Samstag, 12. Juli 2014

Sati(e)rische Geschichten. Hund, Katze, Meerschweinchen. Zweite Episode. Rache ist süß.


                                                               

                         
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Willkommen auf meinem Blog

Hier nun die zweite Episode aus meinen sati(e)rischen Geschichten. Mehr ist in Arbeit. Überall steckt irgendwie ein wahrer Kern drin...




Hund, Katze, Meerschweinchen
          Zweite Episode
           Rache ist süß
Jeden Tag dasselbe, morgendliche Ritual. Die ganze Familie sitzt um den Frühstücktisch herum. Jeder hat seinen Lieblingsplatz, den er auch mit speziellen Sitzkissen ausstaffiert hat. Sie sollen sich schon sehr individuell von den monotonen Küchenholzstühlen abheben. Der Vater legt großen Wert auf ein Eiermotiv. Die Mutter bevorzugt hingegen etwas Florales. Für die beiden Kinder kommt nur ein Science-Fiction Muster in Frage. Captain Kirk, Spock und Pille haben es ihnen gewaltig angetan. Selbstverständlich ist auch die passende Leibspeise für jeden künstlerisch auf dem Tischdeckchen drapiert. Die Brötchen liegen nicht wie gewöhnlich in einem Körbchen, sondern finden Anwendung auf einem großen Teller als Buchstabenkombination. Die Butter, geformt als Hundemotiv, findet Platz auf einem Unterteller, der vorher zu einer Tasse gehörte. Selbst die Marmelade genießt ein Dasein in einer dekorativen Schale, in der man eher Blumen erwarten würde. Ein länglicher Topf aus Keramik, mit kleinen Hunden auf dem Deckel, bietet Unterschlupf für die warmen Würstchen. Selbst der Senf wird nicht einfach nur aus einer Tube gequetscht. Nein, die Mutter hat die langen Pasten Stränge als Katzenstatue auf einem dazu passenden Teller platziert. Alles soll im Auge des Betrachters den Eindruck erwecken, dass diese Menschen Tiere über alles lieben.
Die Familie genießt das Frühstück und schaufelt so viel in sich hinein, als gäbe es kein Morgen mehr. „Sag mal Peter, du hast doch Morgen deinen 12. Geburtstag“, beginnt der Vater noch kauend und nuschelnd das Gespräch. „Was wünschst du dir eigentlich?“. Er sieht seinen Erstgeborenen mit gespannter Mimik an. „Einen Hund, eine Katze und ein Meerschweinchen“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Der Vater muss inne halten, um nicht los zu prusten vor Lachen. „Hör mal, drei Dinge auf einmal gehen nun wirklich nicht“. Ein überzeugendes Lächeln bekräftigt seine klare Ansage. „Vor allem, wo sollen die Tiere untergebracht werden, und wer kümmert sich um Pflege und Nahrung?“. „Zudem muss der Tierarzt bezahlt werden, wenn es notwendig wird“. „Kannst und willst du dieser Verantwortung Rechnung tragen?“. Eigentlich erwartet der Vater keine Antworten auf die vielen Fragen, da er seinen Sprössling besser kennt, als irgendjemand Anderer.
Trotzdem möchte er seinem Sohn insgeheim  diese tierischen Wünsche nicht einfach abschlagen. Zur Not können immer noch die Eltern einspringen. Der Vater blickt über die kleinen, runden Gläser seiner heruntergezogenen Brille und zwinkert seinem Sohn zu. „Mal sehen, was ich machen kann“. „Lasse dich überraschen“. „Vielleicht bekommst du auch nur eine kleine Schildkröte für den Anfang“. Grabesstille in der Küche. „Die macht nicht so viel Arbeit, und du kannst dann beweisen, wie du das mit der Verantwortung dem Tier gegenüber siehst“. Vaters Gesicht nimmt einen ernsten Ausdruck an. Die Sachlage scheint geklärt, und die Familie erhebt sich vom Frühstückstisch. Jeder von ihnen geht nun den alltäglichen Aktivitäten nach. Mutter besorgt die haushaltstechnischen Dinge und Vater fährt mit dem PKW zur Arbeit. Die beiden Kinder besuchen noch die örtliche, kleine Grundschule.
Die Uhr in Vater Johanns Büro zeigt 16Uhr an. Feierabend für heute, denkt er sich. Jetzt noch in die nächstliegende Kleinstadt fahren, und im Laden für Kleintiere das passende Geburtstagsgeschenk aussuchen. Sohn wird sich wundern, was er Morgen erblickt. Einen Versuch ist es wert, sinniert Vater Johann vor sich in. Ich möchte Peter die Möglichkeit bieten, Verantwortung für Tiere zu übernehmen. Immerhin ist er alt genug dafür. Vater Johann betritt das Geschäft mit einer gewissen Vorfreude als auch Anspannung. Ach was, alles wird sich irgendwie fügen.
Der freundliche Verkäufer der Zoohandlung beginnt sogleich sein monotones Kundengehabe. „Was kann ich für sie tun?“, kommt die erste Frage. „Haben sie einen bestimmten Wunsch nach einem besonderen Tier, oder soll es doch nur ein Hund, Katze oder Hamster sein?“. „Meerschweinchen sind gerade im Angebot, da sie sich wie irre vermehrt haben“. Der Händler blickt Johann an und labert ihn förmlich zu, ohne auch nur eine einzige Antwort abzuwarten. „Ich könnte ihnen einen Kurzhaardackel wärmstens ans Herz legen“. „Kürzlich hat mir jemand eine Siamkatze zur Pflege gegeben, weil er in Urlaub gefahren ist“. „Bis heute hat er sie leider nicht abgeholt“. „Wenn sie sich ihrer annehmen, würde ich ihnen sehr dankbar sein“. „Ansonsten bleibt nur noch das Tierheim übrig“. Um den Redeschwall des Typen hinter dem Ladentisch zu beenden, willigt Vater Johann ein, den Kurzhaardackel, die Siamkatze und auch noch ein Meerschweinchen dazu zu nehmen. „Sie sind ein wahrer Tierfreund“, bedankt sich der Händler und reicht Vater Johann besagte Tiere, die in enge Käfige gezwängt sind, über die Ladentheke. „Was kostet es mich, wenn ich noch passendes Futter, Streu und Pflegematerial dazu nehme?“. Der Händler denkt kurz nach und überschlägt die Preise. Er ist froh, endlich nach so langer Zeit überhaupt wieder etwas verkauft zu haben. „500 Euro, alles inklusive“. „Hört sich fair an“. Johann zückt sein Portemonnaie und zieht zehn Fünfziger heraus, die er vorher an einem Geldautomaten von seinem Konto abgehoben hat.
Bepackt wie ein Lastesel, aber dennoch zufrieden über den gelungenen Geschäftsabschluss, stapft Johann mit den drei Käfigen zu seinem PKW. Er entriegelt die Türheber mit der Fernbedienung und öffnet die hintere Wagentür, um die Käfige auf der Rückbank abzustellen. Nachdem sich Johann beschwingt im Fahrersitz niedergelassen und angeschnallt hat, startet er das Gefährt. Während der Fahrt nach Hause trällert er ein fröhliches Liedchen vor sich hin und bekommt erst gar nicht mit, wie zarte Stimmchen versuchen, sich den Weg über sein Trommelfell zu bahnen. „Johann, was hast du mit uns vor?“, wispert die Siamkatze unaufhörlich. Der Kurzhaardackel schläft und schnarcht leise. Das Meerschweinchen blickt zur Katze herüber und stimmt ihr in dieser Fragestellung zu. „Ja, Johann, was hast du mit uns vor?“. „Wir möchten nur einen respektvollen Umgang gepaart mit sehr viel Liebe, der uns noch eine restliche, schöne Lebenszeit beschert“. „Sollte uns dies nicht zu Teil werden, reagieren wir dementsprechend“. Vater Johann antwortet nicht, da er immer noch laut singt und sich beim Fahren auf die Straße und Verkehrsschilder konzentrieren muss. Das Siam Kätzchen wird nun etwas lauter und deutlicher. „Hör mal Johann, wenn du uns ignorierst, hat das böse Folgen für dich“. „Letztendlich trägst du als Oberhaupt der Familie die eventuellen Konsequenzen aus allen negativen Reaktionen deines Sohnes“. „Wir wissen, wo du hin willst und wer uns betreuen soll“. „Meine Eingangsfrage war nur banal daher geschwafelt“. „Antworte uns jetzt endlich“. Die Mimik im Gesicht der kleinen Siamkatze nimmt jetzt einen diabolischen Ausdruck an und unterstreicht damit die ernst gemeinten Fragen. Johann reagiert immer noch nicht. In seinem Kopf laufen nebenbei die Vorbereitungen für den Geburtstag seines Sohnes ab. Getränke als auch Dekorationen für das Wohnzimmer besorgen. Lampions, Lichterketten und Girlanden sollen es unbedingt sein. Irgendwie schweben ihm noch Papierbuchstaben vor, um den Namenszug seines Sohnes auf die Girlanden zu kleben. Kreativität war schon immer seine starke Seite. Basteleien jedweder Art gleichen sein stupides Bürodasein aus und lassen es jeden neuen Tag nicht prioritär erscheinen. Johann freut sich schon diebisch wie ein großes Kind auf das bevorstehende Geburtstagsereignis. Ein leichtes Lächeln macht sich auf seinem Gesicht breit. Er liebt dieses Gefühl der Vorfreude und kann es eigentlich kaum noch erwarten, in die strahlenden Augen seines Sohnes zu blicken. Auch wenn es erst Morgen sein wird. Sein Puls rast.
„Nun gut, Johann, du hast es so gewollt“, spricht die Siamkatze, und ihre hypnotisierenden, stechenden Blicke treffen Johanns Rücken. Johann fährt jetzt nicht mehr konzentriert, da er durch seine Gedanken abgelenkt ist. Oder beginnen die Hypnosebefehle der kleinen Siamkatze bei ihm zu wirken?. Über telepathischem Weg spricht sie ihn an. „Johann, du kannst gar nicht Auto fahren“. Siam Kätzchen atmet tief ein und aus und entspannt sich. „Du weißt nicht, wie das geht“. „Hast überhaupt keine Ahnung von Verkehrsregeln“. Immer und immer wieder wispert sie diese Sätze, bis…..
…Johann langsam müde wird und das Steuer verreißt. In diesem Moment schwinden seine Sinne völlig, und der Wagen gerät ins Schlingern. Mit voller Wucht prallt er frontal gegen eine Ampelanlage, und das Gefährt wird von der Kühlerhaube bis zur Rückenlehne des Fahrersitzes zusammengedrückt. Das Lenkrad ist so stark verbogen, dass die Lenkradstange sich durch Vater Johanns Herz bohrt. Nur die Tiere in ihren engen Käfigen bleiben unversehrt. Johann wird den Geburtstag seines Sohnes nicht mehr erleben. Siam Kätzchen schnurrt wohlig, und ein hämisches, zufriedenes Grinsen macht sich auf ihrem Gesicht breit…
© Marlies Hanelt 12.Juli2014  
       




  

    





Dienstag, 8. Juli 2014

Sati(e)risches. Wenn Tiere schießen würden...


                              
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Hallo ihr lieben Blogleser

Wieder etwas aus meiner Feder. Gerade frisch aus der Wordpresse auf den Blog gewandert.

Natürlich hat diese belletristische Geschichte einen Hintergrund. Tiere sollte man keinesfalls, aus welchem Grund auch immer, einfach nur töten.   

Menschliche Bedürfnisse können auch auf eine andere Weise befriedigt werden. Das Töten von Tieren gehört jedenfalls nicht dazu...

Vielleicht rächen sich diese dann?. Lest also selbst, was mir dazu eingefallen ist.

 



            Sati(e)risches
   Wenn Tiere schießen würden…
Peter ist ein Hobbyjäger, der sich genau so wie alle seiner Gattung, an die Jagdzeiten zu halten hat. Bislang hat er sich auch immer strikt daran gehalten. Jedoch kribbelt es vehement  in seinem rechten Zeigefinger, so als würde er diesen direkt am Abzugshahn seines Schrotgewehres halten. Es ist immer das gleiche Prozedere, nur jedes Mal eine andere Beute und erneute Anspannung. Nur schon alleine der Gedanke an Jagd lässt seinen Puls schneller rasen. Zudem ist heute sein 35. Geburtstag, und er möchte sich ein persönliches Geschenk machen. Ein Zwölfender sollte es schon sein. Peters Augen beginnen zu leuchten, als sich dieser Gedanke in seinem Hirn langsam aber sicher manifestiert und von  einem erotischen Gefühl begleitet wird. Das Jagdfieber ist für ihn eine Art von sexueller  Lustbefriedigung. Quasi Jagdtrieblustbefriedigung. Peter weiß, dass jetzt Brunftzeit der Hirsche ist und jedweder Schuss mit einer hohen Strafe geahndet wird. Sein Trieb drängt  jedoch auf alsbaldige Erfüllung und setzt seinen logischen Verstand außer Gefecht.
Er gönnt sich noch einen kleinen  Creoles Cream mit zwei Oliven und greift sich sofort die Flinte nebst Lederbeutel mit dem Schrot aus seinem Glasschränkchen. Es ist nicht die einzige Waffe, die er sein Eigen nennt. Ein Waffennarr und Hobbyjäger wie er im Buche steht. Im Strafgesetzbuch? Da ist es wieder, das Gefühl von Macht. Ist es nun das übertriebene, menschliche Machtgehabe oder die Lust am Jagen, die seinen gesamten Körper in Wallung bringt und sein Gehirn auf ein Minimum an Denkvermögen reduziert?.
Peter schreitet in Vorfreude aus seiner Holzhütte, die er extra für diese Zwecke von einem guten Freund gekauft hat. Der verschlungene Weg führt ihn direkt bis zu seinem grünen Pickup Truck. Operation verdeckt, heißt seine Devise. Er weiß, dass er sich gesetzlich auf sehr dünnem Eis bewegt. Ein zufriedenes Grinsen macht sich dennoch auf seinem Gesicht breit. Das Licht der untergehenden Sonne, das zaghaft durch die Blätter der Bäume linst, lässt es fast diabolisch wirken. Peter dreht den Zündschlüssel nach rechts und startet den Motor, der daraufhin mit einem fürchterlichen Getöse aufheult. Das synchronisierte Getriebe setzt den Wagen in Bewegung. Nur sehr langsam holpert der Pickup über den sandigen, mit Wurzeln gespickten Weg bis zu einer Waldlichtung. Peter stoppt und würgt den Motor ab. „Scheiße, nicht schon wieder!“, raunt er wutentbrannt und schaut dabei auf die Tankuhr. Der Zeiger steht ganz links und bewegt sich keinen Millimeter mehr nach rechts. „Die Reserve ist also auch aufgebraucht“, wettert er temperamentvoll weiter. „Meine Geilheit lässt mich also auch schon das Nachtanken vergessen“. „Na super“. „Peter reiß dich jetzt zusammen und versuche dich auf das Wesentliche zu konzentrieren“. „Einen Zwölfender erlegen und dem ortsansässigen Fleischer zum Ausweiden und Verkauf anbieten“. „Wirst du das hinbekommen?“, fragt er sich wie immer selbst, wenn die Situation es erfordert. Peter greift nach seiner Flinte und dem Lederbeutel. Beides hat er auf dem Rücksitz deponiert. Als Peter im Begriff ist auszusteigen, nähert sich majestätisch ein gewaltiger Hirschbulle, der es offensichtlich auf ihn und den Pickup abgesehen hat. Plötzlich bleibt der Bulle abrupt stehen und sieht Peter aus seinen dunklen, großen Lichtern zornig an, so als würde er gleich etwas sagen wollen. Peter stockt der Atem, und er ist in diesem Moment zu keiner Regung fähig. Auch er schaut den Bullen von Angesicht zu Angesicht mit geweiteter Pupille starr an. Er kann den Blick einfach nicht abwenden. Faszination gepaart mit sexueller Erregung machen sich in Peters Körper dominant breit. Was jetzt geschieht, könnte aus einem Buch von Dr. Doolittle stammen.
Was Peter jetzt vernimmt, lässt ihn schier an seinem  Verstand zweifeln. „Alter, was hast du mit diesem Gewehr vor?“, fragt ihn der Hirsch und bewegt Tatsache sein Maul simultan zu diesen Worten. Peter glaubt zu halluzinieren und schüttelt ablehnend den Kopf, als wolle er nicht akzeptieren, was er glaubt zu hören. „Blödsinn, das kann einfach nicht sein“. „Was kann nicht sein?“, fragt der stolze Bulle weiter. Schließe einfach deine Augen und öffne sie wieder. Dann steht vor dir ein ganz normaler Hirsch. Dein Gehirn ist einfach durch die Geilheit überfordert und spielt dir einen ziemlich bösen Streich, sinniert Peter in sich hinein. Er hält die Flinte im Anschlag, als der Bulle etwas näher kommt und erneut spricht. „Hör mal, wenn du das Ernst meinst, wehre ich mich“, flötet der mit einem wütenden Ausdruck auf seinem Gesicht und gibt dabei ein lautes Röhren von sich. Peter versucht das alles zu ignorieren. Frei nach dem Motto, was nicht sein darf, hat nicht zu sein. Diesen Moment nutzt der Bulle, um zum Angriff überzugehen. Nur noch ein paar Meter trennen die Beiden. Blitzschnell hakt sich der Zwölfender mit seinem Geweih in die Mulde des Abzugs ein und entreißt Peter die Flinte, dreht diese herum und zielt auf den Hobbyjäger. Jetzt solltest du wegrennen oder zusehen, dass du aus diesem Albtraum erwachst. Da steht kein Hirsch vor dir, der zudem noch mit dir redet. Alles ist nur Einbildung und entspringt deiner geilen Fantasie, redet sich Peter ein und versucht sich damit zu beruhigen. „Ich werde dich meucheln, du Stück Dreck“, spricht der Bulle jetzt mit einem höhnischen Unterton. „Aber bevor ich abdrücke, hast du noch einen Wunsch frei“. „Überlege nicht allzu lange, sonst geht es dir sehr schlecht“. „Ähem, ja, äh….“, stottert Peter, und ihm will spontan nichts in sein ohnehin schon überfordertes Gehirn kommen. „Ich gebe dir nur maximal zwei Minuten, und wenn dann keine klare Ansage von dir kommt, driftet deine Seele ins Universum“, röhrt der Bulle wütend und schaut dabei auf seine Rolex. Auch das noch, denkt sich Peter. Jetzt sehe ich schon einen Hirsch mit ner‘ Rolex. Keine Ahnung, wohin das noch führt. „Was soll ich sagen“, fährt Peter endlich mit zittriger Stimme fort und würde am Liebsten die Zeit anhalten. Der Bulle entsichert die Flinte mit einem geräuschvollen Klick und will abdrücken, als Peter noch rechtzeitig seinen Wunsch äußert. „Bitte lieber Hirsch, ich möchte  nie wieder eine Waffe gegen ein Tier richten müssen“. „Befreie mich von dem Zwang, jemals wieder kaltes Metall anfassen zu wollen“, fleht Peter mit leiser Stimme.
Zu spät. Der Bulle kann Peters letzten Wunsch nicht hören, der in der kalten, dunklen Nacht verhallt und daraufhin verstummt.  
                 -ENDE-  
© Marlies Hanelt 8.Juli2014      
          

Hund Katze Maus Geplauder, ist der Titel der nächsten Geschichte.
Bin selbst schon gespannt, was mir dazu einfällt. Zwinker.
Eure Admine  Marlies 

Radiosender gesucht für die Autorin Anja Ollmert...


                             


Hallo ihr lieben Blogleser

Diesmal benötige  ich eure Hilfe.

Ich suche einen regionalen als auch überregionalen Radiosender, der für die Autorin Anja Ollmert etwas Sendezeit  erübrigen kann. Nicht nur einfach ein Interview sollte möglich sein, sondern auch Leseproben aus ihren vielen Geschichten.

Wer sich über ihre Stimme und den Sprachstil einen Eindruck verschaffen möchte, kann dies sehr gerne über ihre HP machen. Links dann den Button Videos anklicken. Ich finde, ihre Stimme hat ein weiches, warmes Timbre und eignet sich für jedwedes Genre. 

Für KONTAKTAUFNAHME den Button Kontakt klicken.

http://www.anjaollmert.jimdo.com/

(Bitte nur ernst gemeinte Anfragen)

Desweiteren bietet ihre Homepage viele Möglichkeiten an, um sich ebenfalls von der Schreibwelt Anja Ollmerts entführen und berühren zu lassen. Ihre Geschichten sind sehr facettenreich. Nicht immer lässt ein Titel unbedingt gleich auf den Inhalt schließen. 

So erging es mir mit der Geschichte
,,Sport ist Mord,, und andere Gemeinheiten

Als e-book und Taschenbuch. Zu beziehen über diesen Link.

http://tinyurl.com/mhjnee5 

Wer Lust auf Mehr hat, kann den Lesehunger stillen, in dem man auf AMAZON einfach den Namen ANJA OLLMERT eingibt.

Ich wünsche euch viel Lesevergnügen zu den Geschichten dieser brillianten Autorin, deren Werke nicht nur mit ihrem Schreibstil faszinieren. 


  

Mittwoch, 2. Juli 2014

Unsichtbarer Horror. Julias Selbstfindung...



                          



Hallöchen meine lieben Blogleser

Wieder etwas aus meiner Feder. Worum es geht, könnt ihr in meinem NACHWORT lesen. Eine Geschichte zum Nachdenken. 





       Unsichtbarer Horror
    Traum oder doch Realität?
  Selbstfindung der etwas anderen Art
Julia wird mitten in der Nacht wach. Hellwach. Wie immer um drei Uhr morgens plagt sie fürchterlicher Durst. Der Herbstregen prasselt mit voller Wucht gegen die Fensterscheiben ihres Schlafzimmers. Es hört sich an, als würden tausende von Fäusten gegen das Glas hämmern und fordernd um Einlass bitten. Aber, irgendetwas ist anders…
Julia fühlt sich irgendwie unwohl. Ihr Körper reagiert mit einer Gänsehaut. Ihr ist kalt, obwohl sie sich zwei Decken bis zur Nasenspitze hochgezogen hat. Das Herz schlägt heftig und unregelmäßig gegen ihre Rippen. Es droht fast herauszuspringen. Enge manifestiert sich in der Kehle. Sie nestelt nach dem Schalter ihrer kleinen Nachttischlampe und greift ins Leere.
Nur schemenhaft heben sich die Konturen ihrer Möbel ab. Jedoch befinden sich diese nicht mehr da, wo sie eigentlich immer stehen. Zudem wirkt alles verzerrt. Was vorher viereckig war, ist jetzt rechteckig. Kälte durchdringt den ganzen Raum, obwohl die Heizung voll aufgedreht ist. Nichts ist mehr so, wie es vorher war. Das Gefühl als würde jemand oder etwas neben ihrem Bett stehen, lässt Julias Körper förmlich erstarren. Ihr Atem geht jetzt schneller und Panik beginnt von Julia Besitz zu ergreifen. In diesem Moment ist ihr, als würde sich jemand über sie beugen und mit seinem fauligen Brodem gänzlich berühren und einhüllen. Ich muss irgendwie aus meinem Zimmer kommen. Mehr Gedanken lässt ihr Hirn nicht zu. Schweißgebadet versucht Julia in die Senkrechte zu kommen, um erschöpft in Richtung Tür zu wanken. Eigentlich ein alltägliches, nächtliches Ritual. Jedoch prallt sie an der Wand ab. Vorsichtig tastet sich Julia an ihr entlang und kann die Zimmertür nicht finden. Immer weiter gleiten ihre Handflächen, auf der Suche nach irgendeinem Ausgang, um irgendwie aus dem Zimmer zu gelangen.
Währenddessen verändert sich alles um Julia  herum und Blitze durchzucken den warmen Raum. Das Mobiliar ist nur noch schwach zu erkennen und beginnt sich langsam aufzulösen. Julia kann nicht wissen, dass sie sich in einer anderen Zeit befindet. Wispernde Stimmen dringen an ihre Ohren und beginnen ihr teuflisches Psycho Spiel in einer ihr unbekannten Sprache.   
Oder sind es nur verzerrte Worte, die in ihrer fatalen Situation nicht richtig gedeutet werden können?. Julia versucht sich zu konzentrieren. Jedoch misslingt jedweder Versuch, auch nur ansatzweise einen Gedanken zu fassen. Ein Gefühl, als würde ihr Körper in eine enge Rüstung gepresst, bringt Julia fast um den Verstand. „Wer ist da?“, würgt sie mit erstickter Stimme hervor. Keine Antwort kommt auf diese banale Frage.  Angst, Enge Gefühl und ausgeliefert sein gewinnen die Oberhand. „Bitte, bitte, tue mir nichts“. Fast haucht sie die Worte, als Julias Körper aufgibt und sie in Ohnmacht fällt. Ist es Traum oder doch Realität?.
Als Julia nach sehr langer Zeit erwacht, nimmt sie einen intensiven Geruch von vermoderndem Menschenfleisch wahr. Es riecht nach Tod und Verwesung. Noch immer ist um Julia herum alles dunkel und kalt. Ihre Glieder fühlen sich taub an und sind zu keiner Regung fähig. Simultan gesellen sich Stiche auf ihrer Haut dazu, so als würden tausende von Injektionsnadeln diese durchbohren. Das Gehirn kann diese Empfindungen noch nicht richtig umsetzen und deuten. Taubheitsgefühl gepaart mit stechendem Kribbeln kann nur bedeuten, dass der Kreislauf noch nicht in Fahrt gekommen ist, assoziiert langsam Julias Gehirn. „Bewege dich und stehe endlich auf“, beginnt es mir ihr zu reden. „Deine Gliedmaßen sind nur eingeschlafen“, spricht es weiter. Julia versucht ihren immer noch geschwächten Körper langsam in die Senkrechte zu bekommen. Nur sehr widerwillig reagiert er. Es pocht und schmerzt, so als würden viele Hämmer gleichzeitig auf ihm niedersausen. „Gib nicht auf“, bettelt inständig und flehend Julias Gehirn. „Wenn du nichts unternimmt, bist du dem Tode geweiht“. Angetrieben von den Befehlen gelingt es ihr, endlich zu stehen. „Setze einen Fuß vor den Anderen“, fordert es Julia jetzt auf. Sie knickt mit dem einen Bein ein und sackt erneut zu Boden. „Noch einmal, bitte“, winselt es. „Reiße dich zusammen“, fährt es fort.
So als würde Julias Gehirn neue Energien für ihren Körper spenden, steht sie auf und schreitet majestätisch mit erhobenem Haupt durch das Dunkel. In diesem Moment gleiten imaginäre Hände mit langen Krallen über ihre Arme, graben sich in ihr Fleisch und ziehen Julia unaufhörlich weiter. Sich dagegen zu wehren ist unmöglich. Ist es Traum oder doch Realität?.
„Wer bist du, und was willst du von mir?“. Ihre Stimme klingt noch fest und unnachgiebig. „Ich bin dein zweites Ich“. „Du hast mich erschaffen“, höhnt es. „Ich bin böse, genau so wie du“, tönt es weiter mit seiner Fistelstimme. „Ich bin Du, und Du bist Ich“. „Ich existiere in deiner Fantasie“. „Nur wenn du mich tötest, sterbe ich“. „Mein Tod wird auch den Deinen zur Folge haben“.  „Gut und Böse vereinen sich in dir, hast du das nicht gewusst?“, fragt es provokant und lacht ein diabolisches krächzen. „Versuche es nur, und du wirst sehen, dass du ohne mich nicht existieren kannst“. „Ohne mich wäre es zudem langweilig und stupide in deinem Leben“. „Ich peppe es auf und versorge dich mit einem gewissen prickeln“. „Denke nach, bevor du mir antwortest“. „Ich kann dich auch, je nach Lust und Laune, zu einem Monster werden lassen“. „Deine Gedanken entfachen das Böse oder Gute in dir“. „Jedoch ist mir manchmal dein Bruder WILLE im Weg“. „Meuchle ihn, und wir beide werden auf ewig eins sein“. „Es ist nur der WILLE, der mich töten kann“.
Plötzlich erhellt sich der Raum, so als hätte jemand den Lichtschalter gedrückt. Julia ist umgeben von Spiegeln, in denen sie sich abwechselnd mit sinnlicher als auch teuflischer Mimik betrachtet. Böse und gute Julia beginnen auf  sie einzureden, und jedweden WILLEN der Entscheidung in ihr zu ersticken.
Der WILLE stirbt. Julia ist im Einklang mit GUT und BÖSE.
NACHWORT
Mit dieser Geschichte beschreibe ich, wie Julia versucht, den inneren Schweinehund zu bekämpfen. Nur mit dem Willen und festen Vorsatz kann es gelingen, das Böse in Schach zu halten. Manchmal muss es aber heraus, um seine Daseinsberechtigung zu haben. Gewisse Lebensumstände erfordern dies. Ist der WILLE erst gestorben, werden GUT und BÖSE manchmal kongruent sein. Aber nur manchmal…
© Marlies Hanelt 2.Juli2014
   

Scullys Nischen Blog. Div. Themen für jeden Interessierten.



                         




Hallöchen meine lieben Blogleser/innen

Wer sich von euch einem Thema zuwenden möchte, in dem er sich gut auskennt, kann dieses gerne auf SCULLYS BLOG 2014 umsetzen. Nischen für alle möglichen Ideenbereiche.

Schaut einfach mal und setzt eure kreativen Ideen in die Tat um. Lasst Andere an diesen teilhaben. Es ist bestimmt für euch etwas dabei.

http://scullyvanfunkel.de/autorenportal/nischen-blogs/

Wer auf Facebook ist, kann SCULLY VAN FUNKEL auch gerne über PN kontaktieren. Wichtig, um die Word-docs. dort später hochzuladen.


Ich bin dort seit einiger Zeit mit vegetarischen als auch diabetesgerechten Rezepten zugange.
Selbstverständlich mit BE-Angaben.  

Hier die Links

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 http://scullyvanfunkel.de/ernaehrung/

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Eure Admine Marlies Hanelt

                           



DANKSAGUNG an SCULLY VAN FUNKEL

Hallöchen Scully.
Ich arbeite unwahrscheinlich gerne für deinen Nischen Blog. Er bietet mir die Möglichkeit, meine Ideen für bewusste Ernährung dort umzusetzen. Ich schätze ganz besonders deine Kreativität, die sich auf das Einstellen der passenden Bilder zu meinen Beiträgen bezieht.  
Zudem hast du mir den richtigen Content erklärt, um eben diese ins richtige, übersichtliche Format zu bringen. Daaaaanke.
Auf eine nachhaltige, wunderbare Team-Arbeit.