALLE DINGE BEINE HÄTTEN... Surrealistische Belletristik-


                    
(Logo kreiert mit WORD)




                 Herzlich Willkommen auf
                              meinem Blog

zu einer weiteren surrealistischen Geschichte.




             WENN ALLE DINGE BEINE HÄTTEN…

Der heutige Tag sollte sich für mich eigentlich positiv gestalten. Dementsprechend macht sich die Arbeit auch quasi wie von selbst, ohne mein Dazutun. Jedenfalls stelle ich mir das so vor. Per Hypnosebefehl wandern jegliche Dinge dorthin, wo sie hingehören. Der Mülltüte wachsen lange Beine, und sie wankt schnellen Schrittes die Treppen bis zur Mülltonne hinunter. Dort angekommen hebt sie sich vom Boden ab, öffnet den Mülltonnendeckel und wirft sich selbst hinein. Recycling im Selfpublishing nenne ich das.
Der Staubsauger rutscht über den Teppich, wie von Geisterhand bewegt, durch meine gesamten Räume und veranstaltet einen Höllenlärm. In der Küche klappert das dreckige Geschirr in der Spüle und wäscht sich von alleine ab. Jetzt kommt der Befehl für das Wischtuch. Die Kommodenschublade öffnet sich, und ein knarrendes Geräusch lässt darauf schließen, dass das Holz alt, trocken und morsch geworden ist. Immerhin besitze ich dieses Teil schon seit weit über vierzig Jahren. Ein Erbstück meines verstorbenen Onkels. Er besaß nicht viel, aber das Wenige konnte ich mir krallen. Zudem wurde die Schublade schon lange nicht mehr benutzt, weil sie ständig beim Öffnen hakt, wenn ich daran rüttele, um sie herauszuziehen. Nichts will hier in diesem Haushalt so richtig funktionieren. Wütend trete ich gegen die Schubladenfront und breche mir prompt den rechten Zeh. Ein stechender Schmerz fährt durch mein Bein und lässt mich laut aufschreien. „Mach doch was du willst!“, kreische ich wutentbrannt. „Kraft meiner Gedanken wirst du es selbst machen müssen“, brülle ich weiter. Stünde jetzt jemand vor meiner Wohnungstür, würde er glauben, dass hier mindestens wenn nicht noch mehr Leute wohnen. Das Gegenteil ist der Fall.
Während der Koloss von Staubsauger seiner Arbeit nachgeht, die Mülltüte auf dem Weg zur Tonne ist und der Wischlappen den aufgetürmten Staub beseitigt, rege ich per Oommmm den Kugelschreiber an, den Einkaufszettel zu schreiben. Darauf steht nach einiger Zeit, - Milch, Käse, Butter, Brot, Wurst -. Jetzt fehlt nur noch der Einkaufsbeutel, welcher in der Speisekammer hängt. Dem sind inzwischen ebenfalls Beine gewachsen, an deren Enden sich kleine, rote Schühchen wie von selbst materialisiert haben. Ich öffne die Tür, und er seilt sich vom Haken ab, um darauf flugs durch die geöffnete Wohnungstür zu trippeln. Irgendwie sieht das Ganze lustig aus und verführt mich zum Schmunzeln.
Das Bett sollte auch wieder einmal bezogen werden. Es ist an der Zeit, da es schon ziemlich stinkt. Dunkle Flecken von irgendeinem Getränk zieren die Bezüge und laden nicht wirklich dazu ein, wieder hineinzusteigen. Gedankenbefehle wandern in die Wäschekiste und fordern einen Frischen  auf, sich dieser zu entheben. Der dreckige Bettbezug streift sich vom Dauneninnenbett ab und macht dem Makellosen Platz.
„Habe ich noch etwas vergessen?“, frage ich mich und stütze das Kinn auf die Hand meines angewinkelten Arms ab. „Nein“, kommt darauf die spontane Eigenantwort. Nun, dann kann ich in einer Stunde darauf hoffen, dass ich einen blitzeblank gesäuberten Haushalt vorfinden werde, denke ich beiläufig. Plötzlich vernehme ich ein lautes Getöse. Hört sich wie ein Knall an, gepaart mit ohrenbetäubendem Pfeifen. Erschrocken fahre ich aus meiner Gedankenlethargie hoch und eile ins Wohnzimmer. Was sich mir dort bietet, kann ich nicht mit Worten beschreiben. Mir stockt quasi der Atem, denn der gesamte Inhalt des zuvor aufgesaugten Drecks verteilt sich nicht nur auf dem Boden, sondern liegt auf allen Möbelstücken. Es sieht aus, als hätte ich jahrelang nichts getan. Der Staubbeutel ist geplatzt und der Motor hat seinen Geist aufgegeben. Zentimeterhohe Staubflocken türmen sich auf und bieten keinen Zugang zum Korridor und natürlich auch nicht zur Küche. Es sei denn, ich versuche mich durch diese hindurch zu wühlen.
Inzwischen klingelt es an meiner Wohnungstür. Ich komme einfach nicht dorthin, weil mir dieser verdammte Dreck den Weg versperrt. Das kann nur mein Einkaufsbeutel sein, denke ich und mache das Fenster in meinem Schlafzimmer auf, um etwas frische Luft zu tanken. Vielleicht kann ich den Staub dazu bewegen, sich aus diesem zu verflüchtigen?.  Unglaublich was jetzt geschieht. So als hätte er meine Frage vernommen, bewegt sich eine große Staubwelle in meine Schlafkemenate und schwebt langsam aber sicher zum Fenster hinaus. Endlich komme ich widerstandslos zur Wohnungstür und öffne sie. Jedoch steht da nicht meine Einkaufstasche, sondern die Polizei. Verdutzt schaue ich die beiden Männer an und virtuelle Fragezeichen bauen sich vehement über meinem Kopf auf.
STUNDEN SPÄTER
Ich erwache und sitze in meinem bequemen Ohrensessel. Meine Glieder schmerzen, und die Birne dröhnt. Fahles Abend Licht versucht sich durch die dreckigen Fenster zu quälen und erzeugt nicht gerade ein wohliges Gefühl in meinem tiefsten Inneren. Übelkeit gesellt sich dazu. Auf dem Tisch vor mir steht eine leere Flasche Whiskey, nebst zwei Karaffen irgendeines Gesöffs, die ich mir gestern im Supermarkt eilig besorgt habe. Irgendein no name Produkt, da es preisgünstig angeboten wurde. Mir brennt sowas von der Helm, dass ich nicht in der Lage bin aufzustehen. Die Augen und das Hirn können nicht realisieren, dass ich mir die Kante gegeben habe. Etwas später sehe ich mich um und entdecke den Dreck in seiner Ursprünglichkeit. Nichts aber auch gar nichts hat sich wie von selbst erledigt. „FAKE“, gebe ich kleinlaut mit meiner ebenfalls gelittenen Stimme von mir. Muss ich wohl alles nur geträumt haben, sinniere ich weiter. „Verdammt, alles noch einmal auf ANFANG“, versuche ich zu schreien. Nichts geht mehr. Was gibt es Besseres, als mit dem zu beginnen, womit man aufgehört hat, denke ich. „NA DANN, PROST!“. Ob es damit besser geht den Haushalt anzugehen, bleibt offen.
© Marlies Hanelt 14.Oktober2014
  
     
         
     

 

Montagsstarter. (Unter Blogbar des Blogs v. Michaela Theede) SATZFRAGMENTE ERGÄNZEN.


Halli, hallo, hallöle, meine lieben Blogleser.
Wie ich finde, ein wirklich tolles Blogamusement, um sein Gehirn zu trainieren, als auch seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Mal sehen, was mir dazu einfällt.  


So ohne fixe Worte der Montagsstarter:
montagsstarterIhr wollt mitmachen? Nichts leichter als das. ich stelle euch Satzfragmente zur Verfügung und ihr ergänzt diese dann zu vollständigen Sätzen. Bitte schreibt eure Antworten fett oder in Farbe. Schreibt euren Starter entweder in euren Blog (verlinkt dabei bitte zur Blogbar) und schreibt einen Kommentar, damit ich weiß, dass ihr mitgemacht habt. Solltet ihr keinen eigenen Blog haben, könnt ihr auch gerne in den Kommentaren die Antworten schreiben. Auch die Möglichkeit im Forum hier zu posten besteht natürlich. Und los gehts:
1. Immer wenn  es dunkel wird___________.
2. Ein gruseliges Monster___________ geistert in meinem Kopf.
3. Ziemlich bescheuert____________ kann man über mich sagen.
4. Spam ist nicht dabei____________.
5. Das Wetter wirkt nebulös und gespenstig______________.
6. Die Situation eskaliert_____________.
7. Morpheus jedoch______________ sorgt für eine Kehrtwende  und lässt mich sanft entschlummern__________.
8. Diese Woche freue ich mich auf Star Trek im TV__________ und Stephen Kings ,,SHINING,,_________ und dann steht noch Erotikgeflüster am Telefon________ an.

Hier der Link zum Blog von Michaela Theede. Links bitte unter der Rubrik BLOGBAR die verschiedenen Beiträge zu diesem Thema anklicken. Schaut einfach mal nach, was anderen Bloggern dazu eingefallen ist.
 
http://sonnenblumentraumwelt.blogspot.de/2014/09/autoren-erzahlen.html

Puh, wer hätte das eh gedacht, dass ich daraus mal etwas Anderes gemacht. Ich entschlummere aber nicht ganz sacht, weil sich der Haushalt ja nicht von alleine macht. Final mir das Reimen liegt, damit es über diese gruseligen Tagträume siegt. Na bitte, geht doch. 
Kommentare bitte unbedingt angesagt, weil sonst der Bloggerstolz an mir nagt. 
Eure Admina Marlies Hanelt  

 

Sonntag, 12. Oktober 2014

ORALES DUETT, Surrelistische Belletristik -keine EROTIK-

                            
(Logo kreiert mit WORD)



                    WILLKOMMEN IN MEINEM
                          -BLOGREICH-

Schon wieder etwas aus meiner surrealistischen ZAUBERKISTE.

Wer kennt es nicht, wenn man sich mit seinem EGO unterhält?. 



                         Orales Duett
Ich sitze, eigentlich wie jeden Tag, an meinem antiken Schreibtisch aus Eichenholz und versuche ein Buch mit lyrischen Strophen zu lesen. Der lederne Ohrensessel, ringsherum mit Kupfernieten verziert, hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Aber, ich liebe dieses monströse Teil, welches ich passend zum Schreibtisch ausgewählt habe, innig. Habe es vor Jahren in einem antiquarischen Laden gesehen und war sofort in dieses Teil vernarrt. Sagenhaft günstige fünfzig Euro hat es mich gekostet. Seit dem steht dieser Sessel in meinem Büro und lädt zum kurzweiligen als auch längeren Entspannen ein. Eine von der Zimmerdecke bis fast auf den Schreibtisch hängende Leuchte sorgt dafür, dass sich ihr Licht auf den Text der Bücher fokussiert. Ringsherum ist fast völlige Dunkelheit. Nur der Schein dieser ebenfalls kostengünstigen Leuchte taucht mein Büro in eine sanfte, stimmungsvolle Räumlichkeit. Man muss sich in ihr einfach nur Wohl fühlen. Leider fehlt mir heute irgendwie die Konzentration, und die Gedanken schweifen ab. Demzufolge schlage ich das Buch zu, lege meine Beine auf den hölzernen Schreibtisch und lasse meine Beine von der Leuchte bescheinen.
Eingebettet in völliger Ruhe, sinniere ich über dies und das nach, als sich in diesem Moment   das Zimmerfenster, wie von Geisterhand  geführt, entriegelt und quietschend öffnet.  Da es tiefster Winter ist, strömt mir die Eiseskälte in den Nacken, bis über meinen sehr empfindlichen Schädel hinweg. Alsbald breitet sie sich im gesamten Raum aus, und mir läuft eine Gänsehaut über den Rücken, gepaart mit einem Angstgefühl in der Brustgegend. Mein Herz pocht wie wild und will mir fast zum Hals herausspringen. Es fühlt sich an, als würden Buschtrommeln nicht mehr rhythmisch schlagen. Ist das jetzt der Tod?, denke ich ängstlich und zittere am ganzen Leib. Instinktiv frage ich nach. „Wer ist da?“. Als wenn ich darauf eine Antwort bekommen würde!. Plötzlich wispert eine Stimme und jagt mir  ziemlichen Schrecken ein. „Ich bin es, dein zweites ICH“, kommt die Antwort. „Du hast mich doch gerufen oder nicht?“. „Willst dich offensichtlich mit mir unterhalten“. Ich verharre in einer längeren Körperstarre und kann erst einmal nichts sagen. Kein Sterbenswörtchen kommt über meine Lippen. Die Kehle fühlt sich wie ausgedörrt an.  Als ich mich endlich aus dieser lösen kann, stehe ich auf und drehe mich um. Es sind nur schemenhafte Konturen einer menschenähnlichen Gestalt zu erkennen, von der ein gewissen leuchten ausgeht.   
„Lass dir ruhig Zeit, denn ich kann warten“, labert es munter weiter. Die Stimme des fiktiven ICHS nimmt so langsam mein Timbre an, und es fühlt sich nach einiger Zeit irgendwie gut an. Negative Gefühle verschwinden und machen positiven Gedanken Platz. Bereit, um etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. „Nun leg‘ schon los, meine Gute“. „Wir Beide haben nicht mehr viel Zeit“, jammert mein zweites ICH mit weinerlicher Stimme. Jetzt beginnt es auch noch zu weinen. „Du, das brauche ich jetzt gar nicht“, entgegne ich mit vorwurfsvollem Unterton. „Mir ist aber heute nicht nach reden“, klagt es weiter. „Ist mir völlig wurscht“. „Offensichtlich habe ich dich mental gerufen, und nun solltest du auch diesem Wunsch folgen“. „Habe ich doch“, wimmert es, und voluminöse Krokodils Tränen kullern aus seinen  braunen Augen. „Weißt du was, es geht mir einfach tierisch auf die Nerven, wenn du so wie eine Tüte Mücken angibst“,  schreie ich jetzt und verziehe böse mein Gesicht. „Bitte unterlasse das“. „Ich kann derartige Fratze nicht wirklich ab“, kehrt mein zweites ICH wieder zu einem ansatzweise normalen Ton zurück.
„Weißt du was, wir können offensichtlich nur auf musikalischer Ebene miteinander gut kommunizieren“, werfe ich kurzerhand ein. „Ja, da könntest du durchaus Recht haben“, entgegnet es fröhlich. „Was schlägst du denn vor?“,  fragt mich mein zweites ICH. „Nun, du kennst doch bestimmt das Kinderlied, -Hänschen Klein, ging allein, in den weiten Wald hinein-?“, ist mein konstruktiver Tipp. Das zweite ICH beginnt daraufhin wie wahnsinnig zu kreischen und hält sich den Bauch vor Lachen. „Also dann, auf DREI, okay?“. „EINS, ZWEI, DREI“..., zähle ich, erhebe meine Stimme und träller aus vollem Hals. Mein zweites ICH macht es mir nach, und was soll ich euch sagen, es verpasst den Einsatz. Zudem verpatzt es den Text, und es hört sich irgendwie nicht nach ICH SELBST an.
„Du kannst offensichtlich auch nicht singen!“, geifer ich es an. „Verschwinde dorthin, woher du gekommen bist!“. „Trolle dich vom Acker!“.  Endlich schließt sich das Fenster, und mein Büro wird wieder etwas warm. Ruhe kehrt alsbald ein, und ich versuche mich erneut an meinen lyrischen Strophen. Da ich geistig erfrischt bin, fließen diese auch mit Tiefgang in mein Gehirn. Na bitte, geht doch…
© Marlies Hanelt 12.Oktober2014